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„Ich wollte einfach verstehen, wie die ticken“

Gegen den Hass | Eine mutige Filmemacherin nutzt ihre Chance, aus Negativem etwas Positives zu machen

Wunsiedel – Mit „Roots Germania“ hat Mo Asumang die Bedrohung durch Rechtsradikale verarbeitet. Wir sprachen mit der mutigen Filmemacherin.

  • Mo Asumang Mo Asumang, Schauspielerin und Dokumentarfilmerin aus Berlin
    Rainer Maier
  • Roots Germania "Ich wurde gefragt, wozu ich das Brünhild-Kostüm bräuchte. Und meine Antwort war: Für mich. Da war natürlich großes Gelächter."
    MA Motion
  • Mo Asumang "Als ich das erste Mal in Ghana war, habe ich den Boden geküsst."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Widerstand und Zivilcourage kann auch sehr viel mit Glücklichsein zu tun haben."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Junge Menschen denken sehr lösungsorientiert. Sie fragen sich: Was kann ich tun?"
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Man muss sich nicht für das eine oder andere entscheiden, man kann aus beiden Kulturen schöpfen."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Ich habe denen gezeigt: Ich möchte keine Angst haben."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Die Rechten hatten Schwierigkeiten, mir ihr Bild, ihr vorgefertigtes Hass-Bild, überzustülpen. Sie merkten, dass ich eigentlich eine nette, offene Person bin."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Wenn die Lebens-Rune verboten werden muss, nur weil die Rechtsradikalen das missbrauchen, dann läuft doch irgendwas falsch."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Das Wichtigste für mich war, dass ich mit meinem Vater dort vereint war."
    Rainer Maier
  • Mo Asumang "Es ist wichtig, dass man die Wurzeln eben nicht abschneidet von den anderen Kulturen, sondern sie miteinander verbindet."
    Rainer Maier
Bild von

Frau Asumang, der Film „Roots Germania“ ist Ihre Reaktion auf den Song „Diese Kugel ist für Dich“, auf die ganz konkrete, namentliche Todesdrohung gegen Sie in diesem Song, der Sie, wie Sie sagen, völlig aus der Bahn geworfen hat.

Ja. Ich bekam einen Anruf von der Redaktion von „Kontraste“ von der ARD und die meinten, es gebe einen Song von einer Neonazi-Band und da sei mein Name genannt und zwar nicht in einem schönen Kontext. Sie sagten: Wir möchten Ihnen das gerne vorspielen. Sind Sie bereit, uns an Ihrer Reaktion auf diesen Song teilhaben zu lassen?  Mehr haben sie nicht gesagt. Ich war natürlich neugierig und wollte das wissen. Also bin ich da hingefahren und die haben das live gefilmt – und da war ich schon ganz schön schockiert. Andererseits bin ich froh, dass ich es überhaupt erfahren habe auf diese Art und Weise, weil die CD natürlich unterm Ladentisch verkauft wurde und im Endeffekt hätte ich es nie gewusst, dass die Neonazis schon lange Hass-Songs mit meinem Namen drin hören.

Das hat Ihnen Angst gemacht und Sie emotional schwer belastet...

Natürlich, denn es ist schon eine ziemlich schlimme, hässliche Sache, so ein direkter Mordaufruf. Das hat mir ziemlich Angst gemacht.

Angst vor dieser Band, den „White Aryan Rebels“?

Nein, vor der Band selbst hatte ich eigentlich nie Angst. Eher schon vor den Leuten, die die CD in die Hand bekommen und sich abends zu Hause reinziehen. Die ein Bier nach dem anderen kippen und dann losziehen, weil sie sich über rechtsradikale Musik noch wütender machen können, als sie ohnehin schon sind.

Sie haben darauf dann aber ganz anders reagiert, als die meisten Menschen reagieren würden. Sie haben sich nicht verkrochen und keine zusätzlichen Schlösser an die Tür gemacht, sondern Sie sind die Sache ganz offensiv angegangen und sagten: Ich stelle mich dagegen? Wie kam es zu dieser Reaktion?

Ich bin ja in meiner Studi-Zeit – ich habe klassischen Gesang und visuelle Kommunikation studiert – ganz viel Taxi gefahren, meistens nachts. Dabei habe ich ziemlich viel Brutalität erlebt auf den Straßen. Leute, die betrunken waren und dann mit abgeschlagenen Bierflaschen durch die Gegend gelaufen sind. Ich hatte irgendwie immer das Gefühl, ich müsste dazwischen gehen und die Leute auseinander holen. Ich weiß auch nicht, warum ich das mache. Ein Mal habe ich auch Rechtsradikale mal mitgenommen im Taxi. Drei Glatzen. Die haben natürlich geguckt, denen sind fast die Augen rausgefallen. Die haben es echt nicht geglaubt, dass ich anhalte, ich als Schwarze, die ja da wirklich in Gefahr war. Da saßen die nun im Taxi. Über den Rückspiegel habe ich nur die Augen gesehen. Die haben kaum was gesagt. Da habe ich denen schon gezeigt: Ich möchte keine Angst haben. Ich glaube, ich bin auch manchmal ein bisschen naiv, aber vielleicht schützt mich das auch.

