zuletzt bearbeitet: 02.02.2012 17:51 Uhr
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Entschuldigen Sie bitte, ich steh' auf dem Schlauch
Die nächste Prüfung steht an und die Knie schlottern schon Tage vorher. Die Angst vor dem Test kann man überwinden - durch Rollenspiele und die richtige Atemtechnik.
Die Angst vor Prüfungen lässt sich am besten überwinden, indem Schüler oder Studenten solche Situationen regelmäßig üben. Ein gutes Mittel seien Rollenspiele, sagt die Studienberaterin Walburga Wolters von der Uni Köln.
Die Angst vor Prüfungen lässt sich am besten überwinden, indem Schüler oder Studenten solche Situationen regelmäßig üben. Ein gutes Mittel seien Rollenspiele, sagt die Studienberaterin Walburga Wolters von der Uni Köln.
Die Prüflinge bekämen ihrer Meinung nach die eigene Unsicherheit besser in den Griff, wenn sie eine Prüfung vorab mit Mitschülern oder Kommilitonen durchspielen. Danach könnten Studenten ein Colloquium besuchen und sich vom Dozenten probeweise in die Mangel nehmen lassen.
Nach solchen Testläufen gingen die meisten wesentlich ruhiger in eine Prüfung. "Dann ist sie nicht mehr die große Unbekannte, die einen bedroht", sagte Wolters.
Der erste Schritt gegen Prüfungsangst sei, sich ihr zu stellen. "Wichtig ist, dass man etwas unternimmt." Denn wenn man versuche, sie zu verdrängen oder ihr aus dem Weg zu gehen, werde sie nur schlimmer.
Studenten sollten keine Hemmungen haben, sich Hilfe zu holen, wenn ihnen schon beim Gedanken an die nächste Klausur oder mündliche Prüfung Angst und Bange wird. Psychologische Berater könnten ihnen beispielsweise zeigen, wie sie das richtige Verhalten bei aufkommender Nervosität trainieren. "Da gibt es zum Beispiel Atemtechniken, die dabei helfen", sagte Wolters.
Bei den Antworten in Tests sollte man versuchen auf den Punkt zu kommen und die Zeit nicht aus den Augen zu verlieren. Bei einem mündlichen Test sei es wichtig, Vortragstechniken zu üben.
Denn damit hätten viele Probleme: Einige redeten vor lauter Aufregung wie ein Wasserfall und ließen den Prüfer gar nicht zu Wort kommen. "Hinterher sagen sie dann: 'Komisch, der hat mich kaum etwas gefragt'», erzählt Wolters. Andere gerieten leicht ins Stocken und würden dann so nervös, dass sie komplett aus dem Konzept kommen.
Hilfreich sei auch, mit der Aufregung in der Prüfung offen umzugehen und sie nicht komplett auszublenden. "Eine gewisse Nervosität ist sogar produktiv", sagte Wolters. Und selbst wenn Studenten einen gefürchteten "Blackout" haben, müsse das nicht die Prüfungsnote vermiesen. "Es kommt dann darauf an, das zu artikulieren", riet Wolters. So könnten Studenten in so einer Lage zum Beispiel sagen: "Entschuldigen Sie bitte, ich stehe gerade auf dem Schlauch. Könnten wir vielleicht an einem anderen Punkt weitermachen?" In der Regel helfe der Prüfer einem dann auf die Sprünge. "Der will ja auch, dass die Prüfung gut läuft." Tobias Schormann
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