zuletzt bearbeitet: 20.12.2009 22:50 Uhr
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Am Gummigriff auf den Zuckerhut
Mehr als 1000 Besucher besichtigen beim Tag der offenen Tür die neue Sportattraktion.
Wunsiedel - Das nennt man eine Punktlandung: Um ein Haar hätten sich die Klettersportler aus der Region noch etwas gedulden müssen und die neue Kletteranlage "Zuckerhut" neben der Vitalscheune nur von einer Empore aus besichtigen können. "Die Schlosserei hat die große gusseiserne Treppe erst Sonntagnacht um 2.30 Uhr geliefert. Bis mit Hilfe eines Krans alles montiert, verschraubt und die Fußbodenplatten draufgesetzt waren, war es 9 Uhr", berichtet - noch immer etwas außer Atem - der Kletterhallenbetreiber, Dr. Roman Lebek. Eine Stunde später standen die ersten Sportkletterer vor der Tür.
Bereits am Vormittag waren auch Bürgermeister Karl-Willi Beck, Landrat Dr. Karl Döhler und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel gekommen, um ihren Respekt vor dem unternehmerischen Mut des Wunsiedler Arztes auszudrücken. Sie sahen die Kletterhalle als eine Attraktion, die weit über den Landkreis Wunsiedel herausstrahle.
Mehr als 1000 Besucher
In der Tat gibt es vergleichbare Hallen erst wieder im Raum Regensburg oder Forchheim. Satte 16 Meter können die Kletterfreunde die Steilwände und Überhänge hinaufklettern, bis sie an die Decke stoßen. Wie Lebek erklärt, können die Sportler aus Klettersteigen der Kategorien vier (Anfänger) bis zehn (Profis) wählen.
Dass die Halle für Kletterer aus der weiteren Region ein Anziehungspunkt ist, war unschwer zu erkennen. Aus Hof, Bayreuth, der Oberpfalz und sogar aus Sachsen waren Interessierte gekommen, um bei angenehmen etwa 18 Grad auf Klettertour zu gehen.
Auch viele Menschen, die wohl nie die Absicht haben, sich an den Gummigriffen gen Decke zu hangeln, wollten die neue Sportattraktion in der Kreisstadt sehen. Bereits gegen 16 Uhr war die Schallmauer von 1000 Besuchern durchbrochen - und noch immer drängten viele Gäste in die Halle.
Am Sonntag waren jeweils etwa acht bis neun Kletterer in der Wand. Während des normalen Betriebs können deutlich mehr Sportler ihre Kraft und Geschicklichkeit testen.
Dass es alles andere als einfach ist, senkrecht eine Wand hochzuklettern, erlebten viele Besucher, die es das erste Mal ausprobierten. "Es kann aber nichts passieren. Außer vielleicht mal einer Schürfwunde sind keine Verletzungen möglich", sagt Lebek. Jeder Sportler werde von einem Partner am Boden mit einem Seil gesichert. Außerdem gebe es immer wieder Sicherungsringe, in die sich die Kletterer mit Karabinerhaken einklinken könnten. "Man kann also maximal einen halben Meter nach unten fallen, bis einen das Seil bremst."
Noch während des Tages der offenen Tür bekundeten Sportlehrer der Gymnasien aus Wunsiedel und Marktredwitz ihr Interesse, das Sportklettern im Unterricht anzubieten. "Beide Schulen werden nun Projekte entwickeln", sagt Lebek. Aber auch die Naturfreunde Bayreuth und einige Bergwacht-Ortsgruppen aus dem Fichtelgebirge wollen die Halle nutzen, um hier ihre jungen Mitglieder zu trainieren.
Alle zwei Jahre neue Routen
Die Konstruktion des "Zuckerhutes" war laut des Betreibers eine überaus knifflige Angelegenheit. "Zwei Statiker haben sich damit beschäftigt, die Tragfähigkeit der Wände in dem entkernten Haus zu berechnen. Schließlich wiegen die in Schreinerarbeit aus Holz gefertigten Klettersteige mehrere Tonnen." Auch Architekt Peter Kuchenreuther habe "wirklich Großes" geleistet.
Damit die Klettertouren eines Tages nicht eintönig werden, sollen die Griffpositionen der einzelnen Steige im Abstand von zwei Jahren verändert werden. Angesichts der neuen Sporthalle und der vielen Interessierten denkt Lebek bereits daran, in einem Jahr einen Wettbewerb mit Sportlern aus der gesamten Euregio Egrensis zu veranstalten. "Es gibt in unserer Region eine ausgeprägte Kletterszene. Die Fränkische Schweiz ist ein bekanntes Kletterparadies. Aber auch das Fichtelgebirge birgt viele Möglichkeiten. So etwa zwischen Kleinwendern und der Kösseine. Hier liegen einige Felsen, die auch von Kletterern aus anderen Teilen Bayerns genutzt werden."
In den kommenden Wochen werden die Arbeiten in dem neuen Gebäude weitergehen. So sollen demnächst noch ein Boulder-Raum (Bouldern ist Klettern ohne Sicherung) mit einem vier Meter hohen Felsen, ein Spinningsaal, ein Konferenzraum, Umkleiden und ein Wellnessbereich entstehen.
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Die neuesten Kommentare
[...] Berichtvon unbekannt am 25.12.2009 11:44...1. die Griffe sind NICHT AUS GUMMI! ...2. seit wann ist die Brücke aus Gußeisen????? ...3. das sind Sportkletterrouten..Klettersteige findet man gewöhnlich im Gebirge.... ...4. Sicherungsringe? Expressschlingen heisst das..... ...5.Wie "weit" ich herunterfalle ist durchaus individuell..ich kann auch in einer Kletterhalle einen mehrere Meter langen oder sogar Bodensturz provozieren.... ...6. Umschrauben erst nach 2 Jahren? der TOD jeder Kletterhalle..... ...7. eigentlich darf man sich garnicht drüber aufregen...man merkt einfach dass den Bericht jemand geschrieben hat..der 0,00 und noch weniger Ahnung von diesem Sport hat...aber...[...] [Der Forumsbeitrag wurde von der Frankenpost-Online-Redaktion gekürzt.] |
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Schmunzlschmunzel....von unbekannt am 25.12.2009 20:21...war mein erster Gedanke als ich das las. Mußte dann auch noch den Forumsbeitrag hier unten lesen und hab mich gefragt warum er gekürzt wurde!! Hat er doch wirklich Hand und Fuß im Gegensatz zum Zeitungsbericht. Wars denn was schlimmes?...oder doch keine 1000Zeichen seine Meinung wiederzugeben..........Zensur!!!!!! |
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Info drin, Beleidigungen rausvon rainer.maier
(48) am 26.12.2009 12:10Lieber Kletterer, sämtliche Sachkritik aus dem Beitrag von Kilkenny ist belassen worden. Dort, wo die Beleidigungen der Zeitung (die dieses Forum zur freien Meinungsäußerung zur Verfügung stellt) und ihrer Mitarbeiter anfingen, wurde allerdings eingegriffen. Nur weil man nicht jeden Dreck, der aus dem Schutz der Anonymität geworfen wird, dulden mag und kann, ist das noch keine Zensur. Informative und sachliche Argumente sind hier immer willkommen. Und wenn der Zeitung in der Berichterstattung sachliche Fehler passieren, darf das hier gerne richtiggestellt werden. Niemand ist unfehlbar. Aber Menschen, denen Fehler unterlaufen, sind nicht automatisch totale [...]. Sorry, das letzte Wort wurde von der Redaktion zensiert. Viele Grüße, Rainer Maier Frankenpost-Online-Redaktion |
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