zuletzt bearbeitet: 23.11.2009 07:57 Uhr
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Das Fichtelgebirge als ein Vorreiter
Messe | Hunderte Interessierte informieren sich über die unterschiedlichen Angebote für ältere Menschen in der Region.
Marktleuthen - Den Schulen fehlen die Schüler, auf den Straßen sind mehr Menschen mit Rollatoren als mit Kinderwagen unterwegs und Altenheime führen Wartelisten: Was im Fichtelgebirge längst Alltag ist, steht vielen anderen Regionen erst noch bevor. In Nordostbayern ist die Bevölkerung im Durchschnitt älter als die im Rest des Freistaats. Dass diese Entwicklung durchaus auch eine Chance sein kann, hat am Samstag der "Markt der Möglichkeiten" gezeigt. Hier präsentierten an die 40 Aussteller ihre Angebote und Hilfen für ältere Menschen.
Landtagsabgeordneter Martin Schöffel zeigte sich von der Messe tief beeindruckt. "In unserer Region wird schon seit längerer Zeit diskutiert, wie wir uns auf eine älter werdende Region einstellen können. In dieser Frage können wir ein Vorreiter und ein Vorbild für andere Teile Deutschlands sein." Die vielen verschiedenen Einrichtungen, wie Mehrgenerationenhäuser, Seniorenheime oder ambulante Hilfen bezeichnete Schöffel als einen großen Schatz. Er warb aber ebenso dafür, die Vorzüge des Lebens in Nordostbayern für alle Generationen bekannt zu machen. "Hier können junge Familien in einer intakten Umwelt ebenso glücklich und zufrieden Leben wie ältere Menschen oder Spezialisten, die einer vom Wohnort unabhängigen Arbeit nachgehen."
Der gleichen Meinung war stellvertretender Landrat Horst Weidner, der vor allem die Kirchen und Verbände lobte, die mit ihren engagierten Mitarbeitern dafür sorgten, dass die älteren Menschen hier gut in die Gesellschaft integriert seien.
Eines der Projekte, die sich für ein gutes Miteinander aller Altersgruppen einsetzt, ist das der "Generation 1,2,3". Projektleiter Michael Stein war es auch, der die Messe initiiert und organisiert hat. Die Beauftragte des Bayerischen Sozialministeriums für Altersfragen, Sabine Wenng, bezeichnete die "Generation 1,2,3" als höchst innovativ und kreativ. "Daher ist es als eines der 13 für förderwürdig erachteten Projekte unter 90 Bewerbungen ausgewählt worden." Es sei eine riesige Herausforderung für die Zukunft, den älteren Menschen in den etwa 1500 Gemeinden in Bayern mit weniger als 5000 Einwohnern ein Leben im gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Sabine Wenng forderte die Bürger auf, sich für die Ziele der "Generation 1,2,3" einzusetzen. "Es geht darum, dass alle drei Generationen, die Kinder, die Erwerbstätigen und die älteren Menschen sich unterstützen und gut zusammenleben."
Wie groß das Interesse an Angeboten für die ältere Generation ist, zeigte sich am Samstag eindrucksvoll. Bereits am Vormittag war die Marktleuthener Stadthalle gut gefüllt. Bis am späten Nachmittag informierten sich mehrere Hundert Interessierte über Pflegekonzepte, Selbsthilfegruppen, barrierefreies Bauen, Gedächtnisübungen und vieles mehr. Aus dem Rahmen fielen dabei die Tagesmütter im Landkreis, die sich ebenfalls vorstellten. Sie sahen ihren Messestand ganz im Sinne des generationenübergreifenden Zusammenlebens. Außer den Privatbesuchern nutzten die Messe vor allem Mitarbeiter in der Kranken- oder Altenpfleger, um Neuheiten zu sehen oder die innovativen Konzepte anderer Einrichtungen zu studieren.
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Die neuesten Kommentare
Mir zieht es die Schuhe aus..von freierbuerger
(38) am 23.11.2009 23:35wenn ich die Überalterung der Region als "Chance" bezeichnet höre. Mittlerweile fällt keinem mehr etwas ein. Es wird nicht einmal mehr versucht, die Krise schön zu reden oder zu ignorieren. Inzwischen soll das sogar unsere Zukunftschance sein?!? Nur mal zum Beispiel Marktleuthen (kann aber auch jede andere Stadt in WUN sein): am Marktplatz nur noch 3 funktionierende Läden, Winterling platt, Leerstände an allen Ecken, abgewirtschaftete Häuser, da keine Mieteinnahmen seit langem, schwacher ÖPNV... Schenkt den Leuten doch endlich reinen Wein ein. |
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guter Verkauf, gutes Marketingvon ratio am 23.11.2009 10:51für eine Region, die mit Vollgas in ein demographisches Desaster fährt. Wenn diese Region ach so attraktiv ist ( attractive=anziehend)warum stimmen dann so viele Leute mit den Füssen ab und gehen nach München? Etwa wegen der Hofer Verwaltungskompetenz? |
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