zuletzt bearbeitet: 28.06.2010 11:57 Uhr
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Selbstbewusst in die Zukunft
Selb - Alle 87 Schülerinnen und Schüler des aktuellen Abschlussjahrgangs am Walter-Gropius-Gymnasium haben die Abiturprüfungen mit Erfolg abgelegt - 20 sogar mit einem Einser-Notendurchschnitt. Dies gab Anlass zum Feiern. Bei der Verabschiedung erhielten die Abiturienten am Freitag im Atrium der Schule neben dem Zeugnis, auch Lob und Glückwünsche.
"Für ein Segelschiff, das kein Ziel hat, gibt es nicht den richtigen Wind", fand Gerald Schade, stellvertretender Landrat, in seinem Grußwort ein schönes Bild für die berufliche Zukunft der Selber Abiturienten. Er ermahnte die jungen Erwachsenen, sich etwas vorzunehmen, hinter dem jeder persönlich steht. "Tut nichts, das andere von euch wollen, oder von dem ihr meint, dass es von euch erwartet wird. Nur so könnt ihr gute Leistungen bringen", so Schades Aufruf zu einer selbstbewussten Zukunftsgestaltung.
Oberbürgermeister Wolfgang Kreil ermutigte die ehemaligen Gymnasiasten, bei der Lebensplanung nicht allein mit Zahlen zu kalkulieren, "sondern auch mit dem, das einen persönlich weiter bringt und die Beziehungen zu anderen Menschen verbessert". Die Frage "Wie geht es aus?", die sich mancher vor dem Abitur gestellt habe, begleite einen im Beruf weiter. Auch der Oberbürgermeister hatte eine anschauliche Allegorie der Arbeitswelt für die 87 Hauptpersonen des Tages parat: "Wer das erste Mal einen dunklen Raum betritt, der stößt überall an. Findet man sich besser zurecht, meidet man automatisch die Stellen, wo man zuvor angeeckt ist."
Viele schöne Erlebnisse
"Die Erlebnisse der Schulzeit kann einem niemand mehr nehmen", sagte Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. "Ich hoffe, dass sie viele schöne Erlebnisse mitnehmen und sich stets daran erinnern, ihr Abitur an einem bayerischen Gymnasium geschafft haben, was ja eine vergleichsweise größere Leistung ist", so Schöffel mit Augenzwinkern.
Neun Jahre blickte Schulleiter Gosbert Durchholz in die Vergangenheit zurück, auf den 11. September 2001. "Als an diesem Tag zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers flogen und fast 3000 Menschen starben, gingen euch ganz andere Gedanken durch den Kopf", so Durchholz. "Denn für euch war es der erste Tag am Walter-Gropius-Gymnasium." Viel habe sich seitdem geändert, in der Welt und im Leben der damaligen Fünftklässler. Als die Prüfungsergebnisse und damit die hundertprozentige Erfolgsquote feststand, sei er als Schulleiter sehr erleichtert gewesen. "Werte wie Toleranz, Höflichkeit, Respekt, Freundschaft, Selbstdisziplin und Vertrauen habt ihr euch ganz nebenbei angeeignet und weiterentwickelt", lobte er die Abiturienten.
Für einige von ihnen hatte der Schulleiter besondere Auszeichnungen parat. Für ihre Einsatzbereitschaft zum Wohl aller Schüler zeichnete Durchholz die Schulsprecherinnen Maria Eckert und Steffi Eckl aus. Letztere war zusätzlich zu ihrer Aufgabe im Selber Gymnasium auch oberfränkische Schulsprecherin. Als Trainertrio des kombinierten Vereins- und Schultrainings Volleyball waren Christian Hetz, Florian Rummel und Mario Wührl zwei Jahre lang aktiv. Dafür gab es vom Direktor, der das Training vorher geleitet hatte und den die Nachwuchssportler durch ihren Einsatz entlasteten, einen kräftigen Händedruck und ein Geschenk. Oliver Zillig erhielt den Sonderpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für herausragende Leistungen im Fach Physik.
Vier Überraschungsgäste
Ehe es an den Abiturienten war, einer nach dem anderen auf die Bühne zu kommen, um ihre Zeugnisse abzuholen, bat Durchholz noch vier Überraschungsgäste zu sich: Günther Frankfurter, Helmut Kitter, Leonhard Reichel und Max Zeidelhack. Sie gehörten zu den gerade einmal 13 Abiturienten, die vor genau 60 Jahren an der damaligen Oberrealschule Selb die Hochschulreife erlangten.
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