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Reise durch die Erdgeschichte

Die Schüler des CVG haben den Weg festgelegt, auf dem ihr neuer Geo-Lehrpfad verlaufen soll. In der malerischen Landschaft zwischen Trebgast und Feuln gibt es jede Menge zu entdecken.

Von Stefan Linß
  • Mit der schönen Natur rund um Trebgast sind die Elftklässler des P-Seminars Geografie mittlerweile bestens vertraut. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Markus Lagnier (links) und Bürgermeister Werner Diersch (rechts) erkunden sie die geologischen Besonderheiten. 	Foto: Linß Mit der schönen Natur rund um Trebgast sind die Elftklässler des P-Seminars Geografie mittlerweile bestens vertraut. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Markus Lagnier (links) und Bürgermeister Werner Diersch (rechts) erkunden sie die geologischen Besonderheiten. Foto: Linß
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Trebgast - Sieben Stationen werden von Trebgast aus durch das schöne Tal bis zu den Anhöhen am Steinbruch von Feuln auf die geologischen Besonderheiten der dortigen Bruchschollenzone hinweisen. Die Schüler der elften Klasse des Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasiums sind in ihrem Praxis-Seminar in den vergangenen Monaten gut vorangekommen und wollen im Herbst den Geografie-Lehrpfad eröffnen.

An der ersten Station des Weges, der Trebgaster Schule, wird eine große Hinweistafel über die geologischen Besonderheiten rund um den Lehrpfad informieren. Ansonsten verzichten die Elftklässler darauf, die Natur mit großen Schildern vollzustellen. An jeder Station wird nur eine kleine rote Markierung in Kniehöhe den jeweiligen Punkt anzeigen. Eine Zahl auf dem Schildchen verweist dann auf das entsprechende Kapitel in einer Broschüre, die den Lehrpfadbesuchern an die Hand gegeben wird.

Die reich bebilderten Broschüren sind so gut wie fertig. Sie liegen nach der Eröffnung des Geografie-Lehrpfades an mehreren öffentlichen Stellen in Trebgast aus. Jeder Interessierte kann dann, ausgestattet mit vielen Fachinformationen, die Gegend auf eigene Faust erkunden.

Am ersten Punkt der Tour erfahren die Spaziergänger und Wanderer allgemeine Informationen zur Bruchschollenzone. Deren Hügel, Berge und Täler haben sich in Jahrmillionen gebildet. Das Land ist geprägt von Brüchen der Erdkruste, die sich von Nordwesten nach Südosten erstrecken.

Der Bauhof hilft

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Markus Lagnier haben die Elftklässler am vergangenen Donnerstag erneut das Trebgasttal erkundet. Nur das heftige Gewitter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die geplanten Landschaftsaufnahmen müssen sie ein andermal machen. Wenigstens sind die Schüler nun eine Sorge los: Bürgermeister Werner Diersch hat ihnen versprochen, dass sich der Bauhof darum kümmern wird, die Wegmarkierungen aufzustellen. "Das wird kein Problem sein", sagt das Gemeindeoberhaupt und sicherte den jungen Lehrpfad-Initiatoren weitere Unterstützung zu.

Kräfte des Wassers

Tiefe Furchen hat das Wasser in Millionen von Jahren hinterlassen. Am zweiten Punkt des Lehrpfades, am Zusammenfluss der Trebgast mit dem Weißen Main, sind die Kräfte beschrieben, die das Wasser auf das Gestein ausgeübt hat.

Die dritte Markierung des Weges weist in der Auenlandschaft zwischen Trebgast und Feuln auf die terrassenförmigen Hänge hin. Nach und nach hat sich Sedimentgestein abgelagert und die Anhöhen gebildet. Auf einer dieser Terrassen steht heute die Trebgaster Kirche.

Am Punkt vier in Feuln informieren die Schüler darüber, wie der Mensch die Natur genutzt hat. Vor Jahrhunderten bauten die Landwirte dort Wein an. Der Ton im Muschelkalkboden versorgte die Reben mit Mineralien. Die humusreiche Erde im Überschwemmungsgebiet eignete sich zudem für den Anbau anderer Feldfrüchte. Und bis ins 20. Jahrhundert stellte ein Kalkbrennofen Mörtel zum Zementieren her.

Dass der Buntsandstein ein anderes Relief ausbildet als der Muschelkalk, ist am Hang oberhalb von Feuln zu erkennen, der fünften Wegmarke des Lehrpfades. Der harte Muschelkalk bricht häufiger ein und bildet harte Kanten, der Sandsteinhang verläuft hingegen gleichmäßig und flacher.

Der sechste Punkt ist der frühere Steinbruch, ein fast 27 000 Quadratmeter großes Areal, in dem zahlreiche Versteinerungen zu finden sind. Nicht weit davon entfernt, am Zielpunkt des Lehrpfades, hat der Wanderer vom Kamm des Höhenzuges einen herrlichen Blick über das Tal.

Der Dinosaurier-Fund

Der große Steinbruch bei Feuln ist ein wichtiger Teil des neuen Geo-Lehrpfades. 1910 wurde dort eine Versteinerung eines Dinosauriers namens "Placodus Gigas" gefunden, eine bis zu drei Meter große Pflasterzahnechse. Sie ist heute im Landschaftsmuseum Obermain auf der Plassenburg zu sehen.


    
    

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