Haben Sie das Gefühl: Mir kann nichts passieren, es passiert immer nur den anderen?

Nee, nee. Das Gefühl habe ich nicht. Aber mit dem Song war es so, dass der wie eine Art i-Tüpfelchen war. Schon beim Taxifahren hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht und auch so kriegte man natürlich viel über Rechtsradikalismus mit. Man fühlt sich da immer angesprochen, auch wenn man selbst nicht gemeint ist. Wenn Rechtsradikale irgendwas rausposaunen, was dann in den Medien verbreitet wird, dann fühle ich mich trotzdem immer angesprochen. Das ist jedes Mal ein kleiner Stich. Ich dachte einfach: Das ist jetzt eine Chance, aus Negativem etwas Positives zu machen. Ich dachte natürlich überhaupt nicht daran, dass das gelingen könnte. Es war wirklich nur ein Experiment. Am Anfang habe ich das völlig ohne den Gedanken an einen Film gemacht. Zuerst war ich in dem Knast in Wriezen und habe bei einem Theaterstück zu therapeutischen Zwecken mitgemacht. Dort habe ich Rechtsradikale kennen gelernt. Das war mit sehr wichtig, denn ich wollte verstehen, wie die ticken. Das war dann so spannend, dass der Gedanke kam, das weiter zu verfolgen und auch zu schauen, was noch danach kommt. Denn die Angst und der Rechtsradikalismus, das ist nur die eine Ebene des Filmes. Das Ganze ist dann noch verknüpft mit Deutschland und mit Ghana, also mit meinen beiden Wurzeln. Ich wollte einfach mal schauen, wo ich eigentlich hingehöre. Da, finde ich, wird es erst richtig spannend. Aus der Perspektive einer schwarzen Deutschen ist das noch nie erzählt worden.

Die drei Glatzen auf der Rückbank, war das schon der erste Hinweis auf die Unsicherheit, die diese Leute eigentlich haben? Sie sagen ja, die Neonazis seien ganz leicht aus dem Konzept zu bringen, vor allem, wenn man offensiv auf sie zugeht.

Ja.

Die Rechtsradikalen leben ja von der Angst, die sie verbreiten. Davon, dass alle sich schnell um die nächste Häuserecke verkriechen. Wenn man stehen bleibt, um mit ihnen zu reden, werden sie schwach und unsicher. Das ist Ihre Erfahrung?

Genau. Wenn man Hunde sieht, die laut kläffen, dann weiß man: Die haben auch Schiss. Die haben Angst. Die kläffen ganz laut, um den Feind irgendwie in die Flucht zu schlagen.

Um ihre eigene Angst zu überbellen?

Ja, genau. Wenn man aber so einem Hund gegenübersteht und diese Wut und Angst nicht widerspiegelt, dann wird der ganz schnell ruhiger. So ist es auch mit diesen Leuten, die ihre Wut und ihre Angst verbreiten. Ich will die jetzt nicht mit Hunden vergleichen, aber der Mechanismus ist doch ähnlich, wenn man vor denen steht. Deshalb ist es besser, an so etwas mit einer Ruhe ranzugehen, mit einer Neugierde. Und natürlich auch mit dem Gefühl und dem Bedürfnis, etwas zu lösen. Manchmal ist man selber auch voller Wut, dann darf man die Situation aber nicht missbrauchen, um denen nur irgendwelches Zeug an den Kopf zu schmeißen, um sich selber Platz zu machen.

Sie scheuen sich nicht, die Rechten direkt anzugehen?

Es liegt eine große Kraft darin, wenn man Rechtsradikalen ihr Feindbild, zum Beispiel eine farbige TV-Moderatorin, einfach gegenüberstellt und dann schaut, was passiert. Meine Erfahrung ist, dass sie Schwierigkeiten haben mit mir, Probleme, mich anzuschauen. Daraus schließe ich einfach, dass sie Angst haben. Sie hatten Schwierigkeiten, mir ihr Bild, ihr vorgefertigtes Hass-Bild, überzustülpen. Sie merkten, dass ich eigentlich eine nette, offene Person bin – genau so wie ganz viele andere Menschen mit Migrationshintergrund. Wenn die Rechtsextremen solchen Menschen gegenüberstehen, können sie ihren Hass nicht loswerden. Das funktioniert einfach im Zwischenmenschlichen nicht mehr. Das funktioniert vielleicht noch auf einem NPD-Parteitag, wo jemand auf der Kanzel steht und Hass predigt. Aber es klappt nicht mehr, wenn derjenige vor ihnen steht. So bringt man die ganz schnell aus dem Konzept.

