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CSU fordert sofortigen Ausbau der B 303

Antrag | Unionspolitiker sprechen sich für einen Ausbau der Ortsumgehung Schirnding aus. Das Teilstück zwischen der A 93 und der A 9 soll im vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplanes aufgenommen werden.

Arzberg - Für einen schnellen Ausbau der B 303 spricht sich die CSU-Kreistagsfraktion aus. Bei ihrer jüngsten Sitzung in Arzberg verabschiedete sie einen Forderungskatalog zu diesem Thema, der auch dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

Im Einzelnen fordert die CSU einen sofortigen Ausbau der Ortsumgehung Schirnding und der B 303 vom Grenzübergang bis zur A 93. Darüberhinaus soll das Teilstück zwischen der A 93 und der A 9 in den vordringlichen Bedarf des Bundesfernstraßenplanes aufgenommen werden. Auf der gesamten Ausbaustrecke, so die CSU-Kreistagsfraktion in einer Pressemitteilung, soll der bestmögliche Lärmschutz für die Anwohner eingeplant werden; für den langsamen und landwirtschaftlichen Verkehr sind ausreichend geeignete Parallelwege vorzusehen und nachzuweisen.

Außerdem fordert die CSU den direkten Anschluss der B 303 an die Autobahn A 70, was eine Umgehung von Bad Berneck und einen direkten Anschluss an das Autobahnkreuz Bayreuth/Kulmbach bedeuten würde.

Den Landrat bittet die Fraktion außerdem, für die nächste Kreistagssitzung einen Vertreter des Straßenbauamtes einzuladen und die Parallelwege für den landwirtschaftlichen Verkehr bei der Ortsumgehung Schirnding vorstellen zu lassen.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel machte laut der Mitteilung deutlich, dass es einen Straßenausbau nur geben wird, wenn er in der Region gewünscht wird. Diesen Wunsch gegenüber der Regierung deutlich zu machen, sei Ziel des Antrages der CSU an den Kreistag.

Kreisrat Günter Marth kritisierte, dass über mehr als ein Jahr auf die Ergebnisse einer vergleichenden Untersuchung für mehrere Trassen gewartet werden musste, und nun sei eine Entscheidung getroffen, ohne dass die Ergebnisse der Untersuchung vorlägen. Er forderte, die Ergebnisse der Voruntersuchungen zu veröffentlichen.

Willi Müller führte aus, dass der bestandsorientierte Ausbau der B 303 immer eine der möglichen Optionen gewesen sei. Für die wirtschaftliche Entwicklung des Raumes sei die Straße unverzichtbar und müsse eigentlich längst zur Verfügung stehen. Durch den Ausbau würden die Anwohner gegenüber dem derzeitigen Zustand deutlich entlastet.

Landrat Karl Döhler unterstützte diese Sicht. Eine neue Trasse werde es definitiv nicht mehr geben. "Für die, die jetzt schon an der Straße wohnen, wird es deutlich besser werden", heißt es in der Mitteilung. Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann habe ausdrücklich eine Entlastung der Anwohner versprochen, sei es durch Ortsumfahrungen, Abschirmungen oder Tunnellösungen, so Döhler.

Willi Heinl bestätigte dieses Versprechen. Für Thierstein sei die Lärmsituation seit dem Bau der A 93 erkennbar besser als zu Zeiten der alten B 15.

Winfried Geppert, der als Gast an der Sitzung teilnahm, brachte zum Ausdruck, dass viele Firmen in der Region ihre Produkte schnell in ganz Deutschland per Lkw auf den Markt bringen müssten, und nannte als Beispiel die Firma Houdek in Arzberg. Dafür werde der Ausbau der B 303 gebraucht.

Wolfgang Kreil berichtete von seinen Erfahrungen, wonach neue Betriebe bevorzugt Standorte mit guten Anbindungen an das Fernstraßen-Netz suchten. Erst vor Kurzem habe wieder eine Firma den Landkreis verlassen und sei vor die Tore Münchens gezogen, weil sie eine größere Nähe zu ihrem Markt gebraucht habe.

"Auch wir sind unseres Glückes Schmied und sollten endlich zu einer gemeinsamen Position finden, was den Ausbau unserer Infrastruktur betrifft. Lange genug üben wir ja nun schon", so Kreil.

    
    

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