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Schönwalder nehmen Abschied von Schwester Emma

Von Helmut Kitter
  • fpst_schwester_emma_120310 Schwester Emma Eichner
     
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Schönwald - Sie war eine feste Einrichtung in Schönwald, die Neuendettelsauer Diakonie-schwester Emma Eichner. In den Jahren 1958 bis 1994 war sie der Inbegriff tätiger Nächstenliebe. Sie kochte für die Kindergartenkinder, machte Geburtstagsbesuche und kümmerte sich um Behinderte und Senioren. Was viele Schönwalder nicht vergessen: Sie war mit Leib und Seele für die Kranken der Gemeinde da, pflegte sie und betete mit ihnen, ohne bei Ausübung ihres Dienstes auf die Uhr zu sehen. Stets fand sie tröstende Worte, gab vielen pflegenden Angehörigen nützlichen Rat, hatte ein offenes Ohr für alle Nöte.

Nahm sie sich für den betreuten Menschen etwas mehr Zeit als unbedingt nötig, so meinte sie: "Ein wenig Diakonie muss schon dabei sein!"

Die allseits hoch geschätzte und verehrte Schwester Emma verließ ihre oberfränkische Wirkungsstätte Schönwald mit 67 Jahren, doch anstatt sich im Mutterhaus Neuendettelsau zur Ruhe zu setzen, kümmerte sie sich bis zu ihrem Tod um ihren verwitweten, behinderten Schwager, gönnte sich nur kurze Erholungspausen.

Am Schönwalder Gemeindeleben nahm sie stets großen Anteil, worüber sie telefonisch, brieflich und bei gelegentlichen Besuchen informiert wurde.

Geboren wurde Schwester Emma am 19. April 1927, sie verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit am 8. März 2010.

Wenige Tage zuvor hatten Inge Herold, Erika Elbel und Ingrid Rödel die verehrte Schwester am Krankenbett besucht.

Aus Schönwald nahmen 27 Frauen und Männer, darunter auch einige Vertreter der katholischen Pfarrgemeinde, an den Trauerfeierlichkeiten in Neuendettelsau teil. Die hiesigen Pfarrer Dieter Knihs und Johannes Lindner konnten nicht mitfahren, da sie beide an diesem Tag durch Trauerfeiern in Anspruch genommen waren. Die früheren evangelischen Pfarrer Siegfried Hanselmann und Burkhard Oberhäußer gaben ihrer ehemaligen Gemeindeschwester das letzte Geleit.

Kranz niedergelegt

Die Aussegnung fand in der Kapelle des diakonischen Friedhofs statt, wo der Leichnam aufgebahrt war und auch ein Kranz der evangelischen Gemeinde Schönwald niedergelegt wurde. Nach der Bestattung würdigte Pfarrer Matthias Weiss in der Laurentiuskirche Neuendettelsau das Leben der Verstorbenen. Für die katholische Pfarrgemeinde Schönwald sprach Diakon Hubert Freiberger. Die Vertrauensfrau Burgunde Löwe des Schönwalder Kirchenvorstands brachte in ihrem Grußwort die Trauer der Schönwalder evangelischen Kirchengemeinde über Schwester Emmas Tod zum Ausdruck.

Die Oberin des Mutterhauses, Erna Biewald, lud die Trauergemeinde zum Kaffee ein und schilderte, wie eng Emma Eichner auch im Ruhestand noch am Schönwalder Gemeindeleben Anteil genommen hatte. Die Aktivitäten Schwester Emmas, so betonte Luise Habermann aus Schönwald, wirkten noch heute in vielen Bereichen, vor allem in der Seniorenarbeit, nach.

    
    

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