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Umstellung auf DVB-T2: Streaming-Anbieter erwarten Neukunden

Auch über Antenne können TV-Zuschauer künftig das Fernsehsignal in HD-Qualität empfangen - der neue Standard DVB-T2 macht es möglich. Doch nicht alle Nutzer wollen technisch aufrüsten - und erwägen, auf Alternativen wie das TV-Streaming zu wechseln.



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Der Streaming-Anbieter Zattoo rechnet nach der Umstellung auf DVB-T2 mit vielen Neukunden. Foto: Zattoo  

Knapp eine halbe Million Fernsehzuschauer wollen nach der Umstellung des terrestrischen TV-Empfangs auf den neuen Standard DVB-T2 auf Fernsehen per Streaming umsteigen. Das ergab eine Studie von TNS Infratest im Auftrag des Streaming-Anbieters Zattoo.

Das seien 12,6 Prozent der von der Umstellung betroffenen Zuschauer. Allein im Januar hatte Zattoo nach eigenen Angaben 10 Prozent mehr Kunden gewinnen können. Als Gründe sieht das Unternehmen die zusätzlichen Anschaffungskosten für einen erforderlichen neuen Receiver wie auch die wachsende Verbreitung von Streaming-Angeboten.

In einer bundesweiten Aktion hatte die Initiative DVB-T2 HD am Mittwoch erneut auf die bevorstehende Umstellung hingewiesen. Nutzer des terrestrischen Signals werden derzeit per Banner in den laufenden Sendungen von der anstehenden Umstellung informiert. In der Nacht zum 29. März wird in den Ballungsgebieten das alte Signal fürs Antennenfernsehen nicht mehr ausgestrahlt.

Wer weiterhin terrestrisch fernsehen will, braucht danach ein entsprechendes Empfangsgerät. Die privaten Sender werden dann nur noch in HD-Auflösung - und kostenpflichtig - ausgestrahlt. Wer sie empfangen will, muss jährlich 69 Euro zahlen. Alternativ ist auch ein Umstieg auf Satellit oder Kabel möglich.

Rund 3,4 Millionen Haushalte empfangen laut Gesellschaft für Konsumforschung GfK das TV-Bild aktuell per Antenne, 1,5 Millionen Haushalte nutzen das terrestrische Signal primär auf ihrem Erstgerät. Laut TNS-Umfrage sind erst 18 Prozent der Betroffenen für den neuen Empfang ausgerüstet und besitzen entweder einen in den Fernseher integrierten Empfänger oder eine externe Settop-Box.

Anbieter wie Zattoo, die das TV-Signal per Streaming anbieten, erhoffen sich, von der Umstellung zu profitieren. «Langsam aber sicher etabliert sich TV-Streaming als gleichwertige Alternative insbesondere zu terrestrischem und Satelliten-Fernsehen», sagte Jörg Meyer von Zattoo. «Wer heute bereits Musik und Filme on demand streamt, für den ist es nur ein kleiner Schritt, zukünftig auch das TV-Programm über das Internet zu empfangen.»

Zattoo hatte bei der Marktforschung TNS Infratest eine Studie in Auftrag gegeben, bei der über 1000 Personen im Alter zwischen 14 bis 69 Jahren befragt wurden. Immerhin 44,1 Prozent der Befragten wollen auf den neuen DVB-T2-Standard umsteigen, 11,7 Prozent erwägen, das TV-Signal künftig über Kabel zu beziehen, 10,8 Prozent wollen sich eine Satelliten-Schüssel anschaffen.

Die Initiative DVB-T2 HD informiert auf www.DVB-T2HD.de anhand der eingegebenen Postleitzahl darüber, welche Haushalte zu welchem Zeitpunkt von der Umstellung betroffen sind.

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 02. 2017
14:35 Uhr

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