Aber zu so einer Strategie gehört schon eine Menge Mut und Selbstbewusstsein...

Ja, klar. Dieser Weg funktioniert natürlich bei Jugendlichen nicht, die müssen einfach krakeelen und laut sein und anti sein und ihre Wut rauslassen. Das ist auch super wichtig, weil das ein ganz wichtiger Motor ist, sich gegen Rechtsradikalismus zu stellen und auf die Straße zu gehen. Damit macht man sich ja wirklich Mut, gerade in der Gemeinschaft. Junge Leute brauchen das, das ist gut und wichtig. Aber ich bin halt schon älter, ich bin jetzt 44. Da lebt man anders und da muss man auch anders mit Ängsten umgehen.

Diese Situation gab es ja hier in Wunsiedel auch: Die Menschen waren wütend, dass ihnen von außen diese Aufmärsche aufgestülpt wurden und ihre Heimatstadt plötzlich in den Schlagzeilen war als braune Hochburg schlechthin, obwohl die ganzen Nazis von weither angereist waren. Dann kam die Reaktion, diese Wut zu kanalisieren in etwas Positives. Wie bewerten Sie denn die Aktionen, die es hier in Wunsiedel seit einigen Jahren gibt?

Ich finde die Aktion „Bunt statt braun“ sehr schön, mit den vielen Luftballons und den vielen bunten Menschen. Auch, dass man Vielfalt ganz nach vorne stellt, den demokratischen Gedanken ganz nach vorne stellt. Und positiv an die Sache herangeht. Auch mit Freude, auch mit Lachen. Denn Widerstand und Zivilcourage kann auch sehr viel mit Glücklichsein zu tun haben, weil man in der Gemeinschaft ist, weil man zusammen stark ist. Das ist etwas sehr Schönes. Und es ist, glaube ich, auch der einzige Weg, in einer so großen Gemeinschaft mit diesem Thema umzugehen. Wenn man dann auf die Straße geht, hat man einfach Spaß. Das zieht dann wiederum die Anderen an, zieht vielleicht auch den einen oder anderen Menschen an, der noch rechtes Gedankengut hat, weil die andere Seite so positiv ist und so viel Lachen rüberbringt. Da überlegen es die sich doch zehn Mal, ob sie bei den missmutigen Nazis da in der Bude sitzen wollen und nur Bier saufen und ihre Probleme eben nicht loswerden. Man geht doch lieber zu den netten Leuten.

Am Anfang kam die Antifa ja genauso per Bus angereist aus Berlin und so weiter. Da gab es hier richtige Straßenschlachten. Am nächsten Tag waren alle wieder weg und die Wunsiedler mussten die Scherben zusammenkehren...

Ja, gut. Aber jetzt wird die Antifa in die bunten Aktionen eingebunden und das klappt auch. Da kann man mal sehen. Es ist sicher sinnvoll, mal den einen oder anderen Stein nicht zu schmeißen.

Sie verfolgen also die Aktionen in Wunsiedel?

Durchaus. Wunsiedel hat in der Szene Vorbild-Charakter. Was hier auf die Beine gestellt wird, ist mittlerweile in ganz Deutschland bekannt. Andere Städte mit ähnlichen Problemen lernen von den Wunsiedlern, von ihren vielfältigen bunten Aktionen. Ich fand es zum Beispiel total toll, dass Schüler heimlich verteilte Neonazi-CDs von sich aus abgegeben haben. Und die dann nicht bloß einzustampfen, sondern daraus Blumen zu formen, das ist einfach eine super Idee. Das ist genau der richtige Weg: Positiv vorgehen, etwas Schönes daraus machen.

Hätten Sie Lust, beim nächsten „Tag der Demokratie“ in Wunsiedel mitzumachen?

Ja, gerne. Das ist immer am 17. August, nicht wahr? Also, wenn ich da Zeit habe, gerne.

Sie sagen, durch die Recherche zu ihrem Film hätten Sie Ihre Angst verloren. Sie seien stärker geworden.

Ja. Am Anfang war da so viel Negativität und Angst. Und jetzt kommt so viel Bestätigung und Liebe zurück. Es war anstrengend, aber es war auch eine ganz große Chance für mich. Ich habe so viel gelernt während des Projekts. Und es ist für mich etwas Positives aus der anfänglichen Bedrohung entstanden. Aber das kennen Sie ja, das war doch in Wunsiedel genauso: Wegen der Bedrohung durch die Protestmärsche haben die Stadt und die Bürger etwas unternommen und im Endeffekt dazu gewonnen. Wunsiedel ist bunter geworden, die Menschen präsentieren ihre Vielfalt, zeigen Courage und haben mehr Selbstvertrauen als vorher.

Gibt es keine neuen Anfeindungen, gerade wegen des Films?

