zuletzt bearbeitet: 15.08.2010 16:12 Uhr
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Porzellan ist ein Stück Esskultur
Im Porzellanikum übergibt Staatssekretär Hartmut Koschyk eine Sonderbriefmarke und die Sonderprägung einer Silbermünze.
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Staatssekretär Hartmut Koschyk (Zweiter von links) überreichte Museumsleiter Wilhelm Siemen die Sonderausgabe der Briefmarke "300 Jahre Porzellanherstellung in Deutschland". Mit auf dem Bild Landrat Dr. Karl Döhler (links) und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel sowie Bürgermeister Hermann Friedl. Foto: Scharf
Selb - Die Übergabe der Sondermünze und -briefmarke fand in würdigem Rahmen statt: Im Rosenthal-Museum des Porzellanikons. Finanz-Staatssekretär Hartmut Koschyk hatte vorher mit Landrat Dr. Karl Döhler, Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel und Bürgermeister Hermann Friedl von Museumsleiter Wilhelm Siemen eine Führung durch die Sonderausstellung "300 Jahre Porzellan" bekommen. Und der Staatssekretär zeigte sich beeindruckt von den Exponaten - nicht nur Geschirr, sondern auch Zierstücke, Gebrauchsgegenstände, Glockenspiele, vielerlei Kunstgegenstände bis zum Sanitärporzellan und einem eigens für König Ludwig II. mit bayerischem Wappen hergestelltes Geschirr, aber auch Porzellan als schmückender Bestandteil von Gebäuden.
Doch Porzellanhersteller beschreiten auch neue Wege: Da gibt es ein mehrwandiges Geschirr für neue Kochtechnologien, Kochgeschirr für das Lagerfeuer, den Grill oder für den Induktionsherd.
Porzellanhersteller müssten aber auch neue Märkte erschließen, um sich auf dem Markt zu behaupten, sagte der Staatssekretär, als er einen Sessel besichtigte, der unter anderem auch mit Porzellanteilen hergestellt wurde. "Wir müssen dafür sorgen, dass Porzellan nicht aus unserem Alltag verschwindet. Porzellan ist ein Teil Esskultur," stellte er fest. Koschyk freute sich darüber, dass sich Firmen wie Schönwald behaupteten und BHS Tabletop rund 30 Prozent des Hotelgeschirr-Weltmarktes beliefere.
Im Rosenthal-Museum überreichte der Staatssekretär dann die Erstausgabe der Sonderbriefmarke "300 Jahre Porzellanherstellung in Deutschland" und eine Silbermünze zum selben Thema an Museumsleiter Wilhelm Siemen. "Über Geschmack lässt sich streiten", meinte Koschyk zu den Diskussionen, die das Motiv auf der Silbermünze ausgelöst hatte. Die Münze zeigt nämlich einen Porzellanteller in Scherben, was nicht bei jedem gut ankam.
Landrat Dr. Karl Döhler bedankte sich bei Koschyk mit einem Geschenk: einer von dem Designer Helmut Drexler entworfenen Schale - natürlich aus Porzellan.
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