zuletzt bearbeitet: 08.07.2011 09:58 Uhr
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Hof wird Zentrum für Gesundheit
Nutzungskonzept | Die Förderer und Betreiber geben Antworten auf häufig gestellte Fragen. In Zukunft soll sich in der ehemaligen Fabrikantenvilla alles um Themen aus dem Gesundheitswesen drehen. Gesellschafter und Mitstreiter aus der Region ziehen an einem Strang.
Hof - Zwei Hürden auf dem Weg zur "Villa Europa" sind genommen - zwei Bedingungen, die der Hofer Stadtrat gestellt hat, sind erfüllt. Zum einen hat sich eine Fördergesellschaft für die Münch-Ferber-Villa gegründet. Zum anderen liegt jetzt das geforderte Nutzungskonzept vor. Demnach wird Hof nach dem Umbau der ehemaligen Fabrikantenvilla zu einem Zentrum des Gesundheitswesens. Das "Forum Gesundheit" wird in dem Gebäude in der Stadtmitte Hofs entstehen. Das ist das erfreuliche Ergebnis intensiver Bemühungen der Fördergesellschaft. Gestern stellten die engagierten Förderer dem Oberbürgermeister und den Medien das ehrgeizige Konzept vor.
Alle Aktivitäten und Initiativen, die sich rund um die Themen Gesundheit und gesunde Lebensführung drehen, sollen nach dem Umbau in der Villa zusammenlaufen. Dazu hat die Fördergesellschaft die bedeutenden Träger des Gesundheitswesens aus der Region Hochfranken ins Boot geholt. Sie gründen eine gemeinnützige Gesellschaft, um die Kosten für den Betrieb und die Bewirtschaftung zu schultern. Drei Gesellschafter werden die gGmbH gründen:
das Sana-Klinikum Hof
die Alexander-von-Humboldt-Klinik Bad Steben
die Firma "MedPrevent - Gesellschaft für präventive Medizin" Waldershof
Drei Schwerpunkte
Das sechsseitige, detailliert ausgearbeitete Nutzungskonzept gibt mit Spannung erwartete Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die wichtigste: "Was passiert künftig in der Münch-Ferber-Villa?" Drei Schwerpunkte sind es, die das alte Gemäuer mit neuem Leben erfüllen sollen:
Übers Jahr verteilt wird die Villa zum Schauplatz für Informations-Veranstaltungen. Renommierte Experten kommen nach Hof, um interessierte Bürger über aktuelle Themen aus den Bereichen Gesundheit, Prävention und Krankheit zu informieren. Darüber hinaus wird es Tipps für gesunde Ernährung und Lebensweise geben. Verbraucher und Patienten sollen im "Forum Gesundheit" Beratung finden, wenn sie auf der Suche nach bestimmten Hilfsleistungen für ihre Gesundheit sind.
Die Villa soll ein Zentrum der Fort- und Weiterbildung werden. Fachkräfte aus dem Bereich der Medizin sollen hier Unterricht erhalten. Ziel ist es, in den medizinischen Institutionen der Region - im Wesentlichen den drei Krankenhäusern in Stadt und Landkreis Hof sowie der Alexander-von Humboldt-Klinik in Bad Steben - einen einheitlichen Standard für die Fortbildung zu schaffen. "Vernetzung" lautet das Zauberwort.
Das "Forum" stellt laut Konzept ein Projekt mit Pilotcharakter dar. Erstmals in Deutschland verschmelzen die Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Stilrichtungen der Medizin miteinander. Also: Schulmedizin trifft Naturheilkunde, Homöopathie trifft traditionelle chinesische Medizin, und auch die antroposophische Medizin wird eine Rolle spielen. Das Know-how der Schulmedizin und der Naturheilkunde bringen das Sana-Klinikum Hof und die Hochfranken-Kliniken ein. "MedPrevent" aus Waldershof setzt Impulse der traditionellen chinesischen Medizin. Die international renommierte Carstens-Stiftung mit ihrem Trägerverein "Natur und Medizin" bringt sich ein; sie schöpft aus einem reichen Schatz wissenschaftlicher Erfahrungen in der Homöopathie und der Naturheilkunde. Die Alexander-von-Humboldt-Klinik rundet das ganzheitliche Konzept ab: Die Bad Stebener Einrichtung lässt Erfahrungen aus der anthroposophischen Medizin einfließen.
Deutsche Mistel-Akademie
Damit aber nicht genug: Die Carstens-Stiftung plant die Gründung der "Deutschen Mistel-Akademie" unter der Leitung des in Bad Steben tätigen Hofer Arztes Dr. Johannes Wilkens. Diese Institution, die bundesweit einmalig sein wird, stellt eine neutrale Plattform für die unterschiedlichen Richtungen der Mistel-Therapie dar. Die Hersteller von Mistel-Präparaten tauschen sich in dieser Akademie aus. Vier bis fünf Fortbildungskurse und Vorträge sind jährlich vorgesehen.
