zuletzt bearbeitet: 08.07.2011 09:58 Uhr
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Das Juwel soll wieder glänzen
Sanierung | Architekt Peter Brückner informiert über seine Pläne. Er will dem Haus „Leben und Seele“ zurückgeben – so authentisch wie möglich. Mit den Arbeiten wird bald begonnen.
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So sieht die Villa auf den Plänen aus (links), so präsentiert sie sich derzeit (rechts). Ein Schmuckstück soll sie bald wieder sein. Montage: Mrasek -
Architekt Peter Brückner (links) und Jochen Auffhammer von der Fördergesellschaft erläutern den geplanten Ausbau der Münch-Ferber-Villa. Foto: Ernst Sammer
Hof - Jetzt, da das Nutzungskonzept steht, wird der Ausbau der Münch-Ferber-Villa zum "Forum Gesundheit" mit aller Kraft nach vorn getrieben. Die Ausschreibungen sind gelaufen, die wichtigsten Gewerke bereits vergeben.
"Wir sind auf einem sehr guten Weg", versichert Architekt Peter Brückner, der bei einer Informationsveranstaltung im Museum "Bayerisches Vogtland" interessierten Bürgern seine Pläne vorstellt. Zufriedenes Gemurmel erfüllt den Saal, als er erwähnt, dass 80 bis 90 Prozent der Arbeiten an Firmen aus der näheren Umgebung vergeben werden sollen. "Wir werden jetzt durcharbeiten, damit das Projekt nächstes Jahr abgeschlossen werden kann."
Schmucke Details
Für Brückner ist die Münch-Ferber-Villa ein Juwel, "ein Haus mit Seele". Diese wolle er dem Gebäude zurückgeben.
Dass es sich wirklich lohnt, die Villa zu erhalten, zeigen Lichtbilder, die auf der Projektionsfläche in ständigem Wechsel ablaufen. Sie zeigen das Gebäude von innen und außen, so wie es sich derzeit präsentiert. Alte Pläne und dekorative Elemente zeugen von vergangener Pracht und Herrlichkeit.
Peter Brückner schwärmt von der Geometrie des Hauses, vom weitläufigen Treppenhaus, das den Mittelpunkt bildet, und von den zentriert angeordneten Räumen, die vielfältig genutzt werden könnten. Dann gebe es noch jede Menge schmucker Details, vom kunstvoll gestalteten Treppengeländer bis zu den klassizistischen Türbögen.
Schließlich geht der Architekt auf seine Planung ein. Der Gebäudegrundriss bleibe erhalten. Daher wolle man - dies fordere auch das Amt für Denkmalpflege - ein zweites Gebäude errichten, in dem bis zu 120 Leute Platz finden. Dieser gläserne "Pavillon" werde sich optisch deutlich unterordnen und die schöne alte Rotbuche im Wechsel der Jahreszeiten spiegeln.
Man strebe eine energetische Nutzung an, um die Kosten niedrig zu halten. Die zwei Terrassen und Balkone, auch die Treppenanlage im Park samt Gusseisen-Konstruktion blieben erhalten. Letztere sei derzeit eingelagert.
"Die Balkone ermöglichen ein Brandschutzkonzept, das Sicherheit garantiert und bauliches Ambiente schont", so Brückner, der in diesem Zusammenhang der Stadt Hof und der Regierung von Oberfranken für die gute Zusammenarbeit dankt.
Fenster und Türen sollen ebenfalls in altem Glanz erstrahlen. Glücklicherweise habe man noch einige alte Exemplare aufgetrieben. "Wir bemühen uns um Authentizität", betont der Architekt. Auch der alte Farbkanon sei teilweise in die Planung mit einbezogen worden. Die Dielenböden seien einfach gehalten, passten aber gut zum Charakter des Hauses.
Park kann erweitert werden
"Schade, dass noch nicht der gesamte Park zur Verfügung steht", bedauert Peter Brückner. "Wichtig wäre, dass die Grundstücke nicht bebaut werden." Im Übrigen seien die eineinhalb Jahre der Planung spannend verlaufen. "Besonders schön finde ich, dass es eine positive Bürgerbewegung gegeben hat."
