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Großauftrag sichert Millionenumsatz

Firma Rausch & Pausch | Erster Spatenstich für neue Halle und Forschungs- und Entwicklungszentrum an der Vielitzer Straße. Geschäftsführer Horst Pausch bekennt sich zum Standort Selb. Rapa will weiterhin wachsen.

Selb – Die Firma Rausch & Pausch wächst. Und das an ihrem angestammten Standort in Selb. Mit dem ersten Spatenstich für die Halle 3 und das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum ist gestern dafür der Startschuss gegeben worden.

Von Michael Geitz
  • fpst_rapa Tatkräftig Unterstützung von der fünften Generation der Familie Pausch gab es beim Spatenstich. Emma Luise und Mia Marlene halfen ihrem Vater Dr. Roman Pausch (links). Mit auf unserem Bild von rechts: Wirtschaftsförderer Oliver Weigel, Landrat Karl Döhler, Horst Pausch, Staatssekretär Markus Sackmann, Landtagskandidat Martin Schöffel und Oberbürgermeister Wolfgang Kreil. Foto: Michael Geitz,
     
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Selb – Die Firma Rausch & Pausch wächst. Und das an ihrem angestammten Standort in Selb. Mit dem ersten Spatenstich für die Halle 3 und das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum ist gestern dafür der Startschuss gegeben worden.

Welch rasante Entwicklung der Automobilzulieferer genommen hat, machte Geschäftsführer Horst Pausch deutlich. 1979 ist die Firma aus der Pfaffenleithe in der Innenstadt an die Vielitzer Straße umgezogen. Auf ein rund 44 000 Quadratmeter großes Grundstück, damals ein Kraftakt. 2003 wurde die Halle 2 errichtet, nun folgen Halle 3 und das Forschungs- und Entwicklungszentrum. „Die größte und aufwändigste Baumaßnahme seit dem Umzug“, so Pausch.

Nein, nicht auf Vorrat werde hier kräftig investiert, sondern weil Rapa einen Großauftrag eines großen deutschen Getriebeherstellers erhalten habe. Angedacht sei, dass in einem Zwei-Schicht-, später möglicherweise sogar in einem Drei-Schicht-Betrieb in der neuen Halle gearbeitet werde. Pausch: „Wir erwarten über diesen Großauftrag einen jährlichen Umsatz von rund 15 Millionen Euro. Das ist ein dauerhaft gutes Geschäft.“

Eine erstaunliche Zahl nannte der Geschäftsführer für das Forschungs- und Entwicklungs- zentrum. In dem werden nach seiner Fertigstellung rund 50 Ingenieure arbeiten. Sicherlich ein Zeichen dafür, dass die Rapa weiter wachsen will. Und, das versicherte Horst Pausch, auch weiterhin auf dem eigenen Gelände an der Vielitzer Straße. Er sei froh, damals dieses große Grundstück gekauft zu haben. Denn damit sei sichergestellt, dass Rapa in Selb expandieren könne. Zur Freude der anwesenden Politiker sagte Pausch: „Wir werden noch etliche Jahre konkurrenzfähig in Deutschland produzieren können.“

Manche Firmen seien in die östlichen Nachbarländer abgewandert. Einige von ihnen kämen nun reumütig zurück. Denn außer niedrigeren Lohnkosten hätten sich für sie mit der Produktion in den östlichen Nachbarländern keine Vorteile ergeben. Eher wohl Nachteile.

Die Firma Rapa setze auf ihre hochmotivierten, gut ausgebildeten und zuverlässigen Mitarbeiter am Standort in Selb.

Lob für das Bekenntnis zum Standort Selb gab es anschließend auch von Staatssekretär Markus Sackmann aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium. Es sei schon erstaunlich, dass kaum ein Auto in Europa ohne Rapa-Komponenten fahre.

Das sei aber kein Wunder, habe sich das Unternehmen doch in den über 85 Jahren seines Bestehens durch Flexibilität, Kundenorientierung und Top-Qualität im In- und Ausland einen exzellenten Ruf erworben. Mit dem Spatenstich für die Halle 3, so Sackmann, „unterstreichen sie, dass sie sich nicht auf ihrer erfolgreichen Vergangenheit ausruhen, sondern weiter voranschreiten wollen. Sie stellen rechtzeitig die Weichen für eine ebenfalls erfolgreiche Zukunft.“

Landrat Dr. Karl Döhler erinnerte sich an die Einweihung der Halle 2. „Bei Rapa geht es stets aufwärts.“ Darüber könne sich nicht nur die Stadt Selb freuen, sondern der gesamte Landkreis.

Die Firma Rapa habe einen erstaunlichen Wandel vollzogen, so Oberbürgermeister Wolfgang Kreil. Sie dürfe stolz darauf sein, heute mit ihrer Technik bei große Automobilzulieferern und Automobilherstellern vertreten zu sein. Die Ankündigung, dass im Forschungs- und Entwicklungszentrum bis zu 50 Ingenieure tätig sein werden, stelle für die Stadt eine große Herausforderung dar. „Wir e müsse dafür sorgen, dass die sich in Selb wohlfühlen und möglichst lange im Unternehmen tätig bleiben.“

    
    

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