zuletzt bearbeitet: 09.01.2010 03:18 Uhr
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Strom und Wärme aus der Region
Projekt | Durch die Zusammenarbeit der Firmen SWW und Gelo entsteht in Wunsiedel ein Biomasse-Heizkraftwerk. Nach einer Investition von zehn Millionen Euro wird hier ein Rohstoff aus dem Fichtelgebirge genutzt: Holz. Bis zu acht Arbeitsplätze entstehen.
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Freuen sich über den geplanten Bau eines Biomasse-Heizkraftwerkes: (von links) Bürgermeister Karl-Willi Beck, GELO-Gesellschafter Christian Küspert, SWW-Geschäftsführer Marco Krasser und GELO-Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert. Foto: Hannes Bessermann -
Pellets - ein Wärmespeicher aus dem heimischen Rohstoff Holz - spielen eine zentrale Rolle bei einer Zehn-Millionen-Investition in Wunsiedel.Archiv
Wunsiedel - Über das Thema "Energieautarke Region" wird im ganzen Landkreis viel diskutiert, in Wunsiedel werden jetzt aber Fakten geschaffen: Der stadteigene Energieversorger SWW und die GELO-Holzwerke GmbH Weißenstadt gründen eine gemeinsame GmbH, um ein Kraftwerk mit Pelletsproduktion zu bauen und zu betreiben. Die Investitionssumme für dieses Biomasse-Heizkraftwerk bezifferte Bürgermeister Karl-Willi Beck auf rund zehn Millionen Euro, als er am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der Stadt das Projekt erstmals öffentlich vorstellte. Sechs bis acht Arbeitsplätze sollen hier dem Bürgermeister zufolge entstehen.
Im Gespräch mit der Frankenpost erläuterten der Geschäftsführer der SWW, Marco Krasser, und der Geschäftsführer der GELO-Holzwerke, Wolf-Christian Küspert, die Arbeitsweise des Biomasse-Heizkraftwerkes, das im Industriegebiet am Wintersreuther Weg entstehen soll.
Zum einen will die neue Firma, die WUN-Bioenergie GmbH, die bereits am kommenden Donnerstag gegründet wird, in dem Kraftwerk mit Hackschnitzeln elektrische Energie erzeugen; der Rohstoff kommt aus dem heimischen Wald.
Bei der Stromerzeugung entsteht Abwärme, die sich nicht ungenutzt verflüchtigen soll. In einem ländlichen Gebiet wie dem Fichtelgebirge ist es allerdings schwierig, von einem zentralen Werk aus ein Fernwärmenetz aufzubauen. Aber die WUN-Bioenergie GmbH will diese Abwärme nutzen, um bei der Pelletsproduktion die Späne zu trocknen. Krasser und Küspert bezeichnen deshalb auch die Pellets als Wärmespeicher.
Laut Marco Krasser sollen "die Pellets nicht einfach als Pellets" verkauft werden, die WUN-Bioenergie GmbH will im Endeffekt Wärme verkaufen. Der Endverbraucher zahle die Wärme, die er braucht, um die dafür im Keller stehende Technik und den nötigen Brennstoff kümmert sich das Unternehmen. Der SWW-Geschäftsführer sieht aber als Abnehmer für die Pellets vor allem öffentliche Gebäude und sogenannte Dorfheizungen, wie im Wunsiedler Ortsteil Breitenbrunn eine geplant ist (siehe Infokasten).
Nach Krassers Angaben soll das Wunsiedler Kraftwerk Strom produzieren, mit dem rein rechnerisch 2000 Durchschnittshaushalte versorgt werden können. Die Pellets, die in Wunsiedel einmal produziert werden, würden ausreichen, um 2500 Haushalte mit Wärme zu versorgen. Küspert nennt eine weitere Zahl: 1500 Ladungen Späne bleiben damit im Landkreis und werden nicht per Lkw in andere Regionen transportiert.
Küspert und Krasser wollen mit dem Vorhaben drei Ziele verwirklichen: Sie wollen die Wertschöpfung in der Region halten, den CO2-Ausstoß reduzieren und eine Unabhängigkeit von Energie, die jetzt noch aus anderen Regionen stammt, schaffen. Marco Krasser: "Die SWW in Wunsiedel geht damit dorthin, wo sie vor 100 Jahren hergekommen ist - zur Eigenversorgung. Wir streben eine Unabhängigkeit an."
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Die neuesten Kommentare
Genervtvon Bergziege![]()
(55) am 10.01.2010 13:38Grad hatten wir 20 Jahre Mauerfall und jetzt wieder so ein Kommentar.Warum kommen den die Leute hier her arbeiten.Weil die Wessis die Ostfirmen für ne Mark bekommen haben;plus Millionenförderung.Dann haben sie das Geld eingesteckt und die Firmen zugemacht.Da ist der Soli hingeflossen und in leerstehende Gewerbegebiete.Das Ganze wurde dann von Wessibeamten mit Buschzulage gesteuert. Im übrigen ist so ein Biomassekraftwerk eine tolle Sache.Sollte jede holzverarbeitende Firma haben.Genauso wie Gülle in die Biogasanlage gehört und nicht aufs Feld.Da würde es im Sommer auch nicht dauernd so übel stinken. |
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ganz stolzvon selber am 09.01.2010 09:078 neue Arbeitsplätze da kann man echt stolz sein davon 4 tschechen und 3 ossis danke |
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Hirn einschalten!!!von unbekannt am 10.01.2010 20:40Was will uns dieser Beitrag sagen? Ich schätze mal, der Typ macht nur Spass...denn so dumm kann doch kein richtiger "Wessi" sein! |
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gefrustetvon unbekannt am 10.01.2010 11:27Wie gefrustet und langzeitarbeitslos muss man denn sein, um einen solchen Kommentar abzugeben? Endlich mal wieder eine positive Nachricht für die Region und sofort kommt wieder ein Miesepeter und macht das Ganze schlecht. Typisch unsere Region. Da kann nix vorangehen, wenn jeder so denkt. Ich schäm mich für solche Mitbürger!!! |
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