Die NPD hat schon reagiert. Und zwar war ich bei „Kerner“ in der Show und habe den Film präsentiert. Ein paar Tage später stand auf der NPD-Internetseite, man dürfe den Song mit der Liedzeile „Die Kugel ist schon geschmiedet, Mo Asumang“ nicht in Verbindung bringen mit der NPD. Aber die Zeile im Song heißt ursrpünglich: „Die Kugel ist für Dich.“ Die haben den Text also geändert und so versucht, mir noch mehr Angst zu machen. So haben sie schon reagiert. Aber damit kann ich jetzt umgehen.

Aber direkte neue Drohungen hat es nicht gegeben?

Nein. Aber ich habe durch meine Reise, durch meine Recherche in Deutschland und in Ghana, durch das ganze Wissen, das ich mir angeeignet habe, auch ein größeres Selbstbewusstsein bekommen. Auch in dem Gefühl, dass ich Deutsche bin. Mit ghanaischen Wurzeln und mit deutschen Wurzeln. Und dieses Selbstbewusstsein, das fühlt sich sehr gut an. Ich kann echt nur jedem raten, sich mehr zu interessieren für den Ort, an dem man lebt.

...und wo man herkommt...

Und wo man herkommt. Ja. Beides.

Im Film bezeichnen Sie sich als Menschen mit Migrationshintergrund. Wobei Ihre Migration ja eigentlich nur im Umzug von Kassel nach Berlin bestand.

(Mo Asumang lacht.)

Sie sind eine Deutsche mit deutschem Pass, oder? Ein schwarze Deutsche.

Als ich geboren wurde, war es noch so, dass man den Pass über die Herkunft des Vaters bekommen hat. Ich bin also als Ghanaerin in Deutschland geboren. Erst mit zwölf Jahren habe ich den deutschen Pass bekommen.

Und den ghanaischen abgegeben?

Ja, genau. Den habe ich dann abgegeben. Das war zuvor halt oft sehr schwierig. Wenn ich zum Skilaufen gefahren bin, musste ich für Österreich ein Visum beantragen, mit all den Aktionen, die damit zusammenhängen. Das war echt blöd. Da sagten meine Mutter und meine Oma: Wenn du das möchtest, kannst du auch den deutschen Pass bekommen.

Als Sie für den Film nach Ghana geflogen sind, hatten Sie da das Gefühl, nach Hause zu kommen?

Das jetzt war meine zweite Reise. Und das erste Treffen mit meinem Vater. Aber: Als ich das erste Mal in Ghana war, habe ich den Boden geküsst. Meine allererste Reise nach Ghana, die war gar nicht so einfach. Ich hatte so eine Ehrfurcht davor, da hinzukommen. Gleichzeitig hatte ich so eine Angst davor, dort abgelehnt zu werden. Ich habe es nicht geschafft, mich in Berlin in den Flieger zu setzen und direkt nach Accra zu fliegen. Ich habe über eine Mitfahrzentrale gebucht und bin erst mal von Berlin über Gibraltar bis nach Casablanca gefahren. Und dann hockte ich in so einer Jugendherberge in Casablanca, vier Tage lang, und habe echt überlegt: Fährst du wieder zurück nach Hause oder fährst du weiter nach Ghana und bist dann da zu Hause? Ich habe lange überlegt. Dann habe ich gebucht, bin zum Flughafen, kam da an und habe den Boden geküsst.

Wann war das?

Das war so vor vierzehn Jahren ungefähr, ist also schon eine Weile her. Da habe ich gemerkt: So einfach ist das nicht. Und weil ich das ja wusste, habe ich im Film dann in Ghana nochmal Kindern auf der Straße die Frage gestellt: Bin ich eine Weiße oder eine Schwarze? Ich wusste, die werden sagen: Du bist eine Weiße. Ich wollte, dass die Leute mal sehen, wie das ist, dass ich für die Leute dort auch anders bin.

Und wie fühlt sich das an?

Das fühlt sich okay an. Der Präsident von Ghana hat auch einen weißen Vater und ist trotzdem Präsident geworden. Man muss da also nicht ganz schwarz sein. Ghana ist eigentlich ein sehr, sehr cooles Land. Kofi Annan, der frühere UN-Generalsekretär, kommt zum Beispiel aus Ghana, der ist ja wirklich ein Mann von Welt. Ghana war das erste Land, das aus dem Commonwealth ausgetreten ist, das erste Land, das wirklich die Chance hatte, afrikanische Politik zu machen. Es ist ganz, ganz positiv dort. Ich habe dort von Rassismus nichts gespürt oder gehört. Aber es gibt natürlich andere afrikanische Länder, wo es derzeit ein bisschen heiß hergeht. Gut, Probleme gibt es eben überall.

Vielleicht war es gut, dass sich die Ghanaer so schnell gelöst hatten von den Europäern?

