zuletzt bearbeitet: 02.02.2012 17:52 Uhr
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Im Osten besser als im Westen
Trotz Krise: Die Aussichten auf eine Ausbildungsstelle sind nicht schlecht. In den östlichen Bundesländern wird es besonders wenige Schulabgänger geben und damit auch mehr Chancen für Berufseinsteiger.
Jugendliche haben in diesem Jahr trotz der Wirtschaftskrise keine schlechteren Aussichten auf eine Lehrstelle als früher. "Das Angebot an Ausbildungsplätzen wird voraussichtlich sinken, aber dafür auch die Zahl der Bewerber", sagte Andreas Pieper vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Jugendliche haben in diesem Jahr trotz der Wirtschaftskrise keine schlechteren Aussichten auf eine Lehrstelle als früher. "Das Angebot an Ausbildungsplätzen wird voraussichtlich sinken, aber dafür auch die Zahl der Bewerber", sagte Andreas Pieper vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). "Unterm Strich bleibt das Verhältnis also gleich."
So dürfte es in diesem Herbst zwar rund 20 000 Lehrstellen weniger als 2009 geben. Die Zahl der Schulabgänger wird aber ebenfalls kleiner ausfallen: So sei damit zu rechnen, dass 2010 rund 25 000 Jugendliche weniger als im vergangenen Jahr ihren Schulabschluss machen, erläuterte Pieper. "Es sieht also nicht unbedingt rosig aus, aber es wird auch keine Katastrophe geben."
Chancen regional verschieden hoch
Allerdings dürften auch in diesem Herbst ähnlich wie 2009 bis zu 10 000 angehende Lehrlinge zunächst keine Stelle finden. Denn die Chancen auf einen Ausbildungsplatz seien regional sehr verschieden, führte Pieper aus. "Das Verhältnis zwischen Lehrstellen und Bewerbern wird im Osten deutlich besser sein als im Westen." Das war auch bisher schon so - in diesem Jahr gelte es aber mehr denn je. Denn in den östlichen Bundesländern wird der Rückgang der Schulabgängerzahlen den Prognosen zufolge besonders stark ausfallen: Dort werde ein Minus von mehr als sieben Prozent erwartet. In Westdeutschland betrage es voraussichtlich nur etwas mehr als drei Prozent.
Für Bewerber aus dem Westen bedeute das, auch einen Umzug nach Ostdeutschland bei der Lehrstellensuche zu erwägen, sagte Pieper. Hierzu sollten Jugendliche rechtzeitig prüfen, ob sie eine Ausbildungsbeihilfe erhalten können. Sie wird unter Umständen gewährt, wenn Jugendliche für ihre Lehre eine eigene Bleibe außerhalb des Elternhauses finanzieren müssen.
Nach links und rechts schauen
Auch die besonders krisengeschüttelten Branchen dürften in diesem Jahr zögerlicher als früher Lehrlinge einstellen, erläuterte Pieper. Im Groß- und Außenhandel etwa seien bereits im Herbst 2009 deutlich weniger neue Azubis eingestellt worden als im Vorjahr. In diesem Jahr sei auch in der Metallindustrie zu befürchten, dass Bewerber es schwerer haben. Ausgerechnet in diese Bereiche drängen aber besonders viele Jugendliche: Während junge Frauen vor allem kaufmännische Berufe ergreifen, wollen viele Männer Kfz-Mechatroniker oder Mechaniker werden.
Vor allem in diesen besonders beliebten Bereichen sei es in diesem Jahr ratsam, auch verwandte Berufe in Betracht zu ziehen, um die eigenen Chancen zu verbessern. "Die Botschaft an Jugendliche ist also: Kümmert euch um Alternativen! Schaut nach links und rechts! Versteift euch nicht auf den einen Traumberuf!", sagte Pieper.
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