Topthemen: TannbachSelber WölfeRathaus-AnbauVogelgrippeHof-GalerieGerch

Wirtschaft

Kraft Heinz blitzt mit Milliarden-Angebot bei Unilever ab

Der amerikanische Ketchup- und Lebensmittel-Gigant Kraft Heinz ist bereit, 143 Milliarden Dollar für den Konsumgüter-Riesen Unilever auf den Tisch zu legen. Die ersten Annäherungsversuche stießen auf wenig Gegenliebe, doch so schnell will Kraft nicht aufgeben.



Heinz-Ketchup
Das wohl berühmteste Produkt des amerikanischen Ketchup- und Lebensmittel-Herstellers Kraft Heinz. Foto: Angelika Warmuth  

Der US-Lebensmittelriese Kraft Heinz hat Interesse an einer Übernahme des Konsumgüterkonzerns Unilever angemeldet.

Die Amerikaner bestätigten, dem britisch-niederländischen Hersteller von Dove-Seife, Axe-Duschgel und Lipton-Tee eine Fusion angeboten zu haben. Laut einer Mitteilung von Unilever hat Kraft Heinz einen Kaufpreis von rund 143 Milliarden Dollar (134 Mrd Euro) vorgeschlagen. Das sei jedoch zu wenig, um ins Geschäft zu kommen.

Unilever hält sich durch die vorgeschlagene Offerte - die mit 49,61 Dollar je Aktie immerhin einen Aufschlag von 18 Prozent auf den letzten Schlusskurs darstellt - für «fundamental unterbewertet». «Unilever sieht keine Basis für weitere Diskussionen», verkündete der Konzern. Kraft Heinz hatte zuvor bereits erklärt, weiter auf einen Zusammenschluss drängen zu wollen. Es sei aber nicht sicher, ob letztlich ein verbindliches Angebot zustande komme.

Eine Fusion der Branchenschwergewichte hätte riesige Ausmaße und würde einige der bekanntesten Verbraucherprodukte weltweit unter einem Dach vereinen. Bei Anlegern sorgte die Nachricht für starke Reaktionen. Unilever-Aktien legten etwa an der Börse in Amsterdam zeitweise um fast zehn Prozent zu, während die von Kraft Heinz im vorbörslichen US-Handel um knapp fünf Prozent stiegen. Die Papiere von Konkurrenten wie etwa Mondelez gerieten unter Druck.

Kraft Heinz wird von der brasilianischen Private-Equity-Gesellschaft 3G Capital kontrolliert, die mit dem Philadelphia- und Capri-Sonne-Hersteller und der Ketchup-Ikone 2015 zwei US-Traditionsmarken zusammengeführt hatte. Die Fusion hatte auch der Starinvestor und Multimilliardär Warren Buffett mit seiner Firma Berkshire Hathaway maßgeblich mit eingefädelt. Zuletzt war an den Finanzmärkten verstärkt über weitere gemeinsame Deals spekuliert worden.

Im Dezember hatten bereits Gerüchte über eine Wiedervereinigung von Kraft Heinz mit dem Oreo- und Milka-Hersteller Mondelez kurzzeitig für Aufregung an der Börse gesorgt. 2012 hatte sich der damalige Kraft-Konzern unter dem Druck von Investoren aufgespalten. Das Snack- und Süßwarengeschäft sowie das Lebensmittel-Geschäft außerhalb Nordamerikas waren zu Mondelez ausgelagert worden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 02. 2017
17:05 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

Lädt

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 5 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Berkshire Hathaway Dollar Milliarden Dollar Private Equity Gesellschaften Schlußkurse Unilever Warren Buffett Wertpapierbörse
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Warren Buffett

15.02.2017

Starinvestor Buffett erzielt dicken Gewinn mit Apple-Aktien

Börsenguru Warren Buffett, wegen seines Gespürs für gute Investments das «Orakel von Omaha» genannt, hat wieder zugeschlagen: Eine Milliardenwette auf Apple machte sich in kürzester Zeit bezahlt. Auch sonst gibt es einig... » mehr

Heinz-Ketchup

19.02.2017

Kraft Heinz zieht 143-Milliarden-Angebot für Unilever zurück

Schon die ersten Annäherungsversuche stießen auf wenig Gegenliebe. Jetzt zieht der amerikanische Ketchup- und Lebensmittel-Gigant Kraft Heinz sein milliardenschweres Angebot für den Konsumgüter-Riesen Unilever zurück. Da... » mehr

Apple

14.02.2017

Apple-Aktie schließt auf Rekordhoch

Vor einem Jahr noch sahen viele Börsianer Apple auf dem absteigenden Ast, der Erfolg des iPhone 7 im hart umkämpften Smartphone-Markt ließ sie umdenken. Obwohl das nächste iPhone noch Monate entfernt sein dürfte, steigt ... » mehr

Logo DAX

vor 9 Stunden

Dax auch ohne Wall Street über 11.800 Punkten

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Montag wieder etwas Mut gefasst. Nach der mauen Vorwoche ging es für den Dax letztlich um 0,60 Prozent auf 11.827,62 Punkte bergauf, obwohl die zuletzt tonangebende Wall Stre... » mehr

Snapchat

16.02.2017

Snapchat-Firma peilt 22 Milliarden Dollar Börsenwert an

Es soll der wichtigste Internet-Börsengang seit der Börsen-Premiere von Facebook werden. Allerdings fallen die angestrebten Zahlen der Snapchat-Firma Snap nicht mehr ganz so bombastisch aus wie noch vor Wochen angepeilt. » mehr

Siemens

15.02.2017

Siemens will 200 Millionen Dollar in Mexiko investieren

Das lateinamerikanische Land war wegen der protektionistischen Töne aus Washington zuletzt unter Druck geraten. Siemens baut sein Engagement trotzdem aus. Der deutsche Großkonzern sieht ein Investitionspotenzial von 36 M... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 02. 2017
17:05 Uhr



^