zuletzt bearbeitet: 28.09.2009 15:20 Uhr
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620 Läufer erklimmen den Theresienstein
Erfolge | Ein bisschen abgekämpft sehen sie aus – doch zufrieden sind sie allemal: Die Sportler, die am Samstag beim Halbmarathon oder auf der Zehn-Kilometer-Strecke starten, können stolz sein.
Hof - Was Michael Strobel an diesem Abend tun wird, weiß er ein paar Stunden vorher schon genau: "Ich genehmige mir ein kühles Blondes, leg' die Beine hoch - und dann genieß' ich die Fußball-Bundesliga." Bis es soweit ist, liegt allerdings noch ein gutes Stück Arbeit vor ihm. Mit rund 50 Helfern kümmert sich Michael Strobel vom Sportamt der Stadt Hof um die Organisation des "Frankenpost-Park-&-See-Laufs", bei dem am Samstagnachmittag am Hofer Theresienstein rund 620 Läufer und Nordic-Walker an den Start gehen. 330 nehmen die Halbmarathon-Distanz, also 21,1 Kilometer, in Angriff, die sie bis zum Untreusee führen. 210 Teilnehmer treten beim Volkslauf über zehn Kilometer an und 80 wollen mit Nordic-Walking-Stöcken ebenfalls zehn Kilometer bewältigen.
Ihr Pensum dürften die allermeisten Sportler geschafft haben - vielleicht auch dank der 80 Kilogramm Bananen und 1000 Liter Mineralwasser, die an den drei Verpflegungsstellen bereit stehen. Zweieinhalb Stunden später sind im Ziel fast nur lachende Gesichter zu sehen: viele erschöpft und gezeichnet von den Anstrengungen, aber glücklich. Und eines strahlt ganz besonders: das von Matthias Flade, der für den TV Münchberg angetreten ist und sich mit einer Zeit von 1:14,26 den Gesamtsieg geholt hat. Dabei, sagt der 30-Jährige, habe er für das Rennen gar nicht besonders trainiert: "Ich laufe sowieso jeden Tag bis zu zwei Stunden - und Halbmarathon ist einfach meine Distanz."
Auch Anita und Helmut Schimpl aus Hof haben allen Grund zur Zufriedenheit. Nach anderthalb Stunden wollten die beiden Nordic-Walker durchs Ziel marschieren - "und das haben wir geschafft". Ganz entspannt wirken sie. "Gut war's", sagt Anita Schimpl, "eine angenehme Anstrengung." Gerd Gulden hingegen sieht nach seinem Halbmarathon etwas abgekämpft aus. "Es war schon hart", gibt der Selber zu, "ich bin für meine Verhältnisse ein ziemliches Tempo gelaufen." Gut zwei Stunden hatte er sich als Endzeit vorgenommen - eine Marke, die er mit seinen 1:57,59 sogar deutlich unterboten hat. Obwohl er nach der Hälfte der Strecke eigentlich keine Lust mehr hatte: "Da hab' ich mir gedacht, ich will's nur noch zu Ende bringen."
Ähnliches dürfte Susanne Gundelwein durch den Kopf geschwirrt sein. Zwischen Kilometer 16 und 19 sei's ganz schwer gewesen, sagt die Münchnerin, die aus Konradsreuth stammt: "Aber dann hab' ich meine Mutter überholt, die bei den Nordic-Walkern dabei war, und dann ging's wieder." Zumindest bis zum steilen Schlussanstieg hinauf zum Ziel am Theresienstein: "Das war heftig."
Finale mit Steigung
Ja, bestätigt Michael Göppel, Marketingleiter der Zeitungsgruppe Hof-Coburg-Suhl, der seinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf geschafft hat, "der Berg zum Schluss, das war das Allerschlimmste". Am liebsten hätte er eine kleine Gehpause eingelegt. "Aber weil so viele Leute da waren, bin ich doch raufgejoggt." Und ist im Ziel "sehr zufrieden" mit seiner Leistung.
Froh zeigt sich auch Michael Strobel: "Alles hat gut geklappt." Vor allem dank der Helfer von der LG Hof, der IfL Hof, dem RC Pfeil Hof, dem Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk: "Ohne die würde das alles gar nicht funktionieren."
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