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Oldtimer-Freunde von Strecke begeistert

Über 70 Fahrer nehmen an der Ausfahrt des MSC Wunsiedel zum Lichterfest teil. Den Motorradfahrern macht allderings die Hitze zu schaffen.

  • Sowohl Fahrer als auch Zuschauer kamen bei der Fichtelgebirgsfahrt des MSC Wunsiedel auf ihre Kosten. Foto: pr
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Bad Alexandersbad - Er kennt sie alle. Jede noch so malerische Strecke, jede noch so versteckte Nebenstraße und jedes noch so verschlafene Örtchen. Bernd Molle, Fahrtleiter der Fichtelgebirgsfahrt für Old- und Youngtimer, die er mit zahlreichen Helfern des Motorsportclubs (MSC) Wunsiedel jedes Jahr zum Bad Alexandersbader Lichterfest veranstaltet, hatte tief in seinem Erfahrungsschatz aus seiner Zeit als Rallye-Copilot gekramt. Das Ergebnis: Eine rund 90 Kilometer lange Strecke, die die 73 Teilnehmer in wahre Begeisterungsstürme versetzte. "Fantastisch" hörte man da bei der Zieleinfahrt oder: "Bernd, auf dich kann man sich halt verlassen."

Die Veranstaltung bildet seit Jahren einen Gegenpol zur Sechsämterland Classic und kommt ohne Sonderprüfungen aus. Das sei auch der Grund, warum die Fahrt regelmäßig Wochen vorher ausgebucht ist, so zweiter Vorsitzender Jens Kraus: "Es geht den Teilnehmer einfach darum, ihre Schätzchen auszufahren."

Und die hatten die Oldtimerfreunde auf Hochglanz poliert. Die Motorradfahrer hatten sich in ihre Leder-kluft geworfen und ihre zweirädrigen Klassiker aus der Garage geholt. Und das trotz der mehr als hochsommerlichen Temperaturen. Und so waren sie auch diejenigen, die als Erste die Kaffeepause im Fleckl einläuteten. "Das war wirklich mörderisch, deshalb haben wir ein bisschen abgekürzt", sagt Karsten Leupold, der mit seiner Honda Goldwing, Baujahr 1984, zum zweiten Mal dabei ist.

Karl Rössler feierte bei der Fichtelgebirgsfahrt seinen Geburtstag. Nur mit seinem NSU TT. Er gehört zu den Wiederholungstätern, genau wie viele andere Teilnehmer mit ihren europäischen Klassikern der Marken BMW, Opel, Porsche und Mercedes. Aber auch einige Exoten waren dabei und versetzten Peter Berek, Bürgermeister von Bad Alexandersbad, der zusammen mit Jens Kraus und Bernd Molle aus der Geschichte der jeweiligen Autos plauderte, in Staunen - wie der Chevrolet Biscayne von Otto Eckl, ein weißer Straßenkreuzer mit Heckflossen.

Das älteste Fahrzeug war der Nash Six von Jörg Albrecht aus dem Jahr 1929. Er plant bereits, einen Chevrolet, Baujahr 1928, anzuschaffen. "Der sieht aus wie eine Kutsche mit Motor", verrät er.

Während die Fahrzeuge der einen noch im Originalzustand sind, mussten andere aufwendig restauriert werden. Oder sie wurden komplett umgebaut, zum Beispiel von Rechts- auf Linkslenker wie die AC Cobra von Manuel Fernandez. Gesprächsthema Nummer eins aber waren Sabine Stadlbauer und ihr Sohn Arnold, die sich passend zu ihrer "Hippie-Ente", einem Citroen 2CV, angezogen hatten.

Im Ziel wurden die Teilnehmer von zwei Fahrzeugen des Historischen Feuerwehrvereins der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz begrüßt. Für das Erinnerungsgeschenk hatten sich die Damen des MSC etwas Besonderes einfallen lassen: Sie hatten den langen Winter genutzt und in Handarbeit 80 Klorollenwärmer gehäkelt, die für so manchen Lacher sorgten. "Die wollen wir im nächsten Jahr aber auf der Hutablage sehen", sagt Bürgermeister Berek. Er war im Ziel beeindruckt von dem großen Organisationsaufwand der Ausfahrt: "Eigentlich müsste ich dem MSC einen Dankesbrief schicken, dass er unser Lichterfest so bereichert."

Eigentlich müsste ich dem MSC einen Dankesbrief schicken.

Bürgermeister Peter Berek


    
    

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