zuletzt bearbeitet: 18.02.2011 12:25 Uhr
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Vom Versuch, sich wieder nach oben zu boxen
Nachwuchsfilmer | Maximilian Plettau porträtiert in „Comeback“ einen Boxer, der zurück in den Ring will
Hof – Er hatte alles, da war er gerade mal 18 Jahre alt. Seine Karriere begann als Deutscher Meister in der Amateurliga, 1988. Zehn Jahre später gewann er die Profiliga im Supermittelgewicht. Doch plötzlich fiel alles in sich zusammen. Nach dem großen Sieg verlor Jürgen „The Rock“ Hartenstein jeden Kampf. Sein Management trennte sich von ihm und zurück blieb ein nicht mehr ganz junger Mann, der nur eines wollte: Boxen.
Der Dokumentarfilm „Comeback“ über den Boxer Jürgen Hartenstein beginnt sechs Jahre später. Er portraitiert einen in sich gekehrten, nicht mehr ganz jungen Mann, der seinen Traum nicht aufgegeben hat. Er möchte zurück in den Ring. Der Weg dahin führt über Amerika. Er braucht einen Sieg über einen amerikanischen Boxer, und er ist wieder im Spiel.
Vor vier Jahren traf der Filmemacher Maximilian Plettau den Boxer das erste Mal, einen 33-jährigen Mann, der auf einem leeren Dachboden lebt und trainiert, keinen Alkohol trinkt, keine Frauen trifft, wenig Freunde hat. Sein ganzes Leben hat dieser Mann einem großen Ziel verschrieben: dem Comeback. „Jürgen lebt eine für heutige Zeiten so ungewöhnliche Kompromisslosigkeit. Und das voller Optimismus und Energie. Der Sport gibt ihm eine solche Erfüllung, dass er alles tut, um davon leben zu können.“
Drei Jahre lang begleitete Maximilian Plettau fortan seinen Protagonisten. „Am Anfang kam es häufig zu Drehstopps. Ganz unvermittelt brach Jürgen alles ab.“ Es dauerte lange, sagt Plettau, ehe er sich an den scheuen Boxer herangetastet hatte. Die im Film gezeigten intimen Aufnahmen voller Vertrauen und gegenseitigem Respekt sind jedoch der Beweis, dass der Boxer ihm Einblick in sein leises Leben gegeben hat.
Dazu zählt auch das Unvorhergesehene: Die Chance, in Amerika zu boxen. Plettau begleitete Hartenstein, filmte den wichtigen Kampf.
Maximilian Plettau hat die Kamera in seinem Film selbst geführt. Von 1999 bis 2007 studierte er Regie und Kamera an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Anfangs noch in der Spielfilmabteilung. Bald begeisterte er sich jedoch für den Dokumentarfilm. „Comeback“ ist sein Abschlussfilm. Mareille Klein
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