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Tuchbreiter fordert ein Umdenken im Wald

  • fpwun_Jaeger_060510 Die Geehrten und Ehrengäste (von links) Fritz Ecker, Heinz Martini, Jochen Bauer, Dr. Karl Döhler, Egbert Urbach, Horst Clericus, Hans Schmeißner, Günther Stadelmann, Martin Ecker, Erwin Kuchta, Jürgen Fraas, Bernd Tuchbreiter. Foto: Lindner
     
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Tröstau - Die Diskussion um das Verbissgutachten stand im Mittelpunkt der Hegeschau der Kreisjägerschaft Wunsiedel-Marktredwitz. Das Gutachten erstellen die Forstbehörden. Sie ermitteln darin, welche Schäden das Wild an den Bäumen angerichtet hat. "Wäre es nicht an der Zeit, das Verbissgutachten in Vegetationsgutachten umzubenennen ?", fragte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Bernd Tuchbreiter. Es sei nicht so wichtig, was verbissen wurde, sondern was wächst.

Gesprächsbereit

Beifall erntete Tröstaus Bürgermeister Heinz Martini für seinen Wunsch: "Bei allem Verständnis dafür, dass man Schälschäden verhindern muss, würde es uns doch freuen, wenn man auch in Zukunft ab und zu einen Hirsch im Fichtelgebirge sehen könnte." Martini bat darum, daran zu denken, dass auch Wild eine Kreatur sei, der man mit Respekt und Achtung begegnen sollte. Landrat Dr. Karl Döhler mahnte mehr Gesprächsbereitschaft zwischen Land- und Waldbesitzern auf der einen und der Jägerschaft auf der anderen Seite an.

Bauernpräsident Werner Reihl sprach sich ebenfalls dafür aus, den Begriff Vegetationsgutachten statt den des Verbissgutachtens zu erstellen.

Egbert Urbach vom Präsidium des Bayerischen Landesjagdverbands aus München sagte, dass niemand nur Wild wolle. "Wir brauchen den gesunden Lebensraum Wald, aber das Wild braucht auch Nahrung, und dafür müssen Grundeigentümer und Jäger sorgen." Ein Förster, der den Verbiss nur mit der Büchse verhindern könne, habe keine Ahnung vom Waldbau.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel dankte dem Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, Wilfried Pfahler, für seine ausgleichende Wirkung zwischen Jägern und Waldbesitzern. "Der Wald ist ein Wirtschaftsfaktor, aber unsere Forstbetriebe sind keine Unterabteilung des Finanzministeriums."

Zusammen mit Egbert Urbach ehrte Bernd Tuchbreiter Mitglieder. Seit 25 Jahren in der Kreisjägerschaft sind Martin Ecker, Bernd Tuchbreiter und Karl Schmeisl.

40 Jahre im Vorstand

40 Jahre ist Willi Baumgärtel dabei. Für 45 Jahre wurde Jochen Bauer geehrt und für 50 Jahre Fritz Ecker, Hans Göschel, Hans Sirtl sowie Günther Stadelmann. Für 40 Jahre Tätigkeit im Vorstand wurde Horst Clericus ausgezeichnet. Die Hundeführer-Ehrennadel in Silber erhielten Hans Schmeißner und Fritz Eckert. Mit einem Bierkrug bedankte sich Tuchbreiter bei den ausscheidenden Hegegemeinschaftsleitern Erwin Kuchta aus Arzberg und Jürgen Fraas aus Wunsiedel.

Die Jäger wählten Bernd Tuchbreiter erneut zum Vorsitzenden. Sein neuer Stellvertreter ist Jürgen Fraas. Kassier bleibt Ulrich Busch und Schriftführer Matthias Krug. W. L.

    
    

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