Ja, die haben schon ein bisschen mehr Abstand. Außerdem gibt es dort nicht so viel Tourismus. Ich denke, die Lage in Kenia hat auch damit zu tun. Das ist immer schwierig.

Dass Sie ein bisschen weißer sind als die anderen, hat nichts ausgemacht?

Nee. Die Leute sind sehr neugierig gewesen, sind sehr offen und mit so viel menschlicher Wärme auf mich zugegangen. Ghanaer sind einerseits sehr weise, auf der anderen Seite können sie auch sehr kindlich sein. Das ist irgendwie ganz charmant und sehr schön. Und früher – das ist leider heute nicht mehr so – früher hatten die Frauen dort ganz stark das Sagen. Ich glaub’, das spürt man auch noch ein bisschen.

Keine Ressentiments gegen die Besucherin aus Deutschland?

Nein. Ich bin da ja auch mit meinem Kamerateam durch die Gegend gefahren. Und da kamen alle an und wollten alles Mögliche über mein Leben in Deutschland wissen. Natürlich ist dabei immer auch ein bisschen der Gedanke, dass sie vielleicht auch mal nach Deutschland kommen können.

Ist denn Ihre afrikanische Seite stärker geworden durch diese Reise, durch die Spurensuche dort, durch das Spirituelle, das Sie da erlebt haben?

Ja. Ich habe vieles kennen gelernt, was ich vor dem Wegfahren noch nicht ahnte. Man kann ja zu Hause nur übers Internet oder übers Telefon recherchieren. Wenn man da ankommt, ist dann doch wieder alles anders. Da merkt man, zum Beispiel, dass die Reise, die man geplant hat, von der einen Stadt zur anderen, die nur 200 Kilometer weit auseinander liegen, dass die dann halt nicht zwei Stunden dauert, so wie hier, sondern zwölf. Okay, gut, da ist dann ein Drehtag gestorben (Mo Asumang lacht). Es passieren dort auch viele Dinge, die so spannend sind, dass man einfach mit der Kamera dabei sein muss. So habe ich viele Dinge erlebt, von denen ich vorher nichts wusste. Das Wichtigste für mich war allerdings, dass ich mit meinem Vater dort vereint war. Mit meinem Vater habe ich nicht so viel Zeit in meinem Leben verbracht, meine Eltern haben sich getrennt, als ich zwei Jahre alt war. Es war also das erste Mal, das ich bewusst mit ihm zusammen war.

Und wie war’s?

Er war sehr stolz, dass er mir Afrika zeigen konnte. Für ihn ist es einfach sehr, sehr wichtig, dass er mir die Kultur weitergibt, die ghanaische Kultur. Dass das weiterlebt. Das kannte ich von meiner Mutter in Deutschland überhaupt nicht. Okay, ins Theater gehen und gute Bücher lesen, das hat sie schon forciert. Aber solche anderen Dinge, die mit den Wurzeln der Kultur zusammenhängen, das nicht. Matronen, Runen, solche Dinge, echte Ur-Kultur, davon weiß man in Deutschland nichts. Aber für meinen Vater war das sehr wichtig. Deshalb war das auch sehr emotional von der Seite meines Vaters. Ich glaube, dass dieser Rechtsradikalismus, den man immer so latent miterlebt – und mal auch nicht latent, mal ist man auch ganz stark betroffen – dass das dazu geführt hat, dass ich ein ziemlich schlechtes Bild hatte von Afrika. Ich hatte auch wenige schwarze Freunde, wenige afrikanische Freunde. Ich war da teilweise nicht so offen, weil Afrika für mich meistens auch mit Problemen behaftet war. Dazu kommt noch, dass das Bild, das wir von Afrika haben, geprägt ist von vielen Problemen. Das bisschen, was wir von Afrika im Fernsehen sehen, ist Krankheit, Armut, Krieg, Kindersoldaten. Dann kommst du da unten an am Flughafen und du fragst dich: Wo bin ich hier eigentlich? Das ist doch gar nicht das, was ich erwartet hatte? Und das ist so schön, so positiv. Das hat Afrika bei mir erst mal richtig aktiviert. Vorher war das gar nicht da. Dafür bin ich sehr dankbar. Vielen Dank an die Rechtsradikalen!

Einem Neonazi haben Sie ja aus Afrika sogar eine Dankeskarte geschickt.

Ja, genau. Das sieht man auch im Film, da habe ich das an einer Stelle umgesetzt. Ich habe dem Marcel aus der JVA Wriezen eine Karte geschickt und geschrieben: „Ich habe viel über unser Gespräch nachgedacht. Ich bin jetzt in Afrika. Danke für den Tipp!“

Im Film gibt es auch diese emotionale Szene, in der Sie mit Ihrem Vater am Strand sitzen und er sagt: Du kannst beides sein, wenn Du willst: Deutsche und Ghanaerin. Können Sie das: Beides sein?

