zuletzt bearbeitet: 02.08.2009 21:02 Uhr
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Zwei Tage im Banne des Porzellans
Keine Frage: Die Stadt Selb hat ihren Ruf als Mekka der Porzellansammler aus ganz Europa behauptet. Vor allem am Samstag, aber auch am Sonntag war die Innenstadt der Treffpunkt aller Schnäppchenjäger und Experten.
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Suchen, stöbern, feilschen, kaufen: Der Porzellanflohmarkt war am Samstag wieder ein Eldorado für die Fans des "Weißen Goldes".Godawa -
Dr. Peter Ramsauer (rechts) im Gespräch mit Selber Porzellanmaler Moritz Hegy (links). Bei seinem Rundgang wurde Ramsauer von Oberbürgermeister Wolfgang Kreil (Zweiter von links) und dem Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Friedrich begleitet. Fotos: Andreas Godawa
Selb - Keine Frage: Die Stadt Selb hat ihren Ruf als Mekka der Porzellansammler aus ganz Europa behauptet. Vor allem am Samstag, aber auch am Sonntag war die Innenstadt der Treffpunkt aller Schnäppchenjäger und Experten. Zwar hatte der Samstag im Vergleich zu den Vorjahren etwas verhalten begonnen, ab ungefähr 10 Uhr war aber kaum noch ein Durchkommen.
Die wahren Spezialisten waren schon auf den Beinen, als die Sonne gerade aufging: Noch bevor die Verkäufer ihre ganzen Waren ausgeräumt hatten, waren sie - bewaffnet mit den einschlägigen Katalogen und Listen - unterwegs, um sich ja nichts entgehen zu lassen.
Bewährt haben sich offensichtlich kleine Koffertrolleys und Einkaufswagen, die sich auch im größten Gedränge gut manövrieren lassen.
Das Forum "Selb erleben" hatte zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Selb den Porzellanflohmarkt wieder bestens vorbereitet und so begann der Tag recht reibungslos. Die Parkplatzeinweisungen und die Verkehrsreglung hatte neben der Feuerwehr auch das THW übernommen. Und das war auch gut so. Gegen 8 Uhr kamen die ersten Busse an, ab spätestens 10 Uhr waren dann Parkplätze im weiten Umkreis der Innenstadt Mangelware. In der Hartmannstraße reihte sich Bus an Bus, die großen Parkflächen waren komplett belegt.
In Kolonnen bewegten sich die Menschen ins Zentrum, wobei das Sprachengewirr fast schon biblische Ausmaße annahm: Holländer, Franzosen, Engländer, Italiener, Dänen - kaum eine europäische Nation war nicht vertreten.
Währenddessen hatten sich die Vereine und Organisationen für den Ansturm gewappnet und ihre Stände und Zelte aufgebaut. Und spätestens als der Spielmanns- und Fanfarenzug den offiziellen Teil des Programms eröffnete, stand alles bereit.
Oberbürgermeister Wolfgang Kreil hieß die vielen Besucher dann zusammen mit der Porzellankönigin Carola I. und der Hochfrankenkönigin Bianca I. auf dem Markplatz willkommen. Neben vielen Amts- und Würdenträgern aus der Region begrüßte er besonders Dr. Peter Ramsauer, den CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, und den Generalkonsul der Türkei, Selim Kartal, mit denen er sich später auf einen Rundgang begab. Ramsauer überreichte Kreil ein Präsent aus Porzellan.
Die ganze Stadt sei froh, so Kreil, dass die Firma Rosenthal einen neuen Eigentümer habe und die Bevölkerung hoffe natürlich, dass es den Brüdern Coppo gelinge, Rosenthal als Weltmarktführer zu positionieren.
Mit einem Dank an alle Anbieter, Helfer, Organisatoren und die Wirtsfamilie Spannruft eröffnete Kreil das Fest, verwies dabei noch auf den Luftballonwettbewerb des Vereins "Zukunft Kinder" und die Auftritte der Bauchtanzgruppe der VHS Selb und gab die Bühne frei für die Egertaler Blaskapelle, die bis zum Abend für Stimmung sorgte.
Neben den vielen Attraktionen in der Innenstadt trug natürlich das hochsommerliche Wetter seinen Teil zum Gelingen des Porzellinerfestes bei. Und so schoben sich die Menschenmassen durch die Ludwigsstraße, die Bahnhofstraße hinauf zum Factory In und von dort wieder zurück ins Zentrum.
Mit Taschen und Tüten, mit Handwagen und Rucksäcken schwer beladen, kamen die Besucher vom Flohmarkt oder aus den Geschäften und Werksverkäufen, um sich anschließend in den Gaststätten und Cafés, auf dem Markplatz oder in den Biergärten zu stärken. Viele nutzen auch die Möglichkeit, mit den Shuttle-Bussen zu den weiteren Werksverkäufen und zum Porzellanikon zu fahren.
Kräftig gefeiert wurde am Abend natürlich auch noch: Auf dem Podium am Marktplatz spielte die Band "Crush" und sorgte für einen stimmungsvollen Sommerabend in Selb. Der verkaufsoffene Sonntag begann dann mit einem Gottesdienst im Bürgerpark.
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