» zur Übersicht Selb
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   
Pläne für das Ärztehaus stehen

Das Hohenberger Schulhaus wird für rund 260 000 Euro in ein Ärztehaus umgebaut. Die Pläne liegen zur Genehmigung beim Landratsamt, spätestens im September können die Bauarbeiter anrücken.

Von Herbert Scharf
  • fpst_schule_hohenberg_120810 Das Hohenberger Schulhaus wird zum Ärztehaus. Spätestens im September sollen die Umbauarbeiten beginnen. Die Stadt Hohenberg hat bereits Vorverträge mit einem Allgemeinarzt und einem Zahnarzt abgeschlossen. Foto: Scharf
     
Bild von

Hohenberg/Eger - Die Pläne für den Umbau des Hohenberger Schulhauses zum Ärztehaus liegen bereits beim Landratsamt Wunsiedel zur Genehmigung. Sobald diese vorliege, könnten die Bauarbeiten beginnen, erklärt der Hohenberger Bürgermeister Dieter Thoma auf Anfrage. Er rechnet für Ende August oder Anfang September mit dem Beginn der Bauarbeiten. Mit zwei Ärzten - einem praktischen Arzt und einem Zahnarzt - hat die Kommune bereits einen Vorvertrag für eine Niederlassung in Hohenberg. Das Schulhaus steht derzeit leer, nachdem auch die Grundschüler ab dem neuen Schuljahr in Schirnding unterrichtet werden (wir berichteten).

Die Kosten der Umbaumaßnahme, die ein Wohnungsbauträger übernimmt, schätzt der Bürgermeister auf rund 260 000 Euro. Im ersten Stockwerk werden die Räume für einen Allgemeinmediziner umgebaut, das Parterre wird für den Zahnarzt eingerichtet. Dafür seien Elektroarbeiten, Mauerarbeiten, die Verlegung von Elektroanschlüssen und Absaugvorrichtungen sowie ein behindertengerechter Ausbau notwendig. Noch vor Weihnachten könnten die beiden Mediziner dann einziehen, hofft Thoma.

Politische Irritationen

Im Vorfeld der Pläne hatte es trotz des glücklichen Umstands, dass bereits zwei Ärzte auf eine neue Praxis in Hohenberg warten, politische Irritationen gegeben. Bei einem Besuch der beiden oberfränkischen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Ernstberger und Anette Kramme hatten örtliche SPD-Politiker befürchtet, dass die Pläne an einer staatlichen Verordnung scheitern könnten, nach der an die Schule gebundene Zuschüsse bei einer anderen Verwendung zurückgezahlt werden müssten. Die Rede war von rund 70 000 Euro, was die Stadt Hohenberg kaum hätte leisten können.

Schließlich nimmt die Kommune an dem Haushaltskonsolidierungsprogramm des Freistaates teil, das freiwillige Leistungen eng begrenzt. Und eine drohende Rückzahlung hätte das gesamte Projekt gefährden können. Diese Verordnung hatten die SPD-Politiker bei dem Besuch der beiden Abgeordneten beklagt.

Das wiederum rief bei Landrat Dr. Karl Döhler und dem CSU-Landtagsabgeordneten Martin Schöffel Verwunderung und Verärgerung hervor. Denn schon einige Wochen vor dem Ortstermin sei eine Delegation aus Hohenberg mit dem Bürgermeister Dieter Thoma und dem früheren Landtagsabgeordneten Albrecht Schläger zusammen mit Döhler und Schöffel beim Finanzministerium in München gewesen, erklärten die beiden in einem Pressegespräch mit dem Selber Tagblatt. Bei diesem Gespräch in München habe der zuständige Staatssekretär zugesagt, dass er einen Weg finden werde, die Rückzahlung zu vermeiden. Eine generelle Aufhebung des Gesetzes über zweckgebundene Mittel sei nicht möglich, so die beiden CSU-Politiker. Und auch im Fall des Hohenberger Schulhauses müsse sichergestellt sein, dass bei einem Verkauf keine öffentlich sanktionierten Gewinne erzielt würden.

