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Abschluss garantiert eine Stelle

Von Herbert Scharf
  • fpmtaltenpflege_241009 Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (CSU), Vertreter des Bfz und der Arbeitsagentur in einer Schulklasse der Fachschule für Altenpflege.
     
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Marktredwitz - Der erfolgreiche Anschluss der Schule ist schon fast eine Garantie für einen Job. Wo gibt es das schon? In der Marktredwitzer Berufsfachschule für Altenpfleger. 23 Frauen und Männer von 18 bis 51 Jahren haben in der vom Bfz und der Agentur für Arbeit getragenen Schule im September die Ausbildung begonnen. Vor ihnen liegen 2100 Stunden Theorie und 2500 Stunden fachpraktischer Ausbildung in Ausbildungsbetrieben, stationären oder ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe in der Region. Voraussetzung für die Zulassung ist die Mittlere Reife oder der erfolgreiche Abschluss als Pflegefachhelfer. Es ist inzwischen der 17. Jahrgang, der (noch) im früheren Kindergarten an der Dörflaser Hauptstraße untergebracht ist. Rund 300 Altenpfleger wurden dort bisher ausgebildet.

Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut bis sehr gut: Im vergangenen Jahr haben alle Absolventen der Fachschule auch eine Arbeitsstelle gefunden. Die Schule erhalte permanent Anfragen nach ausgebildeten Altenpflegern, bestätigt Monika Bötzl, die die Fachschule leitet.

Bei einem Informationsbesuch bekam der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Schöffel, begleitet von Vertretern der Agentur für Arbeit und des Beruflichen Fortbildungszentrums Marktredwitz (Bfz), einen Einblick in die Ausbildung und die Arbeit in der Fachschule.

Besuch in der Klasse

Bei einem Besuch in der Klasse wurde deutlich, dass der Beruf des Altenpflegers zwar ein aussichtsreicher, aber auch schwerer ist. So raten auch die Schüler Interessenten, erst einmal bei einem Praxisjahr in die tägliche Arbeit "hineinzuschnuppern". Nicht nur körperlich, auch seelisch seien Altenpfleger gefordert. Das beginne vom sensiblen Umgang mit alten Menschen und reiche bis zur seelischen Verarbeitung, wenn ein Betreuter sterbe.

Angesprochen wurde auch die Tatsache, dass Altenheime, die ja dringend Pflegekräfte suchen, selber nicht besonders eifrig ausbilden. Der Grund: Der angehende Pfleger steht dem Betrieb wegen der dicht gedrängten Ausbildung nicht viele Tage zur Verfügung. Hier aber, das betont Stefan Neumann, Berufsberater von der Agentur für Arbeit, gebe es ein neues Programm: "Fit for Work" sorge für eine finanzielle Hilfe. Neumann unterstrich, dass die Arbeitsagentur seit Jahren die Ausbildung fördere. Seit dem Jahr 2008 steuerten auch die Pflegekassen zur Ausbildung zusätzlicher Betreuer speziell für Demenzkranke bei. Auch schon ab dem ersten Ausbildungsjahr gebe es finanzielle Hilfen.

Landtagsabgeordneter Schöffel unterstrich, dass gerade angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft Pflegekräfte gesucht seien. Dazu komme, dass der Altersschnitt in Nordostbayern höher sei als in anderen Gegenden.

"Fit for Work"

Das Programm "Fit for work" biete hier besonders Jugendlichen Hilfe an. Insgesamt stelle der Freistaat Bayern 22 Millionen Euro zur Verfügung, um Jugendlichen gute Ausbildungsperspektiven zu geben. Schöffel: "Wenn Betriebe ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften sichern wollen, müssen sie bereits heute in die Ausbildung der Fachkräfte von morgen investieren."

    
    

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