zuletzt bearbeitet: 17.07.2008 19:42 Uhr
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„Hütte Gottes“ wird 50 Jahre alt
Jubiläum | Am 20. Juli 1958 feierten die Gläubigen die Einweihung der Friedenskirche. Lange Jahre waren die Zedtwitzer zuvor zum Gottesdienst in die Hospitalkirche nach Hof gelaufen. Festprogramm am Sonntag.
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Überraschung für viele Kirchgänger: Der Innenraum ist farbenprächtig gestaltet. Künstler Gerd Jähnke hüllte Christus in einen leuchtend roten Königsmantel und stellt ihn dar als König und Herr. Er ist nicht von dieser Welt – das symbolisiert die Tatsache, dass seine Füße nicht die Erdkugel berühren.
Zedtwitz – Vor 50 Jahren ist in Zedtwitz der Wunsch vieler Bürger in Erfüllung gegangen. Der Ort bekam mit der Friedenskirche ein eigenes Gotteshaus. Sehr zur Freude auch von dem damaligen Pfarrer Wilhelm Kneule. Am kommenden Sonntag, 20. Juli, wird nun Jubiläum gefeiert. Und es mag so manchen geben, der sich an die Zeit erinnert, in der die Gläubigen den Gottesdienst in der Hofer Hospitalkirche besuchen mussten.
Viel ist passiert in den Jahren vor der Wunscherfüllung, aber auch in der Zeit bis heute, wie Katja Bude im Gemeindeblatt „Der Hospitalbrief“ aufzeigt. Dort ist unter anderem zu lesen, dass es sehr wohl einmal ein Gotteshaus in Zedtwitz gab. Eine Kapelle im 15. Jahrhundert, die zum St. Clarakloster gehörte. Doch geblieben ist nichts von ihr, sie „verschwand im Nebel der Geschichte“, wie Bode schreibt. Die Zedtwitzer fanden in Hof kirchlichen Beistand, bis 1936 die katholische Kirchengemeinde eine Kapelle in der Hohbühlstraße errichtete und die evangelischen Kirchengänger am Gottesdienst teilnehmen durften. 1948 entstand dann der Plan einer Kirche auf der Insel. 1953 gründeten Pfarrer Kneule und der damalige Kirchenvorsteher Johann Spitzbarth einen Kirchenbauverein, dessen Vorsitz Alfred Jahn übernahm. Die Mitglieder sollten Geld sammeln für den Bau im Schlosspark, der am Ende 120 000 Mark kostete.
Architekt war Horst Rudorf, der sich für einen Rundbau entschied, der viele Betrachter an ein Zelt erinnert. Eine Symbolik, die durchaus gewollt war, und die Pfarrer Kneule mit einem Satz aus der Offenbarung erklärte: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen“. Baumeister war Max Peetz, Gerd Jähnke, ein Münchner Künstler, gestaltete den Innenraum. Die Bauarbeiten begannen im Oktober 1957, viele Bürger halfen mit. Die Einweihung der Friedenskirche, deren Name an die friedlichen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert, fand am 20. Juli 1958 statt. Bei den Feierlichkeiten läuteten drei Glocken, sie hatte der Verein allein über Spenden finanziert. Die Mitglieder des neu gegründeten Kirchenchors sangen.
Im Jahr 1973 entstand eine zweite Pfarrstelle in der Gemeinde der Hofer Hospitalkirche, deren Inhaber allein für Zedtwitz zuständig waren. Zuvor hatten stets Vikare den Ort betreut. Über die Jahre vermehrte sich das Angebot der Kirchengemeinde. So entstand 1981 der „Dienstagsclub“, der sich bis heute Themen unserer Gesellschaft widmet. 1985 weihte Dekan Hermann Wunderer das Gemeindehaus ein.
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