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Einer sonnigen Zukunft entgegen

Von Christian Heubeck
  • fpwun_fahrenschon_010809 Im Musterraum der Glasfabrik Lamberts informierte sich Finanzminister Georg Fahrenschon (Zweiter von rechts) über die Produktpalette des Holenbrunner Unternehmens. Den Erklärungen von Geschäftsführer Christoph Lamberts (rechts) lauschten auch Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Friedrich und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Foto: Christian Heubeck
     
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Wunsiedel - Bei diesem Termin konnte man den Terminus "heiße Phase des Bundestagswahlkampfes" fast wortwörtlich nehmen. Denn es wurde tatsächlich ordentlich heiß, als sich der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon gestern durch die Glasfabrik Lamberts im Wunsiedler Ortsteil Holenbrunn führen ließ. Schließlich wird hier Glas in eine glühend-flüssige Masse verwandelt, und dazu sind mehrere Hundert Grad vonnöten.

Begleitet wurde das Mitglied des Bayernkabinetts von Bundestagsabgeordnetem Hans-Peter Friedrich, dem Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, von Landrat Karl Döhler und Wunsiedels Bürgermeister Karl-Willi Beck. Später gesellte sich noch der oberfränkische Regierungspräsident Wilhelm Wenning zu der Runde der CSU-Politiker.

Minister Fahrenschon und seine Begleiter hörten Erfreuliches von den beiden Geschäftsführern des Unternehmens, von Peter Lamberts und dessen Sohn Christoph. Es fiel nämlich das Zauberwort "Investition". Auch wenn die beiden Geschäftsführer mit der Weitergabe von Zahlen an die Öffentlichkeit vorsichtig agieren - Fahrenschon nannte eine Summe von zehn Millionen Euro. Ungefähr diesen Betrag will Lamberts in die Nutzung der Sonnenkraft investieren. Geplant ist eine Fertigungsstelle für Solarglas. Das ist ein Glas, das aufgrund eines speziellen Produktionsverfahrens besonders dafür geeignet ist, möglichst viel Sonnenenergie in Fotovoltaikmodule und Solarkollektoren zu leiten.

Mit dieser größten Investition der Firmengeschichte wird eine Aufstockung der Beschäftigtenzahl einhergehen. Gesucht werden dann insbesondere erfahrene Fachkräfte aus der Glasindustrie.

Wie die Besucher bei ihrem Gang durch die Holenbrunner Glasfabrik weiter erfuhren, ist das 1887 von Laurenz Lamberts gegründete Familienunternehmen der einzige mittelständische Architekturglashersteller Europas, der nicht an einen großen Konzert gebunden ist. 125 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen.

Und das Glas aus der Holenbrunner Produktionsstätte steht auch in Verbindung mit den bekanntesten Architekturbüros auf dem Globus. So haben der Brite Norman Foster, der US-Amerikaner Steven Holl oder das Hamburger Büro Gerkan, Marg & Partner Glas von Lamberts in von ihnen entworfenen Gebäuden verwendet.

Wie Christoph Lamberts im Musterraum des Unternehmens sagte, war das Nelson-Atkins-Museum of Art in Kansas City, dessen Pläne der renommierte New Yorker Architekt Steven Holl gefertigt hat, mit rund zwei Millionen Euro Umsatz der größte Auftrag für den Holenbrunner Familienbetrieb.

Als Finanzminister Georg Fahrenschon dies hörte, fiel ihm der Begriff "hidden champions" ein. Damit bezeichnet man Betriebe, die weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit Bedeutendes leisten.

    
    

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