Sinnvolle Nutzung

In der Region aber bestehe diese Gefahr kaum, sagte Schöffel weiter. "Wir sind froh, wenn eine nicht mehr benötigte Schule nicht leer steht, sondern sinnvoll genutzt wird." Im Hohenberger Fall sei ein Verkauf ohnehin nicht möglich, die künftigen Mieteinnahmen deckten höchstens die laufenden Gebäudekosten. Und weil die Nutzung als Ärztehaus eine öffentliche Funktion sei, verzichte der Freistaat Bayern auf die Rückforderung von Zuschüssen. Die Kommune müsse lediglich die Lage auf dem Immobilienmarkt in Hohenberg und die erzielbare Miete der Regierung mitteilen. Genau das habe man in dem Gespräch im Münchner Finanzministerium erörtert.

    
    

Diesen Artikel

  • Teilen:
  •  
  • Facebook
  •  
  • MySpace
  •  
  • Twitter
  •  
  • StudiVZ / MeinVZ
  •  
  • Google
  •  
  •  
Bewertung: 
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein)
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername
Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf frankenpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Lieber dämmen als auftauen

Viele Wasserzähler halten die niedrigen Temperaturen zurzeit nicht aus. Die ESM Selb hat alle Hände voll zu tun, um die Geräte auszuwechseln. »mehr
    
    

 
Kampf um Gastschulrecht

Gaby Schmidt will sich mit der Schulsprengelpflicht ihres Sohnes nicht abfinden. Sie befürchtet eine Verschlechterung se... »mehr
    
 
    

 
Massage, Qigong und Lach-Yoga

Volkshochschule, AOK und das Gesundheitsnetz laden zum Gesundheitstag ein. In Workshops und Schnupperstunden lernen die ... »mehr
    
 
    

 
Schönwalder feiern die ganze Nacht...

Rex Gildos "Hossa" hat wohl ausgedient. "Nossa, Nossa" schallt es heutzutage aus den Lautsprechern. So auch beim Schönwa... »mehr
    
    

Das könnte Sie auch interessieren 

    
    

Party

 
    

Nachrichten

 
    

Sport

    
    

Magazine

Wir in Wunsiedel Februar 2012
Nördliches Fichtelgebirge Ausgabe 4
Thüringen im Blick
Schlaglichter 2011
Gesundheitsführer Kulmbach
Gesundheitsführer Naila
Hochzeitsmagazin November 2011
Frankenreiter November
Börsenforum Oktober 2011
Leserreisen Oktober 2011
Berufsmagazin
Besser Bauen schöner Wohnen
5. Sechsämterland Holztage
Gesundheitsführer Hof 2011
Gesundheitsführer Münchberg
Gesundheitsführer Selb
Erfolgreiche Familienunternehmen
Bikers Guide
Gesundheitsführer Rehau
Gesundheitsführer Wunsiedel
    
Anzeige
Marktplatz und Bayreuther Woche
Logo Frankenwäldler
    

Umfrage

Lade TED
 
Die Umfrage wird geladen, bitte warten...
 

    
    

Was Rodlerin Tatjana Hüfner so schnell macht

Schnelligkeit ist keine Hexerei - aber viel Training, gute Konzentration und ausgezeichnetes Material können dabei helfen, beim Rennrodeln richtig hohe Geschwindigkeiten zu erzielen. »mehr
    
    

Die Sache mit dem freien Medikament

Frage des Tages
Ein freies Medikament ist laut Apotheke nicht lieferbar. Nun muss der Mann aus Helmbrechts eines nehmen, für das er eine Aufzahlung tragen muss. »mehr
    
    

Webcams aus der Region 

Eine Vielzahl von Webcams, die von Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen installiert wurden, zeigen aktuelle Bilder aus der Region. »mehr
    
    

Börseninformationen