Ja.

Muss man da im Kopf hin und her wechseln? Oder verzahnen sich die Wurzeln?

Also, als er mir das gesagt hat... (Mo Asumang zögert)

...haben Sie’s nicht geglaubt...

Ich hab’s nicht kapiert. Ich hab’s einfach nicht kapiert. Es ist komisch, manchmal muss man Sachen tausend Mal hören, bis man’s kapiert. Und tausend Mal hab’ ich’s bestimmt auch gehört, weil ich den Film auch geschnitten habe mit meinen beiden Cutterinnen, die ganz fantastische Arbeit geleistet haben. Ich habe es in dem Moment dort unten nicht kapiert. Ich habe nur zugehört. Erst ganz langsam habe ich es verstanden. Das kam dann irgendwann, eigentlich erst nach dem Dreh. Im Schnitt, in der Nachbearbeitung, in Gesprächen mit Leuten, bei einer Podiumsdiskussion... Ganz langsam kam das. Vorher war es einfach nur ein Satz. Und jetzt ist es ... Leben. Schön ist das.

Und es funktioniert?

Das funktioniert. Und es ist total toll. (Mo Asumang streckt jubelnd die Arme in die Luft.) Man muss sich nämlich nicht für das eine oder andere entscheiden, man kann aus beiden Kulturen schöpfen.

Kennen Sie eigentlich den Film von Arabella Kiesbauer, die ja Ähnliches erlebt hat.

Sie hat ein Buch geschrieben, oder? Von einem Film wusste ich nichts.

Sie hat ja auch einen ghanaischen Vater, den sie nie kennen gelernt hat. Und sie macht sich auch auf, in Ghana ihre Wurzeln zu suchen.

Das machen viele, dass sie ihre Wurzeln suchen. Das Besondere ist halt, dass ich die Wurzeln auch in Deutschland gesucht habe, denn das machen die meisten nicht.

Sind die Wurzeln in Ghana leichter zu finden, liegen sie offener, ist das Spirituelle, das über viele Generationen hinweg Tradierte leichter zugänglich?

Nein, ich glaube die Wurzelsuche dort hat eher damit zu tun, dass man hier das Gefühl bekommt, man sei hier nicht richtig zu Hause. Also ich hatte das Gefühl, ich bin zwar eine Deutsche, aber ich bin eine schwarze Deutsche. Das heißt: Ich gehöre dazu, aber irgendwie auch nicht. Wenn man so denkt, ist es naheliegend, dass man die Wurzeln woanders sucht. Dass dann plötzlich der Gedanke kam, auch hier Wurzeln zu suchen, das hat mich total überrascht. Das kam eigentlich über Ghana, wo man mir bei unserem Besuch im Norden des Landes von Heiligen Hainen erzählte.

Das stand also vorher nicht im Drehbuch, diese Suche nach den Wurzeln der Deutschen?

Ich war vorher schon bei den Externsteinen, doch. Und ich hatte da schon gemerkt: Moment mal, das ist doch Afrika (Mo Asumang lacht). Ich fand es einfach super spannend, die Verbindung zwischen Deutschland und Ghana zu finden. Andere Leute könnten vielleicht zwischen Deutschland und Indien eine Verbindung finden. Oder zwischen Deutschland und der Türkei. Da gibt es bestimmt auch Dinge, die sich ähneln. Wenn ich hier in Deutschland suche, bedeutet das natürlich auch, dass ich damit mitteilen will: Ich gehöre dazu. Viele Amerikaner zum Beispiel suchen ihre Wurzeln in Afrika und manchmal werden die dabei auch etwas extremer und fühlen sich wie Afrikaner, obwohl sie in einem anderen Land leben. Da ist es eigentlich schon vorprogrammiert, dass man sich nur halb fühlt. Das ist doch sehr schade, denn man kann auch aus beidem schöpfen.

Das wäre ja das Ziel der Neonazis, dass Sie Ihre Wurzeln hier nicht finden, sondern nur in Afrika. Das würde deren These bestätigen, dass Sie hier nicht hergehören.

Genau, das würde heißen, dass ich doch keine Deutsche bin. Aber so war es nicht. Überhaupt nicht.

Sie haben das auch als optisches Statement klargemacht, mit einem Foto-Shooting im Brünhild-Kostüm...

Na, das war sowieso ein Ding.

Da kriegen die Rechtsradikalen ihre angeblichen Wurzeln also rechts und links um die Ohren.

