zuletzt bearbeitet: 27.04.2011 12:58 Uhr
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Nichts geht mehr am Waldstein
Sperrung | Die Strecke Weißenstadt – Sparneck ist seit der Nacht zum Mittwoch nicht mehr passierbar. Der Waldbesitzer will keine Maschinen einsetzen lassen, um Bäume zu entfernen.
Sparneck - Die starke Schneelast hat in den vergangenen Tagen im Fichtelgebirge reihenweise Bäume umknicken lassen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Strecke Weißenstadt - Sparneck über den Großen Waldstein seit der Nacht zum Mittwoch, als ein Schneetief über die Region fegte, total gesperrt ist. Zwar ist die Straße aus Richtung Landkreis Hof jetzt wieder geräumt, auf der Wunsiedler Seite gibt es jedoch Probleme. Diese können möglicherweise erst in den nächsten Tag gelöst werden. Bis zum gestrigen Donnerstagabend ging auf der WUN 3 Richtung Norden jedenfalls noch nichts.
Holz unter Spannung
Nach Auskunft des Dienststellenleiters der Landkreis-Straßenmeisterei, Horst Ringlein, haben er und seine Mitarbeiter an der Kreisstraße WUN 3 nicht nur mit den erheblichen Schneemassen, die der Schneesturm mit sich gebracht hat, sowie den umgestürzten oder abgeknickten Bäumen zu kämpfen, sondern auch mit der Unnachgiebigkeit des dortigen Privatwaldbesitzers. "Im Moment hängen die Bäume sehr tief. Und auch einige Kronen sind abgebrochen", sagt Ringlein. Da das Holz stark unter Spannung stehe, habe er die Aufräumaktion mit seinen Mitarbeitern abbrechen müssen. "Es ist zu gefährlich, diese Arbeit von Menschenhand erledigen zu lassen", betont der Chef der Straßenmeisterei.
Daher sei es nötig, mit einem Harvester, also einer großen Maschine, in den Wald hineinzufahren. Diesem Vorgehen müsse allerdings der Privatwaldbesitzer, dem das Waldstück an der Kreisstraße gehört, zustimmen. Denn mit dem Einsatz der Maschine müssten auch andere Bäume, die nicht umgefallen oder abgeknickt seien, gefällt werden. Und damit habe sich der Waldbesitzer bislang nicht einverstanden gezeigt. Vermutlich habe dies damit zu tun, dass sich der Waldbesitzer eine höhere finanzielle Rendite verspreche, wenn die Bäume nicht gefällt würden.
Für den gestrigen Donnerstagnachmittag war Ringlein zufolge ein weiteres Gespräch mit dem Eigentümer des Waldstücks anberaumt. Auch der zuständige Förster, Forstamtsrat Victor Klaus von der Forstdienststelle Weißenstadt, nahm an dieser Unterredung teil. Klaus zeigte sich gestern bestrebt, das Problem mit dem Eigentümer gütlich zu regeln. "Wir wollen versuchen, mit dem Mann zu reden", sagte der Forstamtsrat.
Für den Fall, dass im Gespräch zwischen Straßenmeisterei, Forstamt und Waldbesitzer keine Einigung möglich ist, ist laut Horst Ringlein eine juristische Entscheidung nötig. Diese sei frühestens am Samstag zu erreichen. Dann würde die Straßenmeisterei versuchen, die Waldsteinstrecke über das Wochenende frei zu bekommen. "Es wäre für den Anlieger aber besser, wenn wir uns einigen würden, auch in finanzieller Hinsicht. Und dann wäre die Straße ab Freitag wieder passierbar."
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Enteignungvon FrankN.Post
(31) am 05.02.2010 10:02Ich vermute es wird nicht einfach gegen den Willen des Eigentümers gefällt, weil das Enteignung, wahlweise Sachbeschädigung, wäre. Ich weiß, Bürgerrechte haben momentan keinen hohen Stellenwert. Dennoch gelten Sie. Zum Glück. |
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Lächerlichvon kahless00700
(26) am 05.02.2010 08:19hier gibt es ja wohl ein öffentliches Interesse - Und im Rahmen einer Abwägung muss wohl festgestellt werden, dass der Verlust einiger einzelner Bäume weit weniger wiegt als die passierbarkeit einer Strasse und die Sicherheit der Arbeiter. Also warum werden hier nicht seitens des Kreises die notwendigen Arbeiten sofort durchgeführt - zur Not auch gegen den Willen des Besitzers? Hier geht ja wohl öffentliches Interesse vor! |
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