zuletzt bearbeitet: 27.04.2011 13:24 Uhr
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Thüringer machen sich für Höllentalbahn stark
Resolution | Politiker aus der Region „Saale-Rennsteig“ fordern Schienenverbindung zwischen Saalfeld und Hof.
Bad Lobenstein – Die REK-Vollversammlung hat einstimmig eine Resolution beschlossen, die sich für eine Wiederbelebung der Höllentalbahn einsetzt. REK steht für „Regionales Entwicklungskonzept Saale-Rennsteig“.
Wörtlich heißt es in der Resolution: „Die REK-Vollversammlung Saale-Rennsteig fordert die Wiederherstellung der kriegsbedingt unterbrochenen Eisenbahnverbindung zwischen Blankenstein und Marxgrün im Interesse einer besseren und zukunftsorientierten Gütertransportvernetzung und touristischen Erschließung zwischen Oberfranken und dem Südostthüringer Raum.“
Die Schienenverbindung zwischen den ICE-Bahnhöfen Saalfeld und Hof würde dazu beitragen, die Güterströme von der Zellstoff- und Papierfabrik Blankenstein sowie des Holzkompetenzzentrums Ebersdorf/Friesau aus Richtung Oberfranken sicherzustellen. Denn 18 Jahre nach der Wiedervereinigung sei zwischen der A 9 und der Landstraße Kronach – Bad Lobenstein über Nordhalben keine schwerlasttaugliche Straße vorhanden. Mit der Ansiedlung und der Erweiterung der vorgenannten Betriebe in Blankenstein, Ebersdorf und Friesau sowie der Firma Rettenmeier zwischen Hirschberg und Gefell bestehe erhöhter Bedarf an Schwerlasttransporten.
Schwerlastverkehr nimmt zu
Trotz des Baus von Umgehungsstraßen drohe die Region Saale-Rennsteig im Schwerlastverkehr zu „ersticken“. Deshalb könne mit der Höllentalbahn neben der bisherigen Ertüchtigung der Bahnstrecke Saalfeld – Blankenstein mit dem geforderten Lückenschluss zwischen Blankenstein und Marxgrün eine erhebliche Verlagerung von Schwerlasttransporten auf die Schiene erreicht werden. Gleichzeitig würden die Straßen entlastet. „Mit der Außerbetriebnahme der ,Oberlandbahn‘ Friesau – Triptis wurden die schienengebundenen Transportmöglichkeiten auf Thüringer Seite bereits deutlich beschnitten“, meinen die Kommunalpolitiker in einer Pressemitteilung. Es sei deshalb ein Gebot der Stunde, bei der Schaffung von zukunftsorientierten Schwerlasttrassen verstärkt wieder die Schiene einzubeziehen oder – wenn sich dies anbietet – zu reaktivieren. Nur so könne eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur geschaffen werden. Die schwerlastintensiven Betriebe der Region hätten mit der Höllentalbahn dringend erforderliche und kalkulierbare Transportalternativen.
Die Verantwortlichen im Freistaat Thüringen und der Deutschen Bahn AG werden deshalb in der Resolution aufgefordert, die Wiederbelebung der Höllentalbahn zielstrebig voranzutreiben. In Verbindung mit dem Freistaat Bayern und den politischen Mandatsträgern aus Oberfranken solle dieses grenzüberschreitende Vorhaben zeitnah auf den Weg gebracht werden.
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