Na klar, das war ein Ding mit ´nem Pfiff. Es war meine erste Reaktion auf den Song dieser Neonazi-Band. Das war 2003. Da habe ich mir überlegt: Ich muss und ich will jetzt darstellen, dass ich dazugehöre. Ich habe hin und her überlegt, wie ich das am besten ausdrücken kann. Da kam mir das Bild von dieser Brünhild und ich dachte: Das ist doch nordisch. Ich habe mir ein Kostüm ausgeliehen im Fundus in Babelsberg, da wo die Filme gedreht werden,  und... Also, das war überhaupt sehr witzig, weil die gefragt haben, wozu ich das Brünhilde-Kostüm bräuchte. Und meine Antwort war: Für mich. Da war natürlich großes Gelächter. Aber: Das hat für mich in dem Moment schon funktioniert. Es sollte auch ein bisschen witzig sein, ein bisschen auch Karikatur. Aber es hat für mich in dem Moment funktioniert, weil ich damit natürlich auch ein Statement abgegeben habe. Und der Name „Roots Germania“ war auch schon immer mein Arbeitstitel für den Film, weil das ein gutes Bild ist und man schon sieht, wo es hingeht.

Sie zeigen Ihren Film oft vor Schülern. Ist Ihnen die Arbeit mit jungen Leuten besonders wichtig?

Das ist etwas, was ich mir schon Anfang an gewünscht habe. Ich wollte mit dem Film tingeln und ich finde es fantastisch, dass das jetzt alles tatsächlich so klappt. Das ist schon irre.

Wie oft sind Sie denn unterwegs mit dem Film?

Ach, schon ziemlich oft. Also „Roots Germania“ lief im November zum ersten Mal im ZDF. Dann ging das eigentlich los. Seither war ich an vielen Orten und in Schulen mit dem Film, sogar an einer Polizeihochschule vor 300 Polizisten aus ganz Sachsen-Anhalt. Das war der Hit. Super.

Wie ist denn das Feedback bei den Schülern?

Die denken sehr lösungsorientiert. Da geht es darum, wie man seine Angst bewältigen kann. Und sie fragen sich: Wie kann ich mit dieser Angst umgehen? Weil sie auch Angst haben und das Empfinden: Rechtsradikalismus ist für mich gefährlich. Sie fragen sich: Was kann ich eigentlich tun? Darum dreht es sich meistens.

Die Rechtsradikalen ziehen ihre Kraft aus der Angst, oder? Wenn die Menschen keine Angst mehr vor ihnen haben, haben sie auch keine Macht mehr.

Genau. Und die Schüler überlegen sich, wie sie dagegen angehen können. Darüber sprechen wir. Natürlich sollten Schüler nicht auf eine Nazi-Demo gehen und sich den Rechten da entgegenstellen, jedenfalls nicht alleine. Das ist schon mal klar, das ist eben jetzt mein Weg. Aber Schüler können sich für sich und ihre Klasse und ihre Schule eigene Lösungen überlegen. Jeder muss wissen, wie stark er ist. Man darf sich auch nicht überschätzen. Manch einer hat vielleicht ein absolutes Talent zu schreiben, dann schreibt er eben für die Schülerzeitung darüber. Ein anderer kann sehr gut kommunizieren und Leute zusammenbringen. Der kann vielleicht jemanden, der rechtes Gedankengut hat, mit jemandem zusammenbringen, der eine Idee hat, wie der da wieder rauskommt. Jeder hat Möglichkeiten. Es ist mir sehr wichtig, dass ich den Schülern auch sage, dass man seinen eigenen Weg finden muss.

Was wollen die jungen Leute noch von Ihnen wissen?

Oft sprechen wir auch über Geschichte, wobei da immer ganz klar ist, dass sie über die Wurzeln der Deutschen in Verbindung mit den anderen Kulturen nichts wissen, gar nichts. Aber sie möchten gerne mehr wissen und finden es eigentlich immer sehr schade, dass man nicht so frei damit umgehen kann.

Weil das durch die Nazis schon so mit Negativem belastet ist?

Genau, ja. Das ist im Übrigen auch der Punkt, wo die Rechtsradikalen ansetzen, wenn sie fragen: Bist Du denn überhaupt ein richtiger Deutscher, weißt du überhaupt, wo die Wurzeln der Deutschen liegen? Dann sagt das Kind: Nö, weiß ich nicht. Und der Rechtsradikale erzählt dann irgendetwas, das total verfremdet ist, das falsch ist, das in eine nationale Ecke gedrängt wird. Und schon hat er die Person gekrallt und rübergezogen. Wenn die jungen Leute schon etwas darüber wüßten, dann könnte das so nicht mehr passieren. Also ist Aufklärung das Ziel, finde ich.

Aufklärung über die Wurzeln?

Ja. Ich denke, es ist wichtig, dass man die Wurzeln eben nicht abschneidet von den anderen Kulturen, sondern sie miteinander verbindet. Wenn man das macht, dann lernt man auch über die anderen Kulturen was. So, wie ich aus beiden Kulturen schöpfen kann. Denn das gehört nicht in diese blöde Tabu-Ecke, sondern ist eigentlich etwas sehr Schönes, das man ganz normal leben kann. Dem wieder Normalität zu geben, das wird der Weg sein.

Im Film spricht ja auch ein Germanen-Kenner darüber, dass man das alte Wissen nicht vergessen oder verdammen dürfe, nur weil es ein Mal missbraucht worden sei.

Genau. Man muss die Wahrheit darüber erzählen. Und man muss für neue Bilder sorgen. Unsere Bilder über das Germanentum stammen zum größten Teil aus der Nazi-Zeit. Wer unbelastet über das Thema sprechen will, muss neue Bilder finden. Ein anderes Beispiel sind die Runen. Die rechte Szene benutzt manche Runen für ihre Zwecke, missbraucht sie. Für mich sind die Runen aber etwas Schönes, weil sie eine spirituelle Bedeutung haben. Zum Beispiel gibt es die Rune Berkana, die sieht aus wie ein „B“, bloß ein bisschen eckig. Das ist die Rune für die Mutter Erde. Und da kann doch eigentlich nicht viel falsch dran sein. Ich denke, wenn die Lebens-Rune verboten werden muss, nur weil die Rechtsradikalen das missbrauchen, dann läuft doch irgendwas falsch.

Ein großer Sprung jetzt, aber es geht immer noch um Toleranz: Sie haben ja eine Zeit lang auch als Synchronsprecherin gearbeitet bei der Nachfolge-Serie vom  „Raumschiff Enterprise“...

(Mo Asumang lacht laut auf.)

...und dem Erfinder der Serie, Gene Roddenberry, ging es doch von Anfang an darum, etwas Neuem, Unbekannten zuallererst mit Toleranz und Offenheit zu begegnen. Denn die Aliens waren ja nicht per se die Bösen, sondern eine Herausforderung für die eigenen Werte.

Das stimmt.

Kommt das rüber, wenn man die Texte synchronisiert?

Mmmh, da habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich war bei der Serie „Star Trek: Raumschiff Voyager“ ja Ensign Seska, eine Kardasianerin. Und bei „Voyager“ sind sowieso alle irgendwie „anders“. Aber es gibt immer die große Gemeinschaft und alle versuchen, in dieser Gemeinschaft zusammen zu kommen. Und das versuchen wir auf dieser Welt auch. So gesehen ist die Serie auch für heute ziemlich aktuell.

Also Zeitsprung zurück aus dem Jahr 2371 ins Jahr 2008: Präsidentschaftswahlen in den USA.

Oh, yes.

Ein Schwarzer und eine Frau bewerben sich und könnten es schaffen. Noch besser würde Ihnen vermutlich eine schwarze Frau gefallen, das sehe ich schon ein...

(Mo Asumang lacht.)

Wie sehen Sie diese Vorwahlen: Ist das der Dammbruch in der westlichen Welt für ein neues Denken?

Ja, das ist ein fantastisches Zeichen. Erstens eine Frau, die wirklich sehr viel Erfahrung mit Politik hat, auch über ihren Mann natürlich. Es ist fantastisch, dass sich die Amerikaner das überhaupt jetzt vorstellen können. Das ist schon mal ein ganz großer Schritt. Genauso, dass sie sich vorstellen können – und das zeigen ja auch die Zahlen – dass ein schwarzer Amerikaner das Land regieren kann. Auch das ist ein Riesen-Schritt. Es zeigt natürlich auch, wie enttäuscht sie sind von ihrem jetzigen Präsidenten. Es ist eigentlich nur eine logische Konsequenz, dass man dann etwas Besseres sucht.

Die Enttäuschung hätte sich ja auch in einem weißen Kandidaten kanalisieren können...

Ja, aber die müssen wohl schon sehr enttäuscht sein. Und der Barack Obama hat ja Wurzeln in Afrika, also direkt in Kenia. Das ist ja auch spannend. Also: In meinem Film ist beides drin, das Thema Afrika und schwarz, aber auch das Thema Frauen. Egal wie’s ausgeht, für mich wäre beides gut (Mo Asumang lacht).

Wie geht Ihre Karriere weiter? Regisseurin, Autorin, Dokumentarfilmerin? Oder gar wieder so etwas wie „Liebe Sünde“?

Also, ich weiß nicht, ein Erotik-Magazin ist momentan nicht so aktuell. Nein, eher Dokumentarfilmerin. Eher das Thema Afrika. Ich bin da gerade an einem neuen Projekt und hoffe, dass es klappt.

Dann wünschen wir dazu viel Erfolg.

Danke.

Interview: Rainer Maier

Weitere Fotos von den "Roots Germania"-Veranstaltungen in Wunsiedel finden Sie in unserer Bildergalerie:

    
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IMG_4586i.jpg
IMG_4587i.jpg
IMG_4583a.jpg
Mo Asumang in Wunsiedel
Wunsiedel
12.03.2008
    

    
    

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