zuletzt bearbeitet: 08.07.2011 09:58 Uhr
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Mit Fakten gegen die Vorbehalte
Aufklärung | Die Förderer der Villa Europa laden die Anwohner zum Gespräch. Den Sorgen begegnen sie mit Informationen.
Hof - Der KulturKreis und die Fördergesellschaft sind auf Aufklärungs-Mission: Bis zum Beginn der Bauarbeiten an der Münch-Ferber-Villa ist es nicht mehr lange hin, im April sollen die ersten Handwerker loslegen - da ist es den Initiatoren wichtig, allen alle Informationen zukommen zu lassen. Am Mittwochabend hat die Fördergesellschaft Münch-Ferber-Villa alle Anwohner zu einer gesonderten Informationsveranstaltung geladen, der dritten seit Projektstart. 57 Hofer - davon 28 Anlieger - hatten kürzlich einen Beschwerdebrief unterzeichnet; sie alle waren jetzt zum Gespräch gebeten.
Von den Geladenen sind nicht viele gekommen: 16 Gäste zählen die Veranstalter, dazu ebenso viele KulturKreis- und Stadtratsmitglieder. Nach einigen allgemeinen Informationen von KulturKreis-Vorsitzender Dr. Gisela Strunz und dem Vorsitzenden des Fördergesellschafts-Beirats, Jochen Auffhammer, wollen die Nachbarn viele Fragen loswerden.
Nicht alle davon bekommen sie auch beantwortet, einige planerische Details können jetzt noch nicht genannt werden. So spaltet sich die Nachbarschaft auch nach dem Versöhnungs-Versuch in drei Teile: Die einen freuen sich darauf, dass sie von einem optischen Ärgernis befreit werden; die anderen machen sich Sorgen, dass durch Baustelle und Veranstaltungen ihre Lebensqualität leidet; und wieder andere, einige wenige nur, schimpfen auf den geplanten Pavillon und auf die Parkplatz-Situation. So geht es bisweilen ziemlich emotional zu bei der Gesprächsrunde - was aber stehen bleiben soll, sind die sachlichen Informationen. Hier einige der Fragen und Antworten vom Mittwoch:
Wie sieht die Parkplatz-Situation rund um die Villa aus?
In der Münch-Ferber-Straße befinden sich derzeit 15 ausgewiesene Parkflächen. Nach Beobachtungen der Anwohner aber parken tagsüber bis zu 25 Fahrzeuge in der engen Straße. An Tagen, an denen Veranstaltungen in der Villa oder dem angrenzenden Pavillon stattfinden sollen, fürchten die Anwohner um ihre Stellplätze und vor allem darum, dass es zum regelmäßigen Verkehrschaos kommt.
Walter Popp vom Bauamt, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Gisela Strunz und Jochen Auffhammer erklären einzeln und gebündelt, wie es aussieht mit dem Parken: Der Bauplan schreibt die Einrichtung von 28 Stellplätzen vor. Die werden am Parkplatz Schießhäuschen angemietet, der Fußpfad zur Villa wird verbreitert. Und ob das für alle Besucher einer Veranstaltung reicht oder nicht: Mehr Parkplätze gibt's nicht. Im Gegenteil: In der Münch-Ferber-Straße soll dann Halteverbot gelten, nur die Anwohner erhalten einen Parkausweis.
Welche Nutzer ziehen in die Villa ein?
Die Initiatoren der Rettungsaktion befinden sich, laut Jochen Auffhammer, in Gesprächen mit potenziellen und potenten Nutzern. Drei Gruppierungen hätten Interesse bekundet, deren Namen allerdings erst nach einem Vertragsabschluss genannt werden kann. So viel schon: Es handelt sich um Organisationen aus dem Umwelt- und Gesundheitsbereich.
Wie viele und welche Art von Veranstaltungen sollen in der Villa Europa stattfinden?