Das große Ziel aller Beteiligten ist es, dass das "Forum Gesundheit" die gesamte Bandbreite der Gesundheitsregion Hochfranken widerspiegelt. Einrichtungen und Initiativen, die sich mit Gesundheit und Prävention befassen, sollen Gelegenheit bekommen, sich in der Münch-Ferber-Villa zu präsentieren. Dabei lässt das Nutzungskonzept bewusst offen, was konkret in den alten Mauern stattfinden könnte. Es soll ausreichend Freiheit für Kreativität bleiben. Plakatwände sind ebenso denkbar wie Schaukästen oder Informationsmaterial. Vielleicht treffen sich hier einmal Selbsthilfegruppen, vielleicht gibt es spezielle Volkshochschulkurse - oder aber Vereine wie die Kräuterfrauen aus Faßmannsreuth bieten Informatives und Wissenswertes für die Bevölkerung.
Zahlreiche Veranstaltungen stehen auf dem Programm
- Sana-Klinikum Hof: Mit medizinischen Vorträgen will das Klinikum sowohl die Öffentlichkeit als auch Partner aus dem Gesundheitswesen informieren. Darüber hinaus liegt Sana die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter am Herzen. Wenn sich das Engagement im „Forum Gesundheit“ bewährt, wird das Klinikum vielleicht an die Gründung einer „Sana-Akademie“ denken. Etwa 20 Veranstaltungen jährlich sind in der Villa geplant.
- Hochfranken-Kliniken: Fortbildungen und öffentliche Vorträge stehen im Mittelpunkt. Zehn bis 15 Veranstaltungen sollen pro Jahr stattfinden.
- Alexander-von-Humboldt-Klinik: Die Bad Stebener Einrichtung setzt auf Veranstaltungen für Patienten. Dabei will die Klinik ihre besondere Therapiekonzepte vorstellen; aktuelle Erkenntnisse zur Rehabilitation bei Schlaganfall, Parkinson und Demenz rücken ins Blickfeld. Etwa fünf Veranstaltungen soll es jährlich in Hof geben.
- MedPrevent: Die Waldershofer Firma konzentriert sich auf die Vorbeugung. Dazu hat das Unternehmen ein Diagnose-Gerät aus der russischen Raumfahrt übernommen und weiterentwickelt; die Basis dafür bildet die traditionelle chinesische Medizin (TCM). Dieses Gerät wird MedPrevent bei etwa 20 Fortbildungen in der Münch-Ferber-Villa vorstellen; Ziele sind insbesondere Ärzte und Zahnärzte. Die Firma verweist auf internationale Kontakte und will Hof ins Zentrum der Forschung für Medizinprodukte rücken.
- Carstens-Stiftung: Die Carstens-Stiftung hat bereits zugesagt, einige ihrer Veranstaltungen, die bundesweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen, in das „Forum Gesundheit“ nach Hof zu verlagern. Die Fördergemeinschaft der Stiftung – „Natur und Medizin“ – hat ihren jährlichen Gesundheitstag bereits 2008 in Hof und 2009 in Bad Steben veranstaltet. Dafür lässt sich das Forum ideal nutzen.
- Regionale Ärzte: Das „Forum Gesundheit“ soll Anlaufstelle und Treffpunkt für den Ärztlichen Kreisverband Hof sowie für das „Praxisnetz Hochfranken“ und das „Hofer Praxisnetz“ sein. Zu besonderen Konditionen sollen die Mediziner aus der Region hier Veranstaltungen ausrichten können. In Vorgesprächen stieß dieses Angebot schon auf reges Interesse.
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Die neuesten Kommentare
Hm....von sualK am 14.05.2010 10:17gibt es dann auch genug neue, zusätzliche Parkplätze für die vielen Besucher oder wird das wie bei den anderen Hofer Ärztehäusern, wo es wohl nur Parkplätze für die Mitarbeiter gibt und nicht mal die ausreichend sind.... |
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...von frankedanke am 14.05.2010 07:49vom geschmacklosen wellblechgaragen anbau wird gar nichts erwähnt, haben wir etwa glück und bleiben von diesem architektonischen werk verschont? naja immerhin hab ich die hoffnung das im winter jetzt ab und zu mal der schnee in unserer straße geräumt wird. |
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was mit der renovierten Villavon ratio am 13.05.2010 21:05geschehen soll, weiss man noch nicht. die Räume sind einfach für die gedachten Zwecke nicht verwendbar. Alles soll sich im neu zu bauenden Pavillon abspielen, nicht in der Münch Ferber Villa. Das heisst konkret, man renoviert ein Gebäude für drei Steuermillionen und und überlegt wenn´s fertig ist, was man damit machen kann. Wird uns schon was einfallen. Man hat ja kürzlich erst das INSOLVENZGRÜNDUNGSZENTRUM an die Wandgefahren und nicht verraten, was die zwölfjährige Erfolgsgeschichte den Steuerzahler gekostet hat.Jetzt gibt man schon wieder Gas und ist erstaunt, wenn wieder eine Wand in den Weg springt. Denn, ist das Konto ruiniert, lebt sich´s erst Recht ganz ungeniert. |
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Alleinstellungsmerkmal!!von Bergziege![]()
(55) am 14.05.2010 09:34das ist aber das immer wieder krampfhaft gesuchte A-Merkmal für Hof.Wir stürzen uns blind in auf Dauer nicht zu bewältigende Projekte und sind irgendwann zutiefst erstaunt,dass es wieder nicht funktioniert hat.Aber das macht ja nichts.Irgendwo gibts eine neue "Vision" und dann springen wir wieder mit viel Getöse in den nächsten Abgrund(Geldverschwendung).Mit dem Geld von anderen Leuten ist das ja auch ganz einfach. |
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