zuletzt bearbeitet: 16.08.2010 17:36 Uhr
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Voller Raffinesse und Rätsel
Ein preisgekrönter Kalender kann derzeit auf dem Pellerhof in Birk besichtigt werden. Das Werk ist nicht nur optisch perfekt gestaltet, sondern lädt vor allem zum Nachdenken ein.
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Mehrmals musste Martin Burger von der Werbeagentur Riegg und Partner (rechts) unterstützend eingreifen, um die Kalenderblätter zu erklären. Hier erläutert er (von links) Heinz Späthling von der gleichnamigen Druckerei, Landrat Dr. Karl Döhler, Landtagsabgeordneten Martin Schöffel und Hofinhaber Robert Peller gerade den Monat Dezember. Foto: Ernstberger
Birk - Pünktlich zur Birkner Kirwa wurde der Schupf'm des Pellerhofs wieder ein Ort der Kunst. Unter dem Dach der Initiative "Kunst aff'm Dorf" startete die Ausstellung eines DENKalenders. Dieser interpretiert den traditionellen Kalender neu. Die zwölf Motive des DENKalenders bieten jeden Monat ein interaktives Rätsel für fast alle Sinne. Sie laden ein zum Grübeln, Malen, Öffnen, Rechnen und Rubbeln. "Unser Werk ist manchmal zum Haareraufen, soll aber vor allem Spaß machen", erklärt Martin Burger von der Neudrossenfelder Werbeagentur Riegg & Partner, unter deren Federführung das Meisterwerk des Kommunikationsdesigns entstand. Den Druck übernahm die Druckerei Späthling aus Ruppertsgrün.
Die einmalige Idee des DENKalenders würdigte auch die Jury der internationalen Kalenderschau. Unter 1300 eingereichten Arbeiten konnte auf Anhieb der Bronzerang erzielt werden. Auch das renommierte internationale Designer-Magazin "novum - World of Graphic Design" widmete dem DENKalender eine ganze Seite.
Beim Betrachten der Monatsblätter stellten auch die Ehrengäste Landrat Dr. Karl Döhler und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel fest, dass die Motive nichts für einen schnellen Blick sind. Lediglich ein kurzer Satz unter den Bildern gibt einen Tipp für den Lösungsweg. Um die Tage des Monats zu finden ist vor allem eins angesagt: Querdenken. "Wie oftmals im Leben muss man seine typischen Denkmuster verlassen, um erfolgreich zu sein", erklärt Burger. "Wer nicht hören will, muss zählen" ist zum Beispiel im April zu lesen. Bilderrätsel verkörpern hier die Wochentage. Und es kann schon ganz schön knifflig werden, wenn man aus einem Fuß mit vier Zehen den 14. des Monats herauslesen muss. "Anschluss auf der ganzen Linie" heißt es im Oktober. Nur wenn man den Linien des U-Bahnplanes folgt, ergibt sich die Verteilung der Wochentage. Auch ein Labyrinth, ein Kreuzworträtsel, ein Sehtest, Rechenaufgaben und ein Schüttelrätsel warten auf die Betrachter. Besonders aufwendig ist der Lösungsweg des Februars. Erst in vollkommener Dunkelheit zeigen sich fluoreszierende Linien einzelner Sternbilder, denen gefolgt werden muss. Die Gäste am Eröffnungstag konnten sich glücklich schätzen, dass Martin Burger bei Fragen helfend zur Seite stand. Für alle, die ohne fremde Hilfe den DENKalender ergründen und sich intensiv mit den Monatsblättern befassen möchten, sind die Türen des Pellerhofs jeden Sonntag ab 15 Uhr geöffnet.
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