» zur Übersicht Wunsiedel
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   
Das Fichtelgebirge als ein Vorreiter

Messe | Hunderte Interessierte informieren sich über die unterschiedlichen Angebote für ältere Menschen in der Region.
Von Matthias Bäumler
  • Markt der Möglichkeiten Auch jüngere Besucher informierten sich zuhauf an den Messeständen.
    Matthias Bäumler
Bild von

Marktleuthen - Den Schulen fehlen die Schüler, auf den Straßen sind mehr Menschen mit Rollatoren als mit Kinderwagen unterwegs und Altenheime führen Wartelisten: Was im Fichtelgebirge längst Alltag ist, steht vielen anderen Regionen erst noch bevor. In Nordostbayern ist die Bevölkerung im Durchschnitt älter als die im Rest des Freistaats. Dass diese Entwicklung durchaus auch eine Chance sein kann, hat am Samstag der "Markt der Möglichkeiten" gezeigt. Hier präsentierten an die 40 Aussteller ihre Angebote und Hilfen für ältere Menschen.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel zeigte sich von der Messe tief beeindruckt. "In unserer Region wird schon seit längerer Zeit diskutiert, wie wir uns auf eine älter werdende Region einstellen können. In dieser Frage können wir ein Vorreiter und ein Vorbild für andere Teile Deutschlands sein." Die vielen verschiedenen Einrichtungen, wie Mehrgenerationenhäuser, Seniorenheime oder ambulante Hilfen bezeichnete Schöffel als einen großen Schatz. Er warb aber ebenso dafür, die Vorzüge des Lebens in Nordostbayern für alle Generationen bekannt zu machen. "Hier können junge Familien in einer intakten Umwelt ebenso glücklich und zufrieden Leben wie ältere Menschen oder Spezialisten, die einer vom Wohnort unabhängigen Arbeit nachgehen."

Der gleichen Meinung war stellvertretender Landrat Horst Weidner, der vor allem die Kirchen und Verbände lobte, die mit ihren engagierten Mitarbeitern dafür sorgten, dass die älteren Menschen hier gut in die Gesellschaft integriert seien.

Eines der Projekte, die sich für ein gutes Miteinander aller Altersgruppen einsetzt, ist das der "Generation 1,2,3". Projektleiter Michael Stein war es auch, der die Messe initiiert und organisiert hat. Die Beauftragte des Bayerischen Sozialministeriums für Altersfragen, Sabine Wenng, bezeichnete die "Generation 1,2,3" als höchst innovativ und kreativ. "Daher ist es als eines der 13 für förderwürdig erachteten Projekte unter 90 Bewerbungen ausgewählt worden." Es sei eine riesige Herausforderung für die Zukunft, den älteren Menschen in den etwa 1500 Gemeinden in Bayern mit weniger als 5000 Einwohnern ein Leben im gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Sabine Wenng forderte die Bürger auf, sich für die Ziele der "Generation 1,2,3" einzusetzen. "Es geht darum, dass alle drei Generationen, die Kinder, die Erwerbstätigen und die älteren Menschen sich unterstützen und gut zusammenleben."

Wie groß das Interesse an Angeboten für die ältere Generation ist, zeigte sich am Samstag eindrucksvoll. Bereits am Vormittag war die Marktleuthener Stadthalle gut gefüllt. Bis am späten Nachmittag informierten sich mehrere Hundert Interessierte über Pflegekonzepte, Selbsthilfegruppen, barrierefreies Bauen, Gedächtnisübungen und vieles mehr. Aus dem Rahmen fielen dabei die Tagesmütter im Landkreis, die sich ebenfalls vorstellten. Sie sahen ihren Messestand ganz im Sinne des generationenübergreifenden Zusammenlebens. Außer den Privatbesuchern nutzten die Messe vor allem Mitarbeiter in der Kranken- oder Altenpfleger, um Neuheiten zu sehen oder die innovativen Konzepte anderer Einrichtungen zu studieren.

