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Selber lernen Frankreich kennen

Schüler des Gymnasiums und der Realschule erleben in Angers viel. Die Gäste sind von den strengen Sitten an den Schulen überrascht.

  • Ein Erinnerungsfoto an den Schüleraustausch mit Frankreich muss sein: Unser Bild zeigt die Schüler und Lehrer des Gymnasium und der Realschule. Foto. pr.
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Selb - Der Schüleraustausch mit Frankreich lebt: 30 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen des Selb Walter-Gropius-Gymnasiums traten zusammen mit sechs gleichaltrigen Realschülern und ihren Begleitlehrerinnen Dr. Christine Wlasak-Feik (WGG) und Christine Hippmann (Realschule) ihre Fahrt nach Frankreich an: Zum zweiten Mal wird dieser Schüleraustausch mit dem Collège Rabelais in Angers (Westfrankreich) gemeinsam von den beiden Selber Schulen veranstaltet, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach einer anstrengenden Fahrt, die zunächst durch eine langwierige Buskontrolle und anschließend stundenlangem Stehen im Stau wegen eines Schneechaos bei Saarbrücken erst vier Stunden später als geplant und damit weit nach Mitternacht ans Ziel führte, erwarteten die französischen Partner schon ganz ungeduldig auf ihre deutschen Freunde. Diese hatten sie im Dezember vergangenen Jahres bei ihrem einwöchigen Besuch in Selb kennen gelernt.

Reichhaltiges Programm

Am nächsten Tag begann ein abwechslungsreiches und reichhaltiges Programm: Es ging los mit einer Stadtrallye durch Angers, bei der die Schüler gemeinsam mit ihren französischen Partnern anhand der gestellten Aufgaben Wichtiges und Kurioses selbst entdecken konnten. Beim Bowling in gemischten Gruppen war Zeit für Spiel und Spaß. Höhepunkt der Führung durch das Schloss dieser Stadt am nächsten Tag war zweifelsohne die Besichtigung des weltberühmten, 130 Meter langen Wandteppichs, der im Mittelalter äußerst kunstfertig gewebt wurde und in eindrucksvollen Szenen die Apokalypse zeigt.

Ein Ausflug ging an die Nordküste der Bretagne. Dort lernten die Schüler die harte Arbeit der Austernzüchter kennen. Nicht jeder traute sich, diese typisch französische Spezialität, die roh gegessen wird, zu kosten. Eine Stadtführung durch das malerische Saint-Malo ließ die Zeit der Korsaren lebendig werden. Der Besuch eines der typischen Höhlendörfer im Loire-Gebiet und die Besichtigung einer für diese fruchtbare Gegend, die die Kornkammer Frankreichs ist, ebenfalls kennzeichnenden Mühlen rundeten den touristischen Teil des Programms ab.

Daneben lernten die Schüler bei mehreren Unterrichtshospitationen das französische Schulsystem kennen, das sich vom deutschen doch grundsätzlich unterscheidet. Gesamtschule, Nachmittagsunterricht viermal pro Woche und Mittagessen in der Schulkantine sind in Frankreich eine Selbstverständlichkeit.

Allerlei Köstlichkeiten

Gewöhnungsbedürftig erschien vielen Schülern die strenge Disziplin, die sich zum Beispiel im vergitterten und bewachten Eingangstor, dem Aufstellen aller Klassen zu Unterrichtsbeginn und nach jeder Pause sowie einem Kontrollheft äußert, das jeder Schüler täglich vorweisen muss und in das disziplinarische Maßnahmen, aber auch alle anderen Informationen zur Gegenzeichnung durch die Eltern eingetragen werden.

Da kam die französische Küche viel besser an. Ob bei den Mittagessen innerhalb des gemeinsamen Programms, beim von den Gasteltern bestückten Buffet des fröhlichen Abschiedsfestes oder beim Gespräch über die in den Familien eingenommenen Mahlzeiten - die Schüler schwärmten unisono von den französischen Köstlichkeiten.

Das abschließende freie Wochenende bot dann individuell gestaltbare Zeit für viele weitere, gemeinsame Erlebnisse mit den Austauschpartnern, bevor nach einem teilweise tränenreichen Abschied von den französischen Freunden die lange Heimreise angetreten wurde.

Der finanzielle Eigenbeitrag der Teilnehmer beider Nationen an diesem Austausch war übrigens recht gering. Das machte laut Pressemitteilung ein äußerst großzügiger Zuschuss von Selbs Partnerstadt Beaucouze, die an Angers grenzt, möglich. Zudem wird diese Schülerbegegnung gefördert durch Mittel des Deutsch-französischen Jugendwerks. Auch die Fördervereine der drei beteiligten Schulen, die Deutsch-französischen Gesellschaften von Selb und Beaucouze sowie die Städte Selb und Angers haben Zuschüsse beigetragen. "Erst solche Förderung ermöglicht diese so wertvollen Begegnungen von Jugendlichen der beiden Länder, deren Nachbarschaft eine so wechselvolle Geschichte geprägt hat und die nun so partnerschaftlich gepflegt wird", schreiben die Schulen

    
    

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