zuletzt bearbeitet: 01.09.2010 21:26 Uhr
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Straßen unter Dauerbelastung
Die Verkehrszählung in Töpen ergibt unerwartet hohe Zahlen. Die Mehrausgaben im Nachtragshaushalt sind ebenfalls erheblich.
Töpen - Erstaunen ausgelöst haben die Zahlen der Verkehrsmessung, die Bürgermeister Klaus Grünzner während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Töpen vorstellte. Demnach waren auf der Ortsdurchfahrt Tiefendorf im Zeitraum vom 1. Juni bis 1. Juli 16 478 Fahrzeuge unterwegs. Eine Zahl, die niemand in dieser Höhe erwartet hatte. Im selben Zeitraum ergab die Messung in Töpen 97 506 Fahrzeuge, obwohl die Ortsdurchfahrt Gefell noch immer für Laster gesperrt ist. Den Hinweis des Bürgermeisters, dass ein Holzfuhrwerk voll beladen mit überhöhter Geschwindigkeit durch Töpen gerauscht sei, kommentierte Gemeinderat Hans Herrmann mit den Worten: "Der trocknet auf diese Weise gleich sein Holz."
Im Anschluss befasste sich das Gremium mit dem Bauantrag der Firma Dennree und den damit verbundenen Erschließungsmaßnahmen und Ausgaben der Gemeinde. Hierfür gab es noch mehr an Aufwendungen und nicht vorhersehbare Kosten, die in einen Nachtragshaushalt gestellt werden müssen.
Eine Überprüfung des Daches des gemeindlichen Wohnhauses in der Mödlareuther Straße 8, des ehemaligen Lehrerwohnhauses, hatte ergeben, dass Feuchtigkeit eindringt. Eine Fachprüfung ergab, dass die Dachdeckung auf jeden Fall saniert oder ausgetauscht werden müsste, um einlaufendes Regenwasser zu verhindern. Der Bürgermeister legte daraufhin ein in Auftrag gegebenes Angebot vor, das im Wesentlichen auf den Kosten bereits ähnlicher Sanierungsmaßnahmen an gemeindlichen Häusern aufbaute. Die Frage an das Gremium, ob man das Vorhaben ausschreiben sollte, wurde einstimmig verneint. Man könne auch nicht länger warten, deshalb solle die Auftragsvergabe in dieser Sitzung erfolgen, sagte Gemeinderat Thorsten Müller. Dem schloss sich der Gemeinderat einstimmig an, legte aber fest, dass, auch aus Kostengründen, auf Naturschiefer verzichtet werde und stattdessen anthrazitfarbene Dachziegel verlegt werden. Der Auftrag wurde an die Firma Opel, Lamitz, zum Angebotspreis von 25 292,27 Euro vergeben.
110 000 Euro zusätzlich
Das gemeindliche Wohnhaus in Isaar 51 wird an die Fernwärmeversorgung der nahen Biogas-Anlage von Hermann Klug angeschlossen, lautete ein weiterer einstimmiger Beschluss. Die Installationskosten für die vier Wohnungen ab Abnahmestation am Haus, die Zuleitung wird durch den Lieferanten Klug erstellt, belaufen sich auf 16 944,60 Euro. Den Auftrag erhält die Firma Dieter Schlegel, Trogen. Ausgeschrieben soll aber noch ein Pufferspeicher werden, der bei Lieferschwierigkeiten von maximal zwei Tagen die Wärmeversorgung sicherstellen soll.
Im Rahmen der laufenden Dorferneuerung an den Ortsstraßen Anger und Rucksackstraße sind neue Straßenleuchten nötig. Den Auftrag zum Einbau von acht Leuchten erhält die HEW Hof zum Angebotspreis von 17 325,21 Euro. Damit wurden in dieser Sitzung Aufträge von über 110 000 Euro erteilt, die im Nachtrag finanziert werden.
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