zuletzt bearbeitet: 14.06.2009 20:30 Uhr
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Der Meiler lockt die Besucher in Scharen
Selb - Besser hätte es nicht kommen können: Unter einem wolkenlosen Himmel feierten die Selber und ihre Gäste das Meilerfest.
Selb - Besser hätte es nicht kommen können: Unter einem wolkenlosen Himmel feierten die Selber und ihre Gäste das Meilerfest. Die einzige unbeantwortete Frage blieb, wer für das grandiose Wetter verantwortlich war: Der Schirmherr, der Oberbürgermeister, der Landrat, der Abgeordnete oder doch Hans Popp ? Verdient haben sich das Kaiserwetter auf jeden Fall die Aktiven des Vereins ENKL, der heuer sein zehnjähriges Bestehen feiert.
Verdient schon allein deswegen, weil aus dem eigentlichen Meilerfest eine Meilerfestwoche geworden ist. Nicht nur am Samstag drängten sich die Besucher auf dem Meilerplatz, schon an den Tagen zuvor war jeden Abend richtig was los. Mit ihrem großen Engagement haben alle Mitstreiter und Helfer das Meilerfest zu dem gemacht, was es heute ist: Eine Attraktion, die Besucher von weither anzieht.
Ab kurz vor Mittag zogen am Samstag Familien, Gruppen und ganze Vereine zu Fuß oder mit dem Rad auf die Häuselloh, um sich unterhalten und kulinarisch verwöhnen zu lassen. Zu sehen gab es natürlich die Köhler und Pechsieder in Aktion, Schindelmacher, Korbflechter, einen Steinmetz, Kunstschreiner und Holzdreher, eben alles, was zum traditionellen Handwerk gehört. Hunger und Durst musste keiner der Gäste leiden, dafür sorgten neben dem ENKL auch die Helfer des FGV Selb-Plößberg. Vom Meilerbrot über "Blootz" und Ochs am Spieß bis zum Wildgulasch reichte die Palette der Köstlichkeiten.
Hans Popp, Vorsitzender des Vereins ENKL, brachte in seiner Begrüßung die besondere Atmosphäre des Meilerfestes auf den Punkt: Es sei gewachsen, aber dennoch familiär geblieben. Zusammen mit Köhlerliesel Marisa, die dem Fest "Gut Brand" wünschte, begrüßte Popp kurz vor Mittag die Besucher aus der ganzen Region. Er dankte der großen Helferschar, die über die ganze Woche ihr Bestes gegeben habe.
Schirmherr Bernd Würstl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fichtelgebirge, lobte das Meilerfest als eine feste Einrichtung, die weithin bekannt sei und große Anerkennung verdiene. Der Verein ENKL habe sich dem Erhalt der Natur verschrieben und bringe auch jüngeren Generationen die Traditionen des Selber Forstes nahe. Mit Blick auf die jungen Pechsieder lobte Würstl, dass die Jugend einbezogen werde: "Es geht auch ohne Computer und Fernseher."
Dem ENKL-Vorsitzenden überreichte Würstl eine Spende in Höhe von 3000 Euro für einen geplanten Grundstücksverkauf; Popp revanchierte sich mit einem "Köhlerhorn".
Auch der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel lobte die Pflege der Traditionen. Gerade die Köhlerei sei ein anstrengendes Handwerk, vor allem vor dem Hintergrund, "dass sich heute schon viele beim Grillen schwer tun".
Den guten Wünschen schloss sich der Selber Oberbürgermeister Wolfgang Kreil an. Die Stadt Selb und ihre Bewohner seien sehr stolz auf die Entwicklung auf der Häuselloh. Dann war es aber auch schon genug mit den offiziellen Reden. Endgültig eröffnet wurde das Fest von den Jagdhornbläsern der Jägerschaft Rehau-Selb.
Für Musik war natürlich auch am Nachmittag gesorgt: Erst spielten die "Egertaler" auf, anschließend übernahm das "Freie Fränkische Bierorchester" die Unterhaltung der Gäste.
Und so hat sich der Verein ENKL zu seinem zehnten Geburtstag wohl selbst das schönste Geschenk gemacht.
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