» zur Übersicht Kulmbach-Land
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   
Bürger-Windrad bei Sessenreuth ist ein Erfolg

Gemeinderat | Energie-Experte Günter Beermann kündigt dem Markt Wirsberg erste Gewerbesteuerzahlungen an.
Von Werner Reißaus

Wirsberg - "Strom aus Wind - eine Investition in unsere Zukunft", zu diesem Thema sprach Ingenieur Günter Beermann aus München im Gemeinderat Wirsberg und zeigte auf, wie sich eine Gemeinde selbst mit erneuerbarer Energie versorgen kann.

Beermann machte deutlich, dass die Nutzung der Windenergie für Wirsberg ein interessantes Thema ist und stellte die Bürgeranlage bei Sessenreuth als eine Erfolgsbilanz dar. Danach sind die Gewerbesteuerverlustvorträge aufgebraucht und die Marktgemeinde Wirsberg bekommt mit diesem Jahr erstmals aus dem Betrieb der Anlage eine Gewerbesteuer. Bürgermeister Hermann Anselstetter machte deutlich, dass man mit der Bürgeranlage die besten Erfahrungen gemacht habe und stellte fest, dass die Windenergie in Bayern und damit auch im Landkreis Kulmbach weiter auf dem Vormarsch sei.

Beermann nannte auch die Verursacher des Klimawandels in Deutschland. Demnach werden jährlich rund 841 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen; davon allein knapp 46 Prozent von der Energiewirtschaft. Die erneuerbaren Energien lieferten noch im Jahr 2008 15 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Den größten Anteil nahm hier die Windenergie ein, gefolgt von der Bioenergie. Europa habe mit der Richtlinie zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energie einen beispielhaften Schritt getan. Damit liegt erstmals ein europäisches Regelwerk vor, das alle Sektoren der erneuerbaren Energien umfasst. Die Richtlinie enthält zum ersten Mal in Europa rechtlich verbindliche Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energien für alle Mitgliedsstaaten: Bis 2020 müssen in Europa mindestens 20 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen.

Beermann sagte: "Bis 2020 sind es nur noch knapp zehn Jahre. Das geht nur, wenn die Windenergie einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Schon jetzt kommen 6,5 Prozent des gesamten deutschen Stroms aus der Windenergieerzeugung. Das Ausbaupotenzial liegt laut Umweltministerium bei 25 Prozent."

Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes Wind-Energie bedauerte, dass die Regierung von Oberfranken immer noch davon träume, Oberfranken von Windkraftanlagen möglichst freizuhalten und dafür als Instrument die Regionalplanung nutze. Als positives Praxisbeispiel nannte Beermann die Gemeinde Wildpoldsried - "ein Dorf mit Power", wie er es nannte - und mit der Bürgeranlage in Wirsberg machte Beermann deutlich, dass Windenergie und Tourismus nicht im Widerspruch stehen.

Danach ging Beermann auch auf die Voraussetzung weiterer geeigneter Standorte im Bereich der Gemeinde Wirsberg ein. Sein Büro habe bereits zwei Standorte in der Nähe der jetzigen Anlage bei Sessenreuth analysiert.

    
    

Diesen Artikel

  • Teilen:
  •  
  • Facebook
  •  
  • MySpace
  •  
  • Twitter
  •  
  • StudiVZ / MeinVZ
  •  
  • Google
  •  
  •  
Bewertung: 
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein)
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername
Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf frankenpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Ȇbersicht Kulmbach-Land

Kampf gegen kranke Fettzellen

Im nächsten Gesundheitsvortrag der Frankenpost spricht der Spezialist Dr. Josef Stutz über das Lipödem, das vielen Frauen dicke Beine beschert. Auch Krampfadern sind ein Thema am Donnerstag, 16. Februar, 19 Uhr, in der Kulmbacher Stadthalle. »mehr
    
    

 
Ansturm auf das Hallenbad

Kulmbach - Die Kältewelle beschert dem Kulmbacher Hallenbad derzeit rekordverdächtige Besucherzahlen. Dort suchen die Ku... »mehr
    
 
    

 
Vorerst kein Geld für Umgehung...

Von der zusätzlichen Milliarde für Straßenbau bekommt Untersteinach nichts ab. Jetzt müssen die Bürger auf den Ministerb... »mehr
    
 
    

 
Im Einsatz auf der Ölschnitz...

Nach dem Einsatz vom Samstag in Zettlitz heißt es für das Technische Hilfswerk Kulmbach erneut Eis-Alarm. Einsatzort ist... »mehr
    
    

Das könnte Sie auch interessieren 

    
    

Party

 
    

Nachrichten

 
    

Sport

    
    

Prospekte aus der Region

Reