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Freibier aus dem Brunnen

Für rund eine Million Euro ist in drei Bauabschnitten auf einem brachliegenden Areal der Egerauenpark entstanden. Bei der Einweihung gibt es viel Lob für diese Anlage.

Von Hans Gräf
  • fpwun_pechloh_260710 Ein besonderer Treffpunkt ist stets die Bühne im Egerauenpark. Keine Frage, dass hier auch bei der Einweihungsfeier einiges geboten war. Mit schmissiger Musik sorgten hier die Pechloh-Musikanten für Unterhaltung. Fotos: Gräf
     
  • fpwun_promi_260710 Bürgermeister Helmut Ritter (Mitte) führte die offiziellen Gäste der Einweihungsfeier durch den Egerauenpark.
     
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Marktleuthen - Bürgermeister Helmut Ritter stand die Freude ins Gesicht geschrieben: Als am Samstag der Egerauenpark eingeweiht wurde, gab es Lob von vielen Seiten und eine ebenso große wie auch interessierte Gästeschar. So begrüßte Ritter Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie viele Bürger. Sogar eine Delegation aus der Partnerstadt Herend in Ungarn war zu diesem Anlass nach Marktleuthen gekommen.

Ritter ließ in seiner Ansprache die Entstehungsgeschichte des Egerauenparks Revue passieren. Der Anlass für die Planungen liege fünf Jahre zurück: Damals mussten, wie Ritter erinnerte, zwei baufällige und teilweise abgebrannte Wohnanwesen auf diesem Areal abgerissen werden. In einem ersten Bauabschnitt sei ein Pavillon mit WC-Anlage und eine Freianlage mit Brunnen aus Fichtelgebirgs-Granit errichtet worden. Danach sei es weitergegangen mit dem von Kindern gerne angenommenen Wasserspielplatz mit Weidenbauwerken und einer Hängebrücke nahe dem Egerlauf. Als besondere Attraktion bezeichnete der Bürgermeister die neugeschaffenen Wohnmobilstellplätze, die mit Fahrzeugen aus ganz Europa belegt seien. Der ADAC habe diesen Platz als eine der besten und schönsten Wohnmobilanlagen in ganz Deutschland bewertet. Wie Ritter weiter berichtete, sind in einem dritten Bauabschnitt im Anschluss an die Freizeitanlagen Rad- und Fußwege angelegt worden; zudem sei über die Eger ein Steg angelegt worden. Die Kosten des Egerparks bezifferte der Bürgermeister auf 1 050 000 Euro. Hieran habe sich der Freistaat mit 780 000 Euro beteiligt. Ohne diese gute staatliche Beteiligung hätte die Stadt dieses Vorhaben nicht schultern können. Das Stadtoberhaupt dankte der Regierung von Oberfranken für ihre Unterstützung und großzügige Förderung. Ein Dank ging auch an alle beteiligten Firmen, Architekten und Helfer, die hervorragende Arbeit geleistet hätten.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel gratulierte der Stadt zu dieser Freizeiteinrichtung. Er hoffe, dass er mit der verbesserten staatlichen Förderung auch einen persönlichen Beitrag habe leisten können. "Damit ist eine neue Lebensqualität für Marktleuthen entstanden."

Landrat Dr. Karl Döhler überbrachte die Glückwünsche des Landkreises. Er sprach von "einem Schmuckstück für Marktleuthen". Die Stadt habe dieses Vorhaben mutig in Angriff genommen und damit für die Bürger, aber auch für den Tourismus etwas Erfreuliches in die Tat umgesetzt.

Auch die an diesem Projekt beteiligten Planer Kerstin Holl, Marion Schlichtiger und Otto Bruchner dankten der Stadt für die gute Zusammenarbeit bei der Planung und Ausführung. Mit den vier Schriftzügen am Pavillon "Feuer, Wasser, Luft und Erde" wollte man deutlich machen, worum es im Leben des Menschen wirklich geht.

Die Geistlichen Arved Schlottke für die evangelische und Dr. Raphael Mabaka für die katholische Kirche spendeten den Segen für die neue Egerparkanlage.

Für die durstigen Kehlen gab es zur Feier des Tages aus dem Granitbrunnen Freibier. Marktleuthen hatte am Wochenende einen zweiten Grund zum Feiern: das Bürgerfest. Ein Bericht folgt in unserer morgigen Ausgabe.

    
    

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