zuletzt bearbeitet: 27.04.2011 12:59 Uhr
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Nächstenhilfe rollt wieder
Hof - Am zweiten Weihnachtsfeiertag - heuer ein Samstag - wird um 10 Uhr von der Freiheitshalle in Hof erneut ein Hilfskonvoi der Aktion "Nächstenhilfe" der Freien Christengemeinde Hof in Richtung Osten starten. Nachdem die Helfer um Pastor Waldemar Zelmer den Schwerpunkt im Vorjahr auf die Halbinsel Krim gelegt haben, widmen sie sich dieses Mal in besonderem Maße Weißrussland mit seinen Kirchengemeinden, dem Behindertenheim in Minsk, dem Spezial-Kindergarten für leukämiekranke Kinder in Gomel sowie den Waisenhäusern in Gomel und Bobruisk. Daneben werden einige wenige Hilfsgüterfahrzeuge nach Transkarpatien (Ukraine) fahren, heißt es in einer Mitteilung.
Die Lebensumstände der Rentner, Großfamilien und Kinder in den Waisenhäusern, die in den stark radioaktiv verseuchten Gebieten in Weißrussland leben, haben sich auf Grund der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit auch dort drastisch verschlechtert. "Unsere Partner baten uns um Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Öl, Margarine und besonders Mehl. Aufgrund des dringend notwendigen Bedarfs an Lebensmitteln sind die Menschen sogar bereit, die Hilfsgüter selbst in Minsk abzuholen, wo wir wegen der momentan geltenden Zollvorschriften alle Lebensmittel zur Untersuchung und Zertifizierung zentral ausladen müssen", schreibt Zelmer. Mehr als zwanzig soziale Einrichtungen und Leiter von Kinderheimen haben bei der Nächstenhilfe um Unterstützung mit Lebensmitteln und gebrauchter Kleidung, Schuhen und Spielsachen angefragt. Die Hilfe wird immer noch benötigt, wobei es den Helfern der Nächstenhilfe aus Hof, die nächstes Jahr auf "zwanzig Jahre Hilfstransporte" in den Osten dankbar zurück schauen darf, bewusst ist, dass nur zielgerichtete und kontinuierliche Hilfe mit zuverlässigen Partnern vor Ort Sinn macht. Deshalb soll den Waisenhäusern und Kirchengemeinden auch dieses Jahr mit den dringend benötigten Lebensmitteln, die zentral in den deutschen Fabriken zu günstigen Konditionen und entsprechenden Zertifikaten für die Grenzen eingekauft werden, geholfen werden.
Insgesamt starten 19 Fahrzeuge, davon acht Fernlastzüge, acht Transporter mit Anhänger und drei Begleitfahrzeuge. 55 freiwillige Helfer und Fahrer werden den Transport begleiten. Mehr Infos im Internet: www.naechstenhilfe-hof.de
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