Wenig Fragen sind offen geblieben, zumindest haben sich am Ende der Informationsveranstaltung im Museum nur zwei Bürger zu Wort gemeldet. Ob es nun gar keine kulturelle Nutzung der Münch-Ferber-Villa mehr geben werde, wollte man wissen. Und wie hoch der Kaufpreis gewesen sei.
Jochen Auffhammer erklärte, dass man angesichts der Tatsache, dass die Freiheitshalle erneuert wird und auch noch andere Veranstaltungsorte zur Verfügung stehen, "Gegenwind" verspürt habe. Auch für ein Jugendtheater sei die Villa wohl nicht der richtige Ort. "Aber hier werden viele interessante Veranstaltungen stattfinden", so Auffhammer. Allerdings: Um 22 Uhr müsse Ruhe sein, das habe man den Anwohnern versprochen.
Das "Forum Gesundheit" werde weit über die Grenzen hinaus Bedeutung erlangen, "vielleicht sogar weltweit". Die vier Gesellschafter - Sana-Klinikum, Alexander-von-Humboldt-Klinik, "MedPrevent" und die Hochfranken-Kliniken - vereinten schulmedizinisches Wissen mit einer Medizin, die keine Scheuklappen kenne. "Eigentlich könnten wir sofort anfangen." Die Kosten seien auf fünf Jahre abgedeckt. Dafür bedankte sich vor allem Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, der auf ein baldiges Richtfest hofft.
Was den Kaufpreis betrifft, so wollte Dr. Gisela Strunz nur sagen, dass man mit dem Insolvenzverwalter einen Preis ausgehandelt habe, der niedriger liege als der Grundstückswert. Immerhin gehörten zur Villa 3000 Quadratmeter Grund. Die beiden Nachbargrundstücke seien im Besitz der Textilgruppe und einer privaten Familie.
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»Alle 12 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
Scheingefechte auf Nebenkriegsschauplätzenvon ratio am 21.05.2010 09:12zu führen ist die Kernkompetenz des Journalismus.Ob die Villa gesprengt oder renoviert wird ist für die Entwicklung der Stadt und der Region völlig irrelevant. Fakt ist, dass die Stadt jährlich fünfhundert Einwohner verliert, davon 250 durch Geburtendefizit und 250 durch Flucht vor der Stadtverwaltung.Macht in zehn Jahren fünftausend Menschen weniger. Wie dann ein Theater, ein Hallenbad, ein ÖPNV finanzierbar sind, ist die Kernfrage, nicht die Profilneurose des Kulturvereins. |
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Das kennen wir ja von der Politik ...von unbekannt am 22.05.2010 07:24... das man mit Nebensächlichkeiten von den wahren Problemen ablenkt: Das statistische Landesamt berechnet bis 2028 einen Bevölkerungsrückgang für die Stadt Hof von mehr als 14 Prozent, und diese Zahl wird wahrscheinlich auch schön gerechnet sein und in der Realität noch dramataischer sein. Der Landkreis Wunsiedel soll bis dahin gar mehr als 21 Prozent Einwohner verlieren ! Oberfranken stirbt aus, stattdessen wird millionenschwer an alten Villen herumoperiert. Es hätte sinnvollere Möglichkeiten zur Verwendung überschüssigen Geldes gegeben (sofern es überschüssiges Geld gibt!). |
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...von frankedanke am 20.05.2010 23:10finde das alles auch etwas merkwürdig, zumal die zukünftigen betreiber nur für die nächsten 5 jahre für kosten aufkommen werden, so sind klinikum und co. fein raus wenn in 5 jahren niemand zu ihren schulungen(etc) kommt hat die stadt das ding wieder am bein hängen. ich glaube kaum das in 5 jahren auf einmal geld da ist um das gebäude am laufen zu halten, nachdem die stadt jetzt ja schon betteln gehen muss um ein paar groschen zusammenzubekommen. in 5 jahren haben wir dann ne pizzeria oder n bordell drin... harren wir der dinge die da kommen |
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Hab ich doch schonvon unbekannt am 20.05.2010 23:32vor Monaten angekündigt! In ein paar Jahren kaufe ich den Klotz für einen "Apfel und Ei", dann wird das erste Hofer Laufhaus draus gemacht! Ich bin gedultig! |
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