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Ab in den Winterschlaf

Trotz des miesen Wetters im August schreibt das Marktredwitzer Freibad diesen Sommer Rekordzahlen. Die Zahl der Besucher klettert um 21 Prozent auf 21 000. In Waldershof ist die Freiluft-Saison noch längst nicht zu Ende.

Von Peggy Biczysko
  • fpmt_bad_090910 Bademeister Hubert Weigert (hier auf der neuen Wasserrutsche) und sein Team nehmen derzeit Abschied von der Saison im Marktredwitzer Naturbad. Sämtliche Spielgeräte und Strandkörbe werden gut verräumt bis zum nächsten "Jahrhundertsommer", auf den alle hoffen. Foto: zys
     
  • fpmt_mueller_stefan_080910 Schwimmbadreferent Stefan Müller
     
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Marktredwitz/Waldershof - Das Wort Sommer hat der August nicht verdient. Nicht in diesem Jahr. Badefreuden gab es so gut wie keine. Sehr zum Leidwesen der vielen Ferienkinder. Und auch zum Leidwesen der Bademeister, die sich so sehr auf volle Liegewiesen und Wasserbecken gefreut hatten. So, wie es halt war, als uns die Hitzewelle vier Wochen lang zu schaffen gemacht hatte. Vor den Ferien. Und jetzt ist es schon wieder vorbei mit dem Freiluftschwimmen. Zumindest in Marktredwitz ist die Saison offiziell beendet, die neue Rutsche hat Sendepause. Nur in Waldershof, da zeigt das Stimmungsbarometer noch nach oben: "Wenn das Wetter wieder passt, machen wir sofort auf", verspricht Schwimmbadreferent Stefan Müller.

Im Marktredwitzer Freibad warten vor dem vergitterten Kiosk die schwarzen und weißen Schachfiguren in Reih und Glied auf ihren Abtransport ins Winterquartier. Die Strandkörbe stehen gleich daneben. Auch sie haben für diesen Sommer ausgedient. Bademeister Hubert Weigert und sein Team sind jetzt von morgens bis abends damit beschäftigt, die Anlage an den Drei Bögen winterfest zu machen. Die Saison ist seit 3. September vorbei.

Dass Hubert Weigert trotz des miesen Wetters im August strahlen kann, liegt an den Zahlen, die der Computer ausspuckt: "21 000 Besucher haben wir gezählt. Und das, obwohl wir erst am 5. Juni geöffnet haben." Die 21-prozentige Steigerung schreibt der Bademeister der neuen Wasserrutsche zu. "Die ist ein wahnsinniges Zugpferd und wurde von Anfang an bombig von Jung und Alt angenommen." Exakt 263 Stunden sei die Rutsche in Betrieb gewesen, rechnet Weigert der Betriebsstundenzähler vor. "Den größten Ansturm hatten wir zur offiziellen Eröffnung der Wasserrutsche, als der Eintritt frei war: 2500 Badegäste."

Ins 17 Grad kalte Nass

Als die Hitzeperiode den Juli beherrscht, zählen der Bademeister und sein Team zwischen 500 und 1300 Besucher täglich. Und just, als die großen Sommerferien anbrechen, sorgen Kälte und Regen für Stillstand im Freibad. "Nur ein paar Hartgesottene, die wissen, dass sich das Wasser nicht so schnell abkühlt, sind auch dann noch regelmäßig gekommen", freut sich Hubert Weigert über die etwa 15 Stammgäste, die sich den Badespaß durch ein bisschen Regen nicht vermiesen lassen. "Die Eisernen steigen sogar bei 17 Grad noch ins Wasser."

Dass das Naturbad an den Drei Bögen solch prima Zahlen geschrieben hat, führt der Bademeister allerdings auch auf "die sehr gute Wasserqualität" zurück. "Und viele Gäste von auswärts - wir hatten auch etliche aus Tschechien - waren ganz begeistert von der herrlichen Anlage."

Das mit dem viel zu kalten und häufig verregneten August sei schon sehr schade gewesen, resümiert der Waldershofer Schwimmbadreferent Stefan Müller. "Doch auch bei der Kälte kamen täglich fünf bis sechs harte Damen. Die gehen bei der größten Kälte ins Wasser", zieht Müller seinen Hut vor so viel Tapferkeit. Wenn die Damen ihr Kommen angekündigt hatten, habe die Betreiberin des Kiosks, der sonst bei schlechtem Wetter geschlossen ist, aufgesperrt.

Bereits zum 1. Mai hat das weitläufige Waldershofer Freibad seine Pforten geöffnet. "Aber da ging es auch ganz schön schleppend, denn das Wetter spielte nicht mit", ruft er im Gespräch mit der Frankenpost in Erinnerung. "Gott sei dank hat das Wetter im Juli zum Schwimmbadfest gepasst", meint Müller.

Absolut traumhaft sei es während der Hitzeperiode im Juli gewesen. "Da haben wir jeden Tag um die 2000 Besucher gezählt." Gezählt ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck - vielmehr geschätzt. Da der Eintritt ins Waldershofer Kösseinebad frei ist, werden die Besucher auch nicht registriert. "Aber man bekommt im Laufe der Jahre ein Gefühl dafür", versichert Stefan Müller.

Der Schwimmbadreferent sieht auch im Marktredwitzer Freibad, das durch die neue Wellen-Rutsche richtig aufgepeppt worden ist, keine Konkurrenz. "Wir haben viele Badegäste aus der Nachbarstadt, aber sicherlich ebenso viele Waldershofer fahren ins Marktredwitzer Naturbad. Wir pflegen ein sehr gutes Verhältnis untereinander." Müller sieht das Waldershofer Bad eher als eine Oase der Ruhe und des Wohlfühlens. "In Marktredwitz gibt es mehr Action, das spricht eher die jungen Leute an. Aber während dort die neue Rutsche ist, haben wir die Boote zu bieten." Da sei eben für jeden etwas dabei, findet Müller.

Beste Wasserqualität

Sehr zufrieden ist er mit der Wasserqualität im Kösseinebad: "Viermal haben wir die Note 1 bekommen." Dafür sorge schon Wasserwart Hans Müller. Und mit Roland Schmidt als neuem Bademeister habe man auch einen guten Mann im Boot. "Nur hatte der leider nicht allzu viel zu tun im August. Aber das kann sich ja noch ändern, wenn der Herbst mit Sonne lockt."

Übrigens: Die letzte Möglichkeit für einen Besuch des Mitterteicher Freibads besteht am kommenden Sonntag. Dann ist auch hier die Saison vorbei. Das Hallenbad in Mitterteich öffnet ab 20. September.



    
    

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Die neuesten Kommentare

Wo ist das Team??

von unbekannt am 09.09.2010 22:15
Ich finde es seltsam das Herr Weigert immer alleine auftritt. Warum kann nicht einmal ein Bild mit allen Mitarbeitern der Städtischen Bäder gemacht werden? Herr Weigert ist sicher nicht der einzige der hier seinen Dienst tut auch wenn er sich in der letzten Zeit gerne in der Zeitung so präsentiert. Liebe Frankenpost, wie wäre es beim nächsten mal des Komplette Team vorzustellen und nicht immer nur Herrn Weigert zu repräsentieren? Ist nächste Woche ein Bericht über Herrn Weigert zu lesen weil er die Revisionen im Hallenbad federführend durchgeführt hat?
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