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Bank setzt Konsolidierungskurs fort

Die VR-Bank Fichtelgebirge will weiterhin mit Gefrees fusionieren.

Von Herbert Scharf
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Marktredwitz/Thierstein - Die VR-Bank Fichtelgebirge hat im Jahr 2009 ihren Kurs der Konsolidierung fortgesetzt und will nach wie vor mit der Raiffeisenbank Gefrees fusionieren. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Fichtelgebirge, Johannes Herzog (Bild), bei der Vertreterversammlung der Bank in der Firma BD-Sensors. Scharf distanzierte sich Herzog von den drei früheren Vorständen Manfred Heger, Reinhold Wolf und Karl Krämer, gegen die die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof abgeschlossen seien (siehe Bericht auf dieser Seite).

Seit 2005 befinde sich die Bank in einer Phase der Konsolidierung. Und trotz der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg seien die Erfolge des Kurses messbar: "Der VR-Bank Fichtelgebirge geht es wieder besser." Kurzfristiges Ertragsdenken sei der mittelständischen Bank fremd. Hier werde mittel- und langfristig geplant.

Mit einem Bilanzvolumen von 372 Millionen Euro habe man ein Plus von sechs Millionen Euro erzielt, dabei aber weiter risikoreiche Kredite abgebaut. Herzog: "Qualität geht vor Quantität." Bei den Spareinlagen habe man mit 280 Millionen zwei Millionen Euro mehr in den Büchern als im Vorjahr. Nicht ganz zufriedenstellend sei das Verbundgeschäft verlaufen. Mit 18,7 Millionen Euro sei das Eigenkapital zwar etwas niedriger als im Vorjahr. Das hänge jedoch mit dem Verkauf der Bank im oberen Vogtland zusammen. Die Erhöhung des Eigenkapitals auf 4,8 Prozent der Gesamtsumme aber unterstreiche eine solide Geschäftspolitik.

Die Kundenforderungen haben sich laut Herzog 2009 um 4,1 Prozent auf 208 Millionen Euro erhöht, lägen jedoch unter den Planungen. Die Abnahme der Genossenschaftsmitglieder von 17 080 im Jahr 2008 auf 15 249 sei eine Folge des Verkaufs der Geschäftsstellen im Vogtland.

Auch in den kommenden Jahren, so Herzog, werde man alles tun, um die Risikostruktur zu verbessern. Mit der Ertragslage liege man sogar deutlich über dem Durchschnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken. Die Personalkosten lägen unter denen des Vorjahres. Hier seien weitere Einsparungen vorgesehen. Frei werdende Stellen würden nicht mehr besetzt. Ohne einen Abbau der Risiken wäre die weitere Selbstständigkeit der Bank gefährdet gewesen, sagte Herzog. Den Bilanzgewinn bezifferte Herzog auf 416 000 Euro. Die Dividende bleibt bei 3,5 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter bezifferte Herzog auf 123.

Zu der bereits für das vergangene Jahr angekündigten Fusion mit der Raiffeisenbank Gefrees sagte Herzog, man sehe diese auch weiterhin für sinnvoll an. Damit hätte man ein geschlossenes Geschäftsgebiet im Fichtelgebirge. Nach wie vor stünden auch beide Häuser dazu. Leider sei das bisher im Gefreeser Vorstand nicht konsensfähig gewesen. Deshalb werde man heuer einen neuen Anlauf nehmen. Herzog dankte in diesem Zusammenhang Matthias Benesch, der nach dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Uwe Heidel im Vorstand eingesprungen sei.

Matthias Benesch berichtete von einer Überarbeitung der Service- und Vertriebsstrategie. Die Bank lege die Kundengelder konservativ und sicher für den Kunden an, Griechenland-Anleihen gebe es hier nicht. Im vergangenen Jahr wurde in die Gebäude der VR-Bank in Wunsiedel und Selb 750 000 Euro investiert. Derzeit werde in Marktredwitz umgebaut.

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Schelter bescheinigte dem Vorstand eine gute Arbeit und stellte Christian Mandel von der VR-Bank Berg-Bad Steben als neues Vorstandsmitglied zum 1. Juli vor. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Werner Schelter, Dr. Hermann Friedel und Walter Lehner wiedergewählt. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel unterstrich abschließend die Bedeutung der Bank für die Betriebe in der Region und freute sich über die gute Entwicklung.

    
    

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