zuletzt bearbeitet: 08.07.2011 12:06 Uhr
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Es wird gepowert bei den Jazztagen
Vom 5. bis 12. Oktober stehen international bekannte Künstler in Hof auf der Bühne
Die 3. Hofer Jazztage stehen ins Haus – und Frankenpost-Chefredakteur Hans Pirthauer stillte bei einer Pressekonferenz die Neugierde wissensdurstiger Journalisten und Fernsehleute, das Programm betreffend.
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"Hof konkret" kämpft für die Kultur -
Erwarten heuer noch weit mehr Besucher als im letzten Jahr: Frankenpost-Chefredakteur Hans Pirthauer (links) und Ado Schlier vom Bayerischen Rundfunk bei der Pressekonferenz. Foto: Busl -
Ein Highlight wird der Auftritt der Swingle Singers (Bild) gemeinsam mit den Hofer Symphonikern und Banda do Patio am Sonntag, 5. Oktober, um 19 Uhr sein.pr
Mit Genugtuung konnten beide feststellen, dass die Hofer Jazztage bereits ein Begriff sind. Nicht nur, dass sich Tausende Besucher an die bisherigen Konzerte erinnern, auch genügend Sponsoren konnten mit ins Boot geholt werden, allen voran „Oberfranken offensiv“ und die Oberfrankenstiftung sowie eine ganze Reihe namhafter Firmen der Region.
Mit am Tisch saßen Dr. Gisela Strunz, Vorsitzende des Hofer Kulturkreises, und ihre Mitstreiterin Annie Sauerwein. Der Kulturverein fungiert als Veranstalter der 3. Hofer Jazztage in Zusammenarbeit mit der Frankenpost. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Kulturprogramm in Hof, das schon heute recht vielseitig und attraktiv ist, noch zu erweitern“, so Strunz, die als Stadträtin auch dem Kulturbeirat angehört. „Und da die Stadt Hof kein Geld hat, sind wir als Veranstalter bei den Jazztagen eingestiegen. Wir wollen tun, was in unserer Macht steht.“ Und Werner Mergner fügt hinzu: „Uns ist wichtig, dass die Jazztage eine feste Einrichtung im Hofer Kulturleben werden – der Region zuliebe.“
Tatsächlich braucht das Programm keinen Vergleich mit dem anderer Jazz-Festivals zu scheuen, selbst wenn man das Kulturprogramm von Großstädten als Maßstab heranzieht. Bekannte Namen mit großem Unterhaltungswert tauchen da auf: Max Greger, Swingle Singers – übrigens in Verbindung mit den Hofer Symphonikern und „Banda do Patio“ –, Barrelhouse Jazzband, Axel Zwingenberger.
Dabei wird der Begriff „Jazz“ nicht eng gesehen. Hatte man schon im Vorjahr etwa mit Giora Feidman und „Quadro Nuevo“ Künstler engagiert, die den Begriff „Jazz“ hin zur Weltmusik und sogar zur Volksmusik erweitern, wird das Publikum heuer unter dem Motto „Die vier Temperamente“ eingeladen, sich mit besonderen Facetten des Jazz‘ auseinanderzusetzen. Mit Heinz Rudolf Kunze und Manfred Krug werden zwei Sänger zu erleben sein, die sich auch als Schriftsteller und Schauspieler einen Namen gemacht haben. Die Akkordeonistin Lydie Auvray fasziniert auch Musikinteressierte fernab der Jazzszene, ebenso „Aluna“, die sich mit Saiteninstrumenten und Gesang durch die unterschiedlichsten Musikstile „zappen“ und ihnen ihren Stempel aufdrücken.
„Thema wird auch das Jazzleben in der ehemaligen DDR sein“, verrät Ado Schlier. Außer Manfred Krug – „einem sehr eigenwilligen Herrn“ – ist die Jazz- und Soul-Sängerin Uschi Brüning mit von der Partie, in Ostdeutschland eine Legende wie auch Ernst Ludwig Petrowsky, Mitinitiator von „Studio IV“, mit dem zusammen sie „Die Genossen Jazzer“ vorstellt. Bierjazz mit „Allotria“, authentischen Gospelsound mit „Big Mama and the Golden Six“, Jazz für Kinder mit dem „Panama-Ensemble“ und die Jazzfilm-Nacht sind weitere Anziehungspunkte im Programm. Veranstaltungsorte sind Freiheitshalle, Bürgergesellschaft, Theater Hof, Johanniskirche und Central-Kino.
„Wir bevorzugen Musiker und Gruppen aus dem deutschsprachigen Raum“, betont Ado Schlier und bestätigt, dass er von den Künstlern, die bisher bei den Hofer Jazztagen aufgetreten sind, nur positive Resonanz bekommen habe: „Die fühlen sich hier wohl!“
Von den Journalisten auf die Entstehungsgeschichte des Festivals angesprochen, erinnert sich Werner Mergner daran, wie ihm Chefredakteur Hans Pirthauer, der zuvor in Erding schon einiges in Sachen Jazz losgemacht habe, von dieser Musik und ihren Interpreten vorgeschwärmt habe. Zwar gebe es in der Region durchaus eine Jazz-Szene und auch Konzerte, doch „nichts, was die Massen bewegt“. Mit Ado Schlier habe Pirthauer dann einen besonderen Trumpf aus dem Ärmel gezaubert. Er habe die Kontakte und könne die Künstler auch für das Projekt gewinnen.
Ob die Hofer Jazztage auch künftig im Oktober stattfinden werden, wollen die Journalisten wissen. Und die Veranstalter erklären, dass es gar nicht so leicht sei, einen passenden Termin zu finden, da man nicht ins Gehege kommen wolle mit den Internationalen Hofer Filmtagen, die Ende Oktober stattfinden, und anderen Events der Region. Auch sei die Freiheitshalle um diese Zeit oft schon belegt. Wie das denn werde, wenn dieser Veranstaltungsort im nächsten Jahr wegen Umbauarbeiten geschlossen ist? „Darüber machen wir uns bereits Gedanken“, so die Veranstalter. „Fest steht: Die 4. Hofer Jazztage wird es geben!“
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