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Ein Stiller lässt weithin von sich hören

Am Sonntag laden die Michaelis-Kantorei und die Stiftung Bücher-Dieckmeyer aus München zum Festkonzert für Georg Stanek. Der Kantor macht sich um die Kirchenmusik verdient.

Von Christoph Plass
  • "Uns gefällt er!", sagt Klaus Wirth aus dem Vorstand der Stiftung Bücher-Dieckmeyer über den Stadt- und Dekanatskantor Georg Stanek. Der Hofer Kantor, der heute, Samstag, seinen 40. Geburtstag feiert, bekommt morgen ein eigenes Festkonzert (das er selbst leiten darf). Foto: Spörl
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Hof/München - Zu seinen Markenzeichen gehören - neben der schwarz-weißen Noten-Krawatte - das Lächeln im Gesicht und in den Augen, das bedachte Reden und das unprätentiöse Herangehen an diese Sache, die er einfach kann: Musik. Georg Stanek ist der Mann, der's kann; die Hofer wissen das schon lange. Doch seine Wellen schlagen weit: An diesem Sonntag bekommt er, wie bereits berichtet, den diesjährigen Hauptpreis der Stiftung Bücher-Dieckmeyer mit Sitz in München verliehen. Die Stiftung hat sich die Pflege der Kirchenmusik in Bayern und die Förderung junger Musiker zur Profession gemacht. Beides sind auch Kernkompetenzen Georg Staneks - dass er der höchst dekorierte der diesjährigen Preisträger ist, passt also wie der Notenschlüssel vor die Partitur.

Stifterin Ingrid-Maria Bücher und Klaus Wirth aus dem Stiftungsvorstand sind in dieser Woche nach Hof gekommen, um den Musiker ihrer Wahl persönlich auszuzeichnen. Die Laudation gibt's am Sonntagabend beim offiziellen Festkonzert - doch auch im kleinen Kreis, zusammen mit Dekan Günter Saalfrank und der Presse, lassen sie Georg Stanek und sein Wirken hochleben.

Ingrid-Maria Bücher ist, nach 44 Jahren im berühmten Münchner Bachchor, Musikkennerin und -könnerin, und eine -liebhaberin noch dazu. Und sie ist keine Frau übereilter Entscheidungen. Georg Stanek, ums genau zu nehmen, hat sie seit über 20 Jahren im Blick: "Ich hörte damals, dass es da diesen talentierten Studenten an der Bayreuther Hochschule für Kirchenmusik gibt", erinnert sie sich. Als sie im vergangenen Jahr von anderer Seite zugetragen bekam, dass in Hof einer wirkt, der's kann, wusste sie: "Den kenn' ich."

Besuche inkognito

Dreimal haben sie und die anderen Aktiven ihrer Stiftung Konzerte und musikalische Gottesdienste mit Stanek besucht - inkognito. Erst danach haben sie sich mit dem potenziellen Preisträger in Verbindung gesetzt. Um zu merken: "Georg Stanek hat diese Auszeichnung nicht nur aufgrund seines musikalischen Könnens und seines Engagements, sondern auch aufgrund seiner Persönlichkeit verdient", sagt Klaus Wirth.

Auch Staneks Chef Günter Saalfrank ist natürlich stolz auf seinen Mitarbeiter: "Dieser Preis ist nicht nur eine Wertschätzung dessen, was in der Region alles auf die Beine gestellt wird. Ich freue mich auch darüber, dass immer wieder auch die Stillen im Lande gewürdigt werden, die oft so viel leisten."

Der Preisträger selbst lässt in der kleinen Runde die Lobeshymnen über sich ergehen - mit ernstem Gesicht, mit unruhigem Blick, mit der Hand nervös am Kinn. Der Preis war eine Überraschung für ihn, zu viel des Lobes mag er gar nicht hören: "So richtig verstehe ich das alles immer noch nicht."

Die Preisverleihung findet am Sonntag um 19 Uhr in St. Michaelis bei einem Festkonzert statt. Mitwirkende sind die Kantorei und der CVJM-Posaunenchor. Der Eintritt ist frei.

    
    

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