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Wunsiedler Jugendherberge ist „gut drauf“

Aktion | Das Haus bekommt ein seltenes Zertifikat. Die Familie Dittrich feiert ihr 30. Jubiläum.
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Wunsiedel - Doppelten Grund zum Feiern hat es in der Wunsiedler Jugendherberge gegeben. Seit 30 Jahren sind Gisela und Wilhelm Dittrich als Jugendherbergseltern tätig, seit 1993 in Wunsiedel. In diesem Jahr wurde die Jugendherberge am Katharinenberg, die als eine der schönsten Bayerns gilt, eröffnet. Jetzt wurde die Herberge mit dem Zertifikat "Gut drauf" ausgezeichnet.

Das ist eine besondere Ehre. Schließlich gibt es in Deutschland nur 27 Herbergen, die dieses Zertifikat besitzen, in Bayern sind es gar nur sieben. Und im gesamten nordbayerischen Raum kann sich nur die Jugendherberge der Festspielstadt mit dem "Gut-drauf"-Zertifikat schmücken. Und noch eine Besonderheit gibt es: In Bayern ist Wunsiedel die einzige Jugendherberge, die das Programm auch im Winter anbietet.

Als Gäste dieser kleinen Feierstunde begrüßte Gisela Dittrich den Präsidenten des Landesverbandes des Deutschen Jugendherbergsverbandes (DJH), Gerhard Koller, den Bezirksbeauftragten des DJH, Norbert Specht, Marlis Oberauer von der DJH-Geschäftsstelle in München, Landrat Dr. Karl Döhler, die zweite Bürgermeisterin Margit Widenmayer, den Stadtrat Konrad Scharnagl, vom Verkehrsamt Melanie Wehner-Engel und Martina Schneider als Koordinatoren von der Aktion "Gut drauf". Als Kooperationspartner für die Aktionen der Jugendherberge begrüßte Gisela Dittrich den pädagogischen Leiter für "gut drauf", Werner Köppel, Dr. Guido Kossmann und Hubert Steinberger vom Lernort Natur.

Die Zertifizierungsurkunde an die Herbergseltern überreichte Gerhard Koller. Der Präsident gratulierte auch zum Berufsjubiläum, das in einer besonderen Feier nochmals gewürdigt werde.

Zum persönlichen Dienstjubiläum und zum Zertifikat für das Haus gratulierte auch Landrat Dr. Karl Döhler der Familie Dittrich. Heutzutage, sagte er, sei es nun mal so, dass man nahezu für alles ein Zertifikat brauche. "Damit ist auch von offizieller Seite bestätigt worden, was wir in der Region haben. Damit können wir werben. Sie sind gut drauf, und das ist für unsere Region sehr wichtig", sagte Döhler zu den Herbergseltern.

Die Grüße der Stadt überbrachte zweite Bürgermeisterin Margit Widenmayer. Das Wesentliche bei einem derartigen Haus sei nicht die schöne Lage, sondern die vorbildliche, mit Liebe und Engagement gemachte Arbeit durch die Herbergseltern. "Sie sind oft bessere Kurzzeiteltern. Viele Kinder haben solche Mamas und Papas zu Hause nicht", meinte Widenmayer. Die Familie Ditt-rich bezeichnete sie als Glücksfall für diese Herberge und für die Stadt. "Sie tragen ein positives Image hinaus in die Welt, die Stadt profitiert mehr von Ihnen, als sie zurückgeben kann."

Gisela Dittrich führte die Gäste durch das Haus, in dem einige Aktionen von zwei Schulklassen aus Nürnberg liefen. Im Keller trainierten Kinder für eine Zirkusaktion, die sie am Abend ihren Mitschülern vorführen wollten, und im Treppenhaus lief eine Abseilaktion. Hier ließ es sich auch Landrat Döhler nicht nehmen mitzumachen. Denn: Wann hat ein Landrat schon Gelegenheit, sich tagsüber abzuseilen? Beeindruckt zeigten sich die Gäste am Schluss der Führung vom Entspannungsraum mit seiner leisen Musik, den bequemen Sitzgelegenheiten und dem langsam wechselnden Farben der Beleuchtung.

    
    

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