zuletzt bearbeitet: 05.11.2008 20:02 Uhr
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Großer Jubel in South Bend
Obama-Sieg | Professor Gabrielle Robinson: „Unglaublich“
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Standen gestern nach der Wahl per E-Mail in Kontakt: Winfried Geppert und Professor Dr. Gabrielle Robinson vom deutsch-amerikanischen Freundeskreis Arzberg-South Bend. Robinson durfte erstmals an einer Präisdentschaftswahl teilnehmen. Unser Bild entstand vor zwei Jahren bei der Partnerschaftsfeier in Arzberg.
Arzberg – Mit Spannung ist die amerikanische Präsidentschaftswahl auch in Arzberg verfolgt worden, schließlich ist South Bend im Bundesstaat Indiana seit zwei Jahren Partnerstadt.
„Unsere Freunde in South Bend haben alle gehofft, dass Barack Obama das Rennen macht. Deshalb war die Freude gestern dort auch sehr groß“, sagt Altbürgermeister Winfried Geppert vom deutsch-amerikanischen Freundeskreis in Arzberg. South Bend, so Geppert, sei ohnehin fest in Händen der Demokraten. Die Partei des neuen Präsidenten stelle nicht nur mit Stephen Luecke den Bürgermeister, sondern auch acht von zehn Stadträten.
Ganz anders die Situation im Bundesstaat Indiana, der bislang immer fest in Händen der Republikaner war. „Mit Barack Obama hat hier der erste Demokrat seit 1964 gewonnen“, so eine freudestrahlende Professorin Gabrielle Robinson, Mitbegründerin der Partnerschaft, gestern Nachmittag am Telefon. „Die Menschen bei uns hier in South Bend haben geweint vor Freude, sie konnten sich das nicht vorstellen.“
„Yes, he did“ stand laut Robinson gestern Morgen nach der historischen Wahl auf der ersten Seite der South Bend Tribune. „Yes, we can“ sei der Slogan von Obamas Kampagne gewesen, die Millionen Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben habe. Die Feier im Grant Park in Chicago in der Nacht des 4. November habe das Gesicht dieses neuen Amerikas gezeigt: „Schwarz, weiß, hispanisch, Alt und Jung standen Seite an Seite und weinten vor Freude.“ Viele junge Menschen hätten zum ersten Mal an einer Wahl teilgenommen, und Millionen hätten Geld gespendet und für Obama gearbeitet.
„Es ist fast unglaublich“, kann Gabrielle Robinson Obamas grandiosen Wahlsieg immer noch nicht recht fassen. Afro-Amerikaner hätten es nicht einmal zu träumen gewagt, dass zu ihren Lebzeiten ein „Schwarzer“ Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte. Die Wahl von Obama ist für die Professorin an der Indiana Universität in South Bend ein Riesenschritt, „die offene Wunde, die der Rassismus in Amerika ist, zu heilen“.
Im Bundesstaat Indiana sei die Wahl denkbar knapp ausgegangen. Obama habe hier nur etwa 30 000 Stimmen Vorsprung vor McCain. Robinson: „Trotzdem ist es ein Zeichen einer neuen Zeit und einer neuen Generation. Auch für mich persönlich war es ein historischer Moment, da ich erst kürzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft erworben habe. Es war meine erste Präsidentenwahl.“ Bernd Nürnberger
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