"Büro-ähnlichen Betrieb und Forschung" nennt Gisela Strunz als Normal-Nutzung, dazu Seminare, Tagungen und Besprechungen. "Hier soll viel passieren, was leise abläuft und nicht viele Menschen anzieht." Allerdings: Der Pavillon neben dem Gebäude, der für 120 Gäste konzipiert ist, darf zehn Mal im Jahr für Veranstaltungen genutzt werden. Die sollen keine Konkurrenz zu BG, Stein oder den Räumlichkeiten von Max und Herpich darstellen, machen die Initiatoren klar. "Doch es sollen auch Veranstaltungen sein, die Leben in dieses Gebäude bringen", betont der Oberbürgermeister.
Warum braucht es den Pavillon und wie soll er aussehen?
Den Bau des 217 Quadratmeter großen Pavillons gleich neben der Villa hat der Denkmalschutz explizit empfohlen. Er ist nur um 20 Zentimeter höher als die Fertiggarage, die derzeit auf dieser Fläche steht. Der Bau, der an zwei Seiten aus Mauerwerk und an zweien aus Glas besteht und die optische Struktur des Villa-Gemäuers aufnimmt, ist ein Muss für Veranstalter - er bietet den einzigen Raum für größere Zusammenkünfte, Begrüßungen und Empfänge. Auffhammer: "Die potenziellen Nutzer sagen: Entweder mit Pavillon oder gar nicht." Immerhin seien es die Nutzer, die für die etwa 60 000 Euro Unterhaltskosten im Jahr aufkommen müssen.
Eine Handhabe, die Sanierung zu verhindern, haben die Anwohner nicht. Im Frühjahr soll der Bau beginnen, Ende 2011 soll er abgeschlossen sein. Nichtsdestotrotz suche die Stadt weiterhin den Dialog, betont Harald Fichtner. "Wir werden Lösungen finden."
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Die neuesten Kommentare
...von frankedanke am 14.02.2010 22:48die nachbarschaft teilt sich in drei teile auf, interressant, komisch das keiner meiner nachbarn dem bau positiv gegenüber steht? erzählen die anwohner der zeitung wohl was anderes wie ihren nachbarn? oder erzählt die zeitung was anderes als sie hörte?!? |
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...von frankedanke am 14.02.2010 22:46allein die überschrift des artikels ist eine frechheit! ich war als anwohner der ferber straße bei dieser "präsentation" von fakten kann man nciht sprechen, investoren sind wie üblich namentlich noch nicht spruchreif, man gibt aber sein wort uns am 18.4 mit namen zu versorgen, soso. weitere fakten, man spricht vom insgesamt ~250 sitzplätzen (villa+anbau) angesetzt sind dafür 28(!!) parkplätze. für 10 veranstaltungen pro jahr baut man diesen schmucken pavillon... klar wir haben ja nix anderes leer stehendes. ich sehs kommen villa renoviert, und dann kann sie wieder schönv erfallen, wie der theresienstein, danke hof wieder mal toll gemacht! |
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die Münch-Ferber Strassevon ratio am 12.02.2010 10:22ist an sich schon eine Krasse Fehlplanung., Auch sowas wurde irgendwann mal geplant und genehmigt. Das Chaos kann jeder sofort Besichtigen. Damit nicht genug. Es gibt nichts, das in Hof nicht noch verschlimmert werden könnte. Wenn nämlich 120 Gäste des Pavillons parken wollen.Oder stellen die alle ihre Autos am Krematorium ab und kommen mit dem Bus?? Esdarf gelacht werden.Für diesen Schrotthaufen werden 3,5 Mios aufgetrieben, für Strassenreparatur, schneeräumung in der Altstadt(gute Stube von Hof)ist keine Kohle da. Man profiliert sich durch Scheingefechte auf Nebenkriegsschauplätzen um vom Versagen in essentiellen Sachen abzulenken. Home of Flops, der nächste Akt. |
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