zuletzt bearbeitet: 27.04.2011 12:58 Uhr
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Ein Feuerwerk der strammen Waden
CI Classics | 625 Menschen starten bei der Radtour von Lamilux und VfB Rehau. Sie nehmen drei Routen unter die Reifen.
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Trödeln bei den Hausaufgaben -
Feuer frei fürs große Kurbeln: Die Rennradler nehmen als erste den Höllbachweg als Startgerade in Beschlag. Fotos: Sammer -
Sonne im Gemüt: Vom leichten Regen ließen sich die Rehauer noch lange nicht abschrecken. -
Wer darf als erster? Das Warten auf den Startschuss ist spannend. -
Kurze Verschnaufpause: In Faßmannsreuth konnten die Fahrer die Verpflegungsstation anfahren oder die eigenen Reserven leeren.
Rehau - Hier lockern sich 1250 Waden. Hier rollen sich 1250 Reifen ein. Hier stecken sich 1250 Hände in Handschuhe. Und 625 Helme pflanzen sich auf 625 Köpfe. Vier Countdowns und dreieinhalb Startschüsse später drehen sich 42 000 Speichen in 1250 Felgen den Höllbachweg hoch: Die zweite CI Classics von Lamilux und VfB Rehau lockt am Sonntag Radbegeisterte aus der Region nach Rehau. Drei Strecken nehmen sie, je nach Kondition, in Angriff - und Teilnehmer wie Organisatoren sind sehr zufrieden damit, wie alles abläuft.
Am Sonntagmorgen ist das Areal rund ums VfB-Heim dicht bevölkert. Die Sportler holen Räder aus großen Kofferräumen, pumpen letztmals Luft in stramme Schläuche, ziehen Trikots an und Windjacken drüber - und legen schließlich die Jacken wieder ab, tauschen Regenhäute mit Ärmlingen und lange Hosen mit knackig kurzen. Sonnenschein herrscht nur in den Gemütern an diesem Morgen - von leichtem Nieseln und grauem Himmelszelt lässt sich keiner beeindrucken. Schließlich gibt es auch ohne Sonne viel zu sehen: Das Warten aufs große "Los!" wird zur spannenden Materialschau. Wer fährt welches Rad, mit welchen Trikots treten die Sportler an, wie professionell ausgestattet gehen die Teilnehmer an den Start?
Die in Sachen Ausrüstung die Messlatte hoch legen, dürfen zuerst starten: die Rennradler. Nach dem Startschuss von Michael Abraham - bei der er der Pistole etwas nachhelfen muss - nehmen sie 84 Kilometer unter die Reifen. Über Marktleuten nach Weißenstadt und über Münchberg und Oberkotzau wieder zurück sammeln sie 1100 Höhenmeter.
Das Gros der Starter stellt sich der Cross-Strecke: 41 Kilometer geht es über Faßmannsreuth nach Hranice und Ebmath und über Oberprex zurück. Der kurze Schwenk nach Tschechien ist den Erfahrungen des vergangenen Jahres geschuldet: "Wir haben gemerkt, dass viele die damalige Strecke über den Kornberg schon kannten - die aktuelle Runde dürfte aber den meisten neu sein", sagt Harald Orlogi. Der Aktive der Outdoor-Abteilung des VfB macht den Moderator im Startraum, er versorgt die Fahrer mit letzten Hinweisen und schickt sie gruppenweise auf die Strecke. Der Pulk der Cross-Radler ist derart groß, dass er zweigeteilt werden muss.
Doch auch die Pedalritter, die sich auf die 25 Kilometer lange Familienrunde machen, füllen die gesamte Straße vom VfB-Heim bis zur Zehstraße. Wer hier startet, will's gemütlicher angehen lassen, möchte die Kinder dabei haben und zieht mitunter sogar einen kleinen Wagen für die Kleinen hinterher. Zurück im Ziel, wird es für die Jüngsten einen eigenen Rad-Parcours auf dem VfB-Gelände geben, für die Älteren Bratwürste, Bier und Musik.
Für ein reibungsloses Rollen sorgt am Sonntag eine große Mannschaft: "Zahlreiche Freiwillige von Lamilux, VfB, Rehauer Feuerwehr und BRK stehen an der Strecke und an den Verpflegungsstationen und helfen notfalls weiter", erklärt Michael Ertel von Lamilux. Auch die Behörden in Tschechien hätten sich aufgeschlossen gegenüber der Runde durch ihr Hoheitsgebiet gezeigt.
Damit auch jeder weiß, wo er hin muss, weisen Schilder und Pfeile den Weg. "Die Ausschilderung haben wir erst knapp vor der Tour angebracht", verrät Michael Ertel schmunzelnd - im vergangenen Jahr hatten Mitarbeiter des Landratsamts versehentlich einige der Wegweiser wieder entfernt.
Ein Mal müssen die Helfer des BRK medizinische Hilfe leisten - "was sehr schnell und gut funktioniert hat", sagt Harald Orlogi. Ansonsten geht die Veranstaltung genau so über die Bühne, wie es sich Schirmherr Bürgermeister Michael Abraham eingangs wünscht: unfallfrei.
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