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Teils nachdenklich, teils heiter

Der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein hält die Festrede zum 50. Jubiläum des CSU-Ortsverbands Nagel. Zum Einzug erklingt der Bayerische Defiliermasch.

Von Wolfgang Lindner
  • fpwun_beckstein_290710 Hans Hofweller (Vierter von links), Hans König, "der Kloi" (Dritter von links), und Hans König, "der grouße Hans" (links), wurden für 50-jährige Zugehörigkeit zur CSU geehrt. Mit den Parteijubilaren freuten sich (von links): Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Friedrich, Günther Beckstein, CSU-Ortsvorsitzender Hans Schindler, Bürgermeister Theo Bauer und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Foto: Wolfgang Lindner
     
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Nagel - Unter den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches, gespielt von der Fichtelgebigskapelle Ebnath, ist der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günter Beckstein in den Saal des Gemeindezentrums eingezogen. Beckstein war gekommen, um dem CSU-Ortsverband Nagel zum 50. Geburtstag zu gratulieren.

Wie Beckstein in seiner Festrede sagte, war die Gründung der CSU nach dem Krieg damals etwas unglaublich Modernes. Es sei eine Partei auf der christlichen Grundlage aller Konfessionen geschaffen worden.

Wer Hilfe von der Allgemeinheit brauche, der solle sie bekommen. Das sei der Grundsatz des Sozialstaats. "Wer sich nicht selbst helfen kann, dem wird geholfen. Wenn jemand zu faul zum Arbeiten ist, heißt es aber nicht, dem helfen wir, sondern dem werden wir schon helfen, das Arbeiten zu lernen", sagte Beckstein. Zum Ausländerrecht sagte der ehemalige Regierungschef: "Asyl ja, wenn jemand Hilfe sucht, aber auch Abschiebung, wenn jemand Asyl ruft und Sozialhilfe meint." Ein weiteres Thema Becksteins war der ländliche Raum. Bayern lebe von seinen Dörfern. Es müsse noch viel mehr dargestellt werden, dass das Leben im ländlichen Raum attraktiv ist.

"Auch wenn zwischen Bayern und Franken nicht immer und zu allen Zeiten die große Liebe bestand - am Ende des Kriegs konnten wir Franken froh sein, zu Bayern zu gehören. Damit wurden wir nicht der sowjetischen Besatzungszone zugerechnet", sagte Beckstein. Er sah einen Wesensunterschied zwischen Altbayern und Franken. "In München sind alle Weltbester. Die denken sogar, sie haben den besten Fußballverein, dabei ist der 1. FCN viel öfter aufgestiegen als der FC Bayern." Als Dankeschön überreichte Bürgermeister Theo Bauer dem ehemaligen Ministerpräsidenten einen Korb mit Produkten der Nagler Kräuterfrauen.

Ortsvorsitzender Hans Schindler hatte zu Beginn der Feierstunde auf die Geschichte des CSU-Ortsverbands zurückgeblickt: Am 24. Januar 1960 trafen sich 22 Nagler, um die örtliche Gruppierung CSU aus der Taufe zu heben. Zum ersten Vorsitzender wurde Hans Scharf gewählt. Seit Jahrzehnten hat die CSU auch die Bürgermeister gestellt. Zunächst war dies Karl Pfauntsch, und seit 16 Jahren hat Theo Bauer das Amt inne. Bereits seit 27 Jahren gibt es auch einen Ortsverband der Jungen Union in Nagel. Im Mittelpunkt der Arbeit, so sagte Schindler, seien nie parteipolitische Überlegungen, sondern das Gemeinwohl gestanden.

Auch Landtagsabgeordneter Martin Schöffel gratulierte zum Jubiläum. Der Einsatz von Bürgermeister Theo Bauer und von ihm, Schöffel, habe dazu geführt, dass die Förderung für das Haus der Kräuter von 60 auf 80 Prozent angehoben worden sei. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Dr. Hans-Peter Friedrich, sagte, die CSU sei eine Volkspartei. Sie habe keine Ideologie, aber Grundsätze, die in der christlichen Verantwortung und auf der Nächstenliebe fußten.

Weitere Grußworte sprachen Bad Alexandersbads Bürgermeister Peter Berek und der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Oliver Weigel.

Geehrt wurden für 50-jährige Mitgliedschaft Hans König (der kloi Hans), Hans König (der grouße Hans), und Hans Hofweller.

    
    

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