zuletzt bearbeitet: 17.12.2009 01:14 Uhr
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Ehrenzeichen für vier verdiente Landkreis-Bürger
Feier | Landrat Dr. Karl Döhler überreicht den Preis anWotzka, Gamm, Röbl und Tröger.
Wunsiedel - Wer das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten bekommt, der muss schon einiges geleistet haben. Die Auserwählten müssen mindestens 15 Jahre herausragende Leistungen im Ehrenamt geleistet haben. Diese Auszeichnung wurde jetzt einer Bürgerin und drei Bürgern aus dem Landkreis Wunsiedel zuteil. Anneliese Wotzka, Ernst Gamm, Horst Röbl und Karl Tröger durften bei einer Feierstunde im großen Sitzungssaal des Landratsamtes das Ehrenzeichen aus den Händen von Landrat Dr. Karl Döhler in Empfang nehmen.
Großes Engagement
Döhler würdigte in seiner Laudatio die vielen Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit der vier Geehrten in unterschiedlichen Bereichen. Das Ehrenamt - Fundament unserer Demokratie, gelebte Solidarität und Beitrag für den Sozialstaat - könne nicht, wie oft versucht, in monetären Zahlen wiedergegeben werden. Die vier Geehrten hätten große soziale Verantwortung übernommen und einen beachtlichen Beitrag für "unser Sozialprodukt ohne Vergütung geleistet", sagte der Landrat. Wegen der Vielzahl der verschiedenen Ämter und Auszeichnungen bewies Landrat Döhler Mut zur Lücke bei der Aufzählung der Verdienste und beschränkte sich auf die herausragenden Daten der vier zu Ehrenden. Zu den Gratulanten gehörten Oberbürgermeister Wolfgang Kreil, die Bürgermeister Karl-Willi Beck, Bernd Hofmann, Stefan Göcking und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel.
Auch die Frankenpost kann hier nur einen Abriss der Meriten darstellen, welche die Geehrten erworben haben.
Anneliese Wotzka, Hausfrau aus Selb, ist seit 25 Jahren aktives Mitglied im Malteser Hilfsdienst. Seit zwölf Jahren fungiert sie dort als Mitglied des Vorstands, seit 24 Jahren als Delegierte für die Diözese Regensburg. Seit zwei Jahren ist sie Mitglied der Wahlkommission auf Bundesebene. Der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Gruppe Selb/Schönwald gehört Wotzka seit der Gründung 1981 als aktive Mitarbeiterin an. Ihr weiteres Engagement gilt seit 2006 der "Selber Tafel". 2007 wurde sie mit der Verdienstmedaille der Stadt Selb ausgezeichnet.
Ernst Gamm, Kaufmann aus Wunsiedel, hatte in seinem Heimatverein, der SpVgg Wunsiedel, ziemlich jedes Ehrenamt inne. Neben seinen Jahren als Vorsitzender war Gamm auch als Kreisjugendleiter und Lehrgangsbeauftragter tätig. Seit 1998 ist er Vorsitzender des Stadtsportverbandes in Wunsiedel.
Eine Sportskanone
Gamm ist Mitglied des Runden Tischs "Vereine und Ehrenamt" in Wunsiedel, des Jugendhilfeausschusses und des Sportbeirats des Landkreises. Dazu kommen Tätigkeiten im BLSV, im Bezirks-Jugendsportgericht und beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Besitzer des Sportehrenbriefs der Stadt Wunsiedel erhielt neben zahlreichen Verbands- und Vereinsauszeichnungen 2007 die BFV Ehrennadel in Gold.
Horst Röbl, ehemaliger selbstständiger Elektromeister aus Thiersheim, machte sich vor allem um die Ortsgruppe Thiersheim des Fichtelgebirgsvereins (FGV) verdient. Seit 1975 im Verein, war Röbl von 1986 bis 1989 stellvertretender Obmann, seit 1989 steht er dem Verein als Vorsitzender vor.
Unter die Vereinsführung des Wanderführers fielen die Ausrichtungen der 90-Jahr-Feier der Ortsgruppe 1994 sowie die Herbststernwanderung mit 700 Teilnehmern anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins. 2004 wurde der Organisator regelmäßiger Wanderungen und Wanderfahrten, "der auch erheblich zum kulturellen Leben der Gemeinde beiträgt" mit der Eichendorff-Plakette ausgezeichnet.
Karl Tröger, ehemaliger Sparkassenfilialdirektor aus Arzberg, machte sich vor allem um diverse Chorgemeinschaften, den Sechsämter-Sängerbund, den FGV und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Arzberg verdient. Tröger, auch ehemaliges Mitglied des Arzberger Stadtrates, war Chorleiter des Gesangsvereins Hohenberg an der Eger (1972 bis 2003) und leitet seit 1977 nach wie vor die Chorgemeinschaften "Harmonie" in Arzberg und "Fröhlichkeit" in Röthenbach. Dem Sechsämter Sängerbund (SSB) gehört er seit 1973 als Vorstandsmitglied an, seit 2004 agiert Tröger als Präsident an der Spitze des Verbandes.
Goldener Siebenstern
Auf Initiative Trögers wurde 1971 die FGV Ortsgruppe Schirnding gegründet deren Obmann er seit 1978 ist. In der Kirchengemeinde war er von 1976 bis 1988 Kirchenvorstand und von 1982 bis 1988 Vertrauensmann. Neben der Ehren- und Dankmedaille der Stadt Arzberg erhielt Tröger 1985 den Goldenen Siebenstern des Fichtelgebirgsvereins. Schi.
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