zuletzt bearbeitet: 23.07.2009 20:12 Uhr
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Zusage für eine Ganztagesklasse
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Zeugnis vom Minister: Diese Ehre wurde am Donnerstagabend Julia Neupert (links) und Gina König zuteil. Die beiden Besten der Wunsiedler Hauptschule erhielten ihr Abschlusszeugnis aus den Händen von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Foto: Hannes Bessermann -
Beeindruckt vom Europäischen Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk: Minister Dr. Ludwig Spaenle (Zweiter von links) kam bei seinem Rundgang aus dem Staunen gar nicht heraus. Mit auf dem Bild sind Landrat Dr. Karl Döhler, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (von rechts) und der stellvertretende Leiter Erwin Hornauer (links). Foto: Vieweger
Wunsiedel - Seit gestern Nachmittag ist es amtlich: Wunsiedel bekommt zum neuen Schuljahr eine gebundene Ganztagesklasse an der Grundschule. Den entsprechenden Zusagebescheid überreichte der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle am Donnerstag bei seinem Besuch in der Kreisstadt an Bürgermeister Karl-Willi Beck. Dieser freute sich über die gute Nachricht aus München sehr, schließlich sei es keine Selbstverständlichkeit gewesen, dass die Stadt berücksichtigt werde, da es im Freistaat eine wesentliche größere Nachfrage an diesen gebundenen Ganztagesklassen gab als erwartet. "Da hat das Bohren unseres Abgeordneten Martin Schöffel geholfen", sagte Beck der Frankenpost.
Hohe Förderung?
Auch der künftige Rektor Reinhard Dengler nahm diese Botschaft mit großer Zufriedenheit auf. Es sei wichtig bei den Grundschulen an morgen zu denken. Er berichtete, dass bei einem Informationsabend das Interesse der Eltern an gebundenen Ganztagesklassen sehr groß gewesen sei. Beabsichtigt sei, jedes Schuljahr das Angebot um eine Klasse zu erweitern, um schlussendlich in jedem Jahrgang eine solche Klasse anbieten zu können. Aber dafür müssten dann auch die entsprechenden Räume zur Verfügung stehen.
Und genau das ist eine der entscheidenden Fragen bei der geplanten Generalsanierung der Grund- und Hauptschule sowie der Turn- und Schwimmhalle. "Unsere Schulen arbeiten nicht nur nach Programm, sondern haben immer wieder viele gute Ideen", sagte der Bürgermeister. Dafür brauche man auch gewisse Räume, deshalb bat Beck den Minister um einen optimalen Fördersatz. Denn es besteht die Gefahr, dass bei einer Förderung nach dem Raumprogramm manche Maßnahmen nicht bezuschusst würden. "Es wäre schade, wenn einige Aktivitäten an unserer Schule gefährdet werden würde, wenn nach alten Richtlinien entschieden würde", stieß Erich Meinlschmidt, Rektor der Hauptschule, ins selbe Horn.
Eine feste Größe
Minister Spaenle konnte in Sachen Förderung zwar keine Versprechen abgeben, machte aber deutlich, dass die Richtlinie des konzipierten Raumprogramms nicht verbindlich sei. Darüberhinaus machte er darauf aufmerksam, dass es durch die Ganztagesklasse eine erhöhte Förderung geben könnte.
Erfreuliche Nachrichten gab es auch für die Hauptschule. Dr. Klemens M. Brosig, Abteilungsdirektor "Schulen" an der Regierung von Oberfranken, sagte, dass die Wunsiedler Schule eine feste Größe sei, die auch in Zukunft Bestand haben werde. Mehr noch: Sie sei eine Vorzeigeschule für ganz Nordbayern, wie Landrat Döhler und Landtagsabgeordneter Schöffel sagten. Mit der vertieften Berufsorientierung und der sozialpädagogischen Art weise die Wunsiedler Schule schon viel von dem auf, was bayernweit Hauptschulen als künftige Mittelschulen leisten sollen. Das anerkennt auch der bayerische Kultusminister: "Das ist eine Schule, die mehr macht, die Netze spinnt, die Partner hat."
Überhaupt zeigte sich Spaenle bei seinem Besuch in Wunsiedel sehr angetan von dem Angebot, das die verschiedenen Schulen und Einrichtungen anbieten. Er ermutigte alle Verantwortlichen und Entscheidungsträger auch in Zukunft diesen mutigen und innovativen Weg weiterzugehen - zum Wohle der Schüler.
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