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Freudiges Bibbern im Nieselregen

Wunsiedel - Warm wurde es den Besuchern der Aktion "Mauerfall" nur ums Herz. Die vielen Aktionen der Schulen, der Laienschauspieler, des Jugendzentrums oder die Reden der Zeitzeugen rührten viele Menschen in der Wunsiedler Fußgängerzone und in der für Autos gesperrten Maximilianstraße zutiefst. Bei kühlen Temperaturen und Nieselregen bibberten die vielen Zuschauer jedoch heftig. Trotzdem harrten die meisten unverdrossen drei Stunden lang aus, um den Höhepunkt des Abends mitzuerleben: den Durchbruch der Mauer. "Wir haben für alles gesorgt, aber für das Wetter können wir leider nichts", sagte Stadtarchivar Wolfgang Daum, der die Aktion organisiert hatte.

Außer rund um die Bühne herrschte vor allem am Glühweinbrunnen in der Fußgängerzone großes Gedränge. Mit dem Heißgetränk ließ sich der nassen Kälte leichter trotzen.

Eine beachtliche Leistung vollbrachten die Honoratioren, für die einige Bierbänke mit reservierten Plätzen aufgestellt waren. Die Politiker und die Senioren, etwa Heinrich Benno Schäffler oder Altbürgermeister Karl Walter, ließen sich die Kälte nicht anmerken und blieben fast bis zum Schluss auf ihren Plätzen sitzen.

Als Familienmensch zeigte sich Europaabgeordnete Monika Hohlmeier. Sie zog es immer wieder zu den kleinen und großen Schülern, mit denen sie sich eifrig austauschte. Als während einer Rede ein Kind vor der Bühne eine Limoflasche fallen ließ, bückte sich Hohlmeier sogleich und räumte die Scherben weg. M. Bäu.

    
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