zuletzt bearbeitet: 28.10.2009 17:58 Uhr
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Die Landkreis-CSU setzt auf Berlin
Wunsiedel - Die CSU im Kreisverband Wunsiedel begrüßt die Vereinbarungen von Berlin und verbindet damit die Hoffnung, dass wichtige Vorhaben in Hochfranken jetzt durchgesetzt werden können. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Kreis-CSU hervor. "Mit drei Vertretern im engeren Kreis der Bundesregierung sind wir dort überdurchschnittlich stark und gut vertreten", so Kreisvorsitzender Wolfgang Kreil.
Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister, Hartmut Koschyk als Staatssekretär im Finanzministerium und Hans-Peter Friedrich als Chef der Landesgruppe seien Aktivposten der Region, die es zu nutzen gelte. Die CSU sei in Hochfranken der einzige politische "Vollsortimenter", der vom Gemeinderat bis zum Europaparlament ein funktionierendes Netzwerk biete, so Kreil.
Eines der Vorhaben, die Kreil rasch gelöst sehen möchte, ist der Ausbau der B 303 vom Grenzübergang Schirnding bis zur A 93. Die IHK Oberfranken weise zurecht auf den Ausbau von Prag nach Schirnding hin. Von Karlsbad bis Eger sei die Strecke eine einzige große Baustelle. Mit dem Verhandlungsführer in Verkehrsfragen bei der neuen Regierungskoalition, Hans-Peter Friedrich, einem Finanz-Staatssekretär Koschyk und einem CSU-Verkehrsminister Peter Ramsauer sollte auch auf deutscher Seite eine Lösung rasch machbar sein.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, erwartet sich Landtagsabgeordneter Martin Schöffel auch im Bereich der Eisenbahn neue Impulse für die Region. "Im Koalitionsvertrag steht ausdrücklich, dass die Bahn mehr Mittel für Vorratsplanungen erhalten soll. Damit muss auch die Elektrifizierung der Verbindungen von Regensburg und Nürnberg über Marktredwitz nach Hof möglich werden", so Schöffel. Für eine schnelle Planung müsse von der Region geschlossen geworben werden. Landrat Dr. Karl Döhler begrüßte die Initiative, den Kinderfreibetrag und das Kindergeld schrittweise zu erhöhen. Der Landkreis Wunsiedel sei für die Jugendhilfe zuständig und habe dort mit enorm steigenden Aufwendungen zu kämpfen. Jede Unterstützung in diesem Bereich sei willkommen. Eine Stärkung der Familien sei wichtig; dazu trage auch die Verbesserung der Betreuungsangebote bei. Der Landkreis sei vom Bund als Modellregion für die Tagespflege durch Tagesmütter ausgewählt worden. Auch hier erwartet Döhler einen Impuls durch die neue Bundesregierung.
Wolfgang Kreil mahnte ein gemeinsames Auftreten der Region an, ohne das es nicht möglich sein werde, die neuen guten Konstellationen zu nutzen.
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