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Tote Katzen in der Sporttasche

Spaziergängerin macht grausigen Fund in der Nähe von Zedtwitz und informiert sofort den Hofer Tierschutzverein.

Von Simone Weber
  • fpha_sw-katzen2_220610 In dieser Sporttasche sind die beiden Katzen vermutlich qualvoll erstickt.
     
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Hof/Zedtwitz - Qualvoll verendet sind vermutlich zwei Katzen, die eine Spaziergängerin vor Kurzem in der Nähe von Zedtwitz gefunden hat. Die beiden Tiere lagen bereits halb verwest in einer bunten Sporttasche. Die Frau war auf die Tasche aufmerksam geworden, als sie in der Nähe der Hohlbühlstraße am Waldesrand ihren Hund ausführte. Bei näherem Hinsehen offenbarte sich ihr eine Tiertragödie: Zwar war die Tasche fest verschlossen, wies aber Rissspuren auf, aus denen deutlich Fell herausragte. Die Spaziergängerin überlegte nicht lange. Sie verständigte umgehend den Hofer Tierschutzverein und meldete den grausamen Fund bei der Gemeinde Feilitzsch.

Mitarbeiter des Hofer Tierheims Erlalohe machten sich sofort auf den Weg und holten die Sporttasche mit ihrem grausigen Inhalt, die exakt am Fuße eines Jägerstands platziert war. Ans Tageslicht kamen halb verweste Kätzchen mit grauem und rotem Fell. "Im Moment lässt sich nur erahnen, ob die Rissspuren an der Sporttasche von den Katzen herrühren, die sich vergeblich befreien wollten", sagt Christa Langer, die sich im Hofer Tierheim normalerweise vor allem darum kümmert, dass die Katzen aus dem Hofer Tierheim wieder ein liebevolles Zuhause finden. Sie selbst sei mehr als schockiert gewesen, als sie von dem grausamen Fund erfahren habe. Ihr sei einfach unverständlich, wie Menschen imstande seien, wehrlosen Tieren ein solches Leid zuzufügen. Jeder Tierliebhaber erschaudere bei dem Gedanken, wenn er sich die Qualen vorstellt, die die beiden Geschöpfe bis zu ihrem Tod erlitten haben müssen. Schließlich würden auch Tiere Angst verspüren, zeigt sich Langer über diesen Vorfall weiter verständnislos. Und: "Niemand wird gezwungen, ein Tier bei sich aufzunehmen, das sollte immer aus Liebe, Verständnis und Zuneigung geschehen."

Tiere werden untersucht

Das Hofer Tierheim hat die beiden toten Katzen dem Veterinäramt am Landratsamt Hof übergeben. Denn jetzt gelte es zu klären, auf welche Art und Weise die beiden Katzen den Tod fanden - ob die beiden Tiere in der Sporttasche qualvoll erstickt sind oder ob sie bereits vorher tot waren.

Um dem auf die Spur zu kommen, werden beide Katzen derzeit im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen pathologisch und anatomisch untersucht. Ein Ergebnis der Obduktion liege bislang aber noch nicht vor, sagte der zuständige Amtstierarzt am Landratsamt Hof, Dr. Thomas Bischofsberger, auf Anfrage der Frankenpost. Bischofsberger kann derzeit noch keine Angaben über Rasse, Geschlecht oder Alter der beiden Katzen machen, da sie im gefrorenen Zustand umgehend nach Erlangen gebracht worden seien. Über diesen Vorfall sei auch die Hofer Polizei in Kenntnis gesetzt worden. Denn: Sollte sich bei der Obduktion herausstellen, dass den beiden Tieren tatsächlich Leid zugefügt worden ist, müsse dies strafrechtlich verfolgt werden. Mit einem Ergebnis der Obduktion rechnet der Amtstierarzt in den nächsten Tagen.

Wie hoch das Strafmaß für den möglichen Tierschänder ausfällt, richtet sich also nach dem Ergebnis der Obduktion. Sollte ein Vergehen nach dem Tierschutzgesetz vorliegen, die Katzen also tatsächlich qualvoll in der Sporttasche erstickt sein, drohe dem Tierschänder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Im anderen Fall, sagt Polizeihauptkommissar Rainer Tröger, wenn die beiden Katzen bereits tot waren und auch sonst kein Fremdverschulden festgestellt werden konnte, handele es sich um eine Ordnungswidrigkeit. In diesem Fall erwarte den Verantwortlichen eine Geldbuße.

Zeugen gesucht

Um dem Tierschänder auf die Spur zu kommen, bittet das Hofer Tierheim nun die Bevölkerung um Mithilfe: Wer kann Angaben zu der abgebildeten Sporttasche machen? Wo sind vor dem 8. Juni Katzen verschwunden? Der Hofer Tierschutzverein ist für jeden Hinweis dankbar. Wer Angaben machen kann, wird gebeten, sich umgehend mit dem Tierschutzverein Hof und Umgebung unter den Rufnummern 09281/94 615 oder 41 961, in Verbindung zu setzen.

    
    

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Die neuesten Kommentare

Man man man

von deimudder m (100) am 23.06.2010 10:55
Sollte es sich hier um einen Tierschänder handeln, dann gehört der definitiv hinter Gitter!
(0)

Freilich....

von ichwasanet m (39) am 23.06.2010 12:12
...damit im Knast kein Platz mehr ist, für richtige Verbrecher, wie Kinderschänder usw...
Aber mal im Ernst. Sicher ist das ne Sauerei, aber solche Leute könnte man anders erziehen und lieber die für die Menschheit gefährlichen Typen festsetzen.
(0)
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