zuletzt bearbeitet: 27.04.2011 12:58 Uhr
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Imagekampagne für die Chancen der Region
Projekt | Der Verein „Oberfranken Offensiv“ und die MB-Dienststelle bringen Schule und Wirtschaft zusammen.
Hof - Bereits zum siebten Mal wird in diesem Jahr das vom Verein "Oberfranken Offensiv - Forum Zukunft Oberfranken" und der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für Gymnasien in Oberfranken ins Leben gerufene Projekt "Gymnasien und Wirtschaft in Oberfranken" durchgeführt. "Das Projekt will laut Mitteilung helfen, den demographiebedingten Engpass an gut ausgebildeten Arbeitskräften für die heimischen Unternehmen zu mindern", betont Staatssekretärin Melanie Huml. Schüler oberfränkischer Gymnasien mit hohem Potenzial werden bereits in der Schulzeit mit Unternehmen der Region in Kontakt gebracht, und dieser Kontakt soll möglichst bis zum Abschluss der Hochschulausbildung intensiv gepflegt und aufrechterhalten werden. "Von diesem Austausch profitieren beide: Wirtschaft und Schüler", sagte Huml, "denn Ziel ist es, eine starke Bindung der jungen Oberfranken zu dem Wirtschafts- und Lebensraum Oberfranken und dessen Unternehmen aufzubauen."
Während vor einigen Jahren angesichts der damals angespannten Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation nur wenige wirklich daran glaubten, dass Fach- und Führungskräfte in Oberfranken aufgrund der demografischen Entwicklung einmal Mangelware werden könnten, ist diese Prognose heute in einigen Fachbereichen schon Realität geworden. Besonders bei den technischen Berufen können einige oberfränkische Unternehmen ihren Mitarbeiterbedarf nicht mehr ausreichend decken.
Gefährliche Prognosen
Eine Entwicklung, die sich in den kommenden Jahren noch verschärfen wird: Laut Prognosen des Bayerischen Landesamtes für Statistik wird die Anzahl der älteren Menschen ab 60 Jahren von heute rund 280 000 bis 2025 auf über 350 000 Einwohner ansteigen, die Anzahl der zwischen 16- und 25-Jährigen dagegen von derzeit rund 116 000 auf 88 000 Einwohner zurückgehen. Gerade von den Jungen und Hochqualifizierten streben noch dazu viele eine Karriere außerhalb Oberfrankens an - häufig ohne Kenntnis über die vielfältigen Berufs- und Karrieremöglichkeiten in Oberfranken.
Bei den sechs bereits erfolgreich durchgeführten Kontaktveranstaltungen an den Uni-versitäten Bayreuth und Bamberg sowie an den Hochschulen Coburg und Hof, konnten jeweils etwa 80 Schüler der elften Jahrgangsstufe, im letzten Jahr sogar 180 Schüler der Jahrgangsstufen zehn und elf aus ganz Oberfranken, mit Personalchefs und weiteren Vertretern der teilnehmenden Unternehmen reden, Praktika oder die Teilnahme an "Schnuppertagen" vereinbaren und sich aus erster Hand über Karrierechancen in Oberfranken informieren. Sowohl Unternehmen als auch Schüler konnten sich im Vorfeld auf einem Internetportal über ihre Gesprächspartner informieren und sich gezielt auf die Gespräche vorbereiten.
Neben den Firmenvertretern waren auch die Studienberatungen der oberfränkischen Hochschulen gefragte Ansprechpartner.
Die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberfranken war maßgeblich an der Konzeptionierung des Projekts beteiligt, wählt in Absprache mit den Schulleitungen geeignete Schüler aus und organisiert auf schulischer Seite die Auftaktveranstaltungen. Der Ministerialbeauftragte, Leitender Oberstudiendirektor Dr. Edmund Neubauer, sieht in dem Projekt einen doppelten Nutzen: "Zum einen unterstützen wir mit dem Bemühen, den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt und die hohe Qualität der international aufgestellten oberfränkischen Unternehmen zu verdeutlichen, die Wirtschaft in Oberfranken. Außerdem haben die jungen Menschen durch die Initiative eine hervorragende Möglichkeit, sich über die oberfränkische Unternehmenslandschaft zu informieren."
Oberstudiendirektor Ralph Schmidt, Schulleiter des Jean-Paul-Gymnasiums in Hof, sieht in dem Projekt einen großen Gewinn für alle teilnehmenden Schüler. "Ich freue mich über die Initiative des Vereins Oberfranken Offensiv - Forum Zukunft Oberfranken, auf unsere Schüler zuzugehen und ihnen berufliche Perspektiven in der Region zu eröffnen. Bei allen bisherigen Kontaktveranstaltungen waren auch Jugendliche aus unserem Gymnasium vertreten; sie sind sich mit mir in der sehr positiven Bewertung des Projektes einig."
Erste Erfolge
Auch Melanie Huml, Staatssekretärin und Vorsitzende der Initiative "Oberfranken Offen-siv" ist von dem Projekt überzeugt: "Von einem intensiven Austausch zwischen den Unternehmen und den jungen Menschen in unserer Region können beide Seiten nur profitieren. Wer als Schüler bereits die Erfahrung macht, welche Qualifikationen und Qualitäten im Berufsleben gefragt sind, der lernt oder studiert nicht am Bedarf vorbei und ist für die Wirtschaft sofort einsetzbar."
Das Projekt zeigt bereits erste Erfolge: So haben einige der Unternehmen bereits eine enge Verbindung zu einzelnen Schülern aufbauen können, die auch nach der Schulzeit anhalten.
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