    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
    
    
    

Diesen Artikel

  • Teilen:
  •  
  • Facebook
  •  
  • MySpace
  •  
  • Twitter
  •  
  • StudiVZ / MeinVZ
  •  
  • Google
  •  
  •  
Bewertung: 
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein)
    
    

Die neuesten Kommentare

Mir zieht es die Schuhe aus..

von freierbuerger m (38) am 23.11.2009 23:35
wenn ich die Überalterung der Region als "Chance" bezeichnet höre.

Mittlerweile fällt keinem mehr etwas ein. Es wird nicht einmal mehr versucht, die Krise schön zu reden oder zu ignorieren. Inzwischen soll das sogar unsere Zukunftschance sein?!?

Nur mal zum Beispiel Marktleuthen (kann aber auch jede andere Stadt in WUN sein): am Marktplatz nur noch 3 funktionierende Läden, Winterling platt, Leerstände an allen Ecken, abgewirtschaftete Häuser, da keine Mieteinnahmen seit langem, schwacher ÖPNV... Schenkt den Leuten doch endlich reinen Wein ein.
(0)

guter Verkauf, gutes Marketing

von ratio am 23.11.2009 10:51
für eine Region, die mit Vollgas in ein demographisches Desaster fährt.
Wenn diese Region ach so attraktiv ist ( attractive=anziehend)warum stimmen dann so viele Leute mit den Füssen ab und gehen nach München? Etwa wegen der Hofer Verwaltungskompetenz?
(0)
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername
Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf frankenpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Ȇbersicht Wunsiedel

Narren ziehen alle Register

Die Prunksitzung in der ausverkauften Stadthalle begeistert die Besucher. 200 Akteure zeigen ein Programm der Superlative. »mehr
    
    

 
Verbrauch von Heizöl und Gas steigt an...

Wunsiedel - Wer nicht frieren will, muss ordentlich heizen: Die Kältewelle kurbelt das Geschäft mit Öl und Gas kräftig a... »mehr
    
 
    

 
Netzwerk für Kinder-Förderung...

"Anschwung für frühe Chancen" heißt ein bundesweites Programm zur Entwicklung von Kindern. 40 Fachleute aus dem Landkrei... »mehr
    
 
    

 
Feuer in Stall schnell unter Kontrolle

Großschloppen - Schnell gelöscht ist ein Brand am Sonntagmorgen in Großschloppen gewesen. Laut Polizei hatte eine Frau A... »mehr
    
    

Das könnte Sie auch interessieren 

    
    

Party

 
    

Nachrichten

 
    

Sport

    
    

Magazine

Wir in Wunsiedel Februar 2012
Nördliches Fichtelgebirge Ausgabe 4
Thüringen im Blick
Schlaglichter 2011
Gesundheitsführer Kulmbach
Gesundheitsführer Naila
Hochzeitsmagazin November 2011
Frankenreiter November
Börsenforum Oktober 2011
Leserreisen Oktober 2011
Berufsmagazin
Besser Bauen schöner Wohnen
5. Sechsämterland Holztage
Gesundheitsführer Hof 2011
Gesundheitsführer Münchberg
Gesundheitsführer Selb
Erfolgreiche Familienunternehmen
Bikers Guide
Gesundheitsführer Rehau
Gesundheitsführer Wunsiedel
    
Anzeige
Marktplatz und Bayreuther Woche
Logo Frankenwäldler
    

Umfrage

Lade TED
 
Die Umfrage wird geladen, bitte warten...
 

    
    

Was Rodlerin Tatjana Hüfner so schnell macht

Schnelligkeit ist keine Hexerei - aber viel Training, gute Konzentration und ausgezeichnetes Material können dabei helfen, beim Rennrodeln richtig hohe Geschwindigkeiten zu erzielen. »mehr
    
    

Die Sache mit dem freien Medikament

Frage des Tages
Ein freies Medikament ist laut Apotheke nicht lieferbar. Nun muss der Mann aus Helmbrechts eines nehmen, für das er eine Aufzahlung tragen muss. »mehr
    
    

Webcams aus der Region 

Eine Vielzahl von Webcams, die von Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen installiert wurden, zeigen aktuelle Bilder aus der Region. »mehr
    
    

Börseninformationen