zuletzt bearbeitet: 11.05.2010 22:20 Uhr
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Kreative Schüler werfen Blick in die Zukunft
Wettbewerb | Wunsiedler Gymnasiasten bekommen den ersten Preis bei dem Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren für den Beitrag „Das Fichtelgebirge im Jahr 2050“.
Wunsiedel/Selb - Die Schülerinnen und Schüler der 8b des Luisenburg-Gymnasiums haben in der Selber Sparkasse den ersten, mit 1000 Euro dotierten Preis der Wirtschaftsjunioren entgegengenommen. Sie hatten bei einem Wettbewerb, das Fichtelgebirge für das Jahr 2050 fit zu machen, den besten Beitrag geliefert. "Ihr habt die richtigen Fragen gestellt und die besten Antworten darauf gegeben", sagte Landrat Dr. Karl Döhler. Der zweite Preis mit 500 Euro ging an die Fachschule für Hotel- und Tourismus-Management in Wiesau, der dritte Preis (250 Euro) an die Siegmund-Wann-Realschule Wunsiedel.
Sieben Schulen aus den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt und sich viel Arbeit gemacht. Es wurden Homepages zur Werbung im Internet, Pläne für das Fichtelgebirge als Erlebnispark, praktische Anleitungen zur Vermarktung als Tourismusziel, aber auch Werbespots und Prospekte entworfen, die Besucher in die Region locken sollen.
Phillipp Pirmanschegg von den Wirtschaftsjunioren Fichtelgebirge hieß im Vortragssaal der Sparkasse Hochfranken in Selb viel Prominenz mit der Europaabgeordneten Monika Hohlmeier an der Spitze willkommen. Sein besonderer Gruß aber ging an die Schüler, die im Internet recherchiert, Umfragen gemacht, vier Monate gegoogelt, getwittert und schließlich ihren Beitrag präsentiert hatten. Kreativität sei die Währung der Zukunft, sagte er, und Kreativität hätten die Schüler reichlich gezeigt.
Philipp Riedel von den Wirtschaftsjunioren erinnerte daran, dass die Idee zu dem Wettbewerb bei den Fichtelgebirgstagen im vergangenen Jahr geboren worden sei. Weil man wissen wollte, wie das Fichtelgebirge im Jahr 2050 aussehen sollte, habe man die angesprochen, die die Zukunft gestalten sollten. Die Jury sei begeistert gewesen. So wurde das Fichtelgebirge des Jahres 2050 als Freizeitpark mit Iglu-Dörfern, ein Fichtel-Erlebnisgebirge gezeigt, die Hufeisen-Form der Landschaft als Glücksbringer vermarktet. Die Jugendlichen hätten sich klar zu ihrer Heimat bekannt, in der sie auch später bleiben wollten. Europaabgeordnete Monika Hohlmeier freute sich über das Engagement der Wirtschaftsjunioren und lobte die Schüler für ihre Arbeit. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel sagte, zu den Stärken der Region gehörten auch Ideen, wie sie die Wirtschaftsjunioren verwirklichten.
Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Bernd Würstl nahm die Besucher mit auf eine visionäre Reise ins Fichtelgebirge des Jahres 2050, wenn sein Urenkel auf einem belebten Marktredwitzer Bahnhof auf den ICE Hamburg-Marktredwitz-München warte, der hier zahlreiche Urlauber und Geschäftsleute aussteigen lasse. "Oberbayern hat die Berge, wir haben die Perspektive", sagte er und überreichte den dritten Preis.
Hans F. Trunzer von der Industrie- und Handelskammer Bayreuth überreichte den zweiten Preis. "Wir brauchen frische Ideen, die auch umgesetzt werden", sagte er. Die Grenzöffnung habe neue Chancen für die Wirtschaft im einstigen Grenzland gebracht, aber auch den Konkurrenzdruck erhöht.
Landrat Dr. Karl Döhler griff den Vorschlag eines Aktionsbündnisses für die Region auf, wie es in Cham mit Erfolg praktiziert wurde. Den Schülern dankte er, dass sie kreativ für ihre Heimat gearbeitet hätten. Die Arbeiten unterstrichen, dass sie sich mit der Region identifizierten. "Zukunft ist, was man daraus macht", sagte Döhler und überreichte den ersten Preis.
"Wir haben nicht nur Ideen, wir führen sie auch durch", so Philipp Riedel, der Geldpreise an die übrigen Teilnehmer überreichte: die Volksschule Kirchenlamitz, die Hauptschule Selb, das Otto-Hahn-Gymnasium und die Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz. Für Musik sorgte das Duo "Sunbow", bevor die Hotelfachschule Wiesau ans kalte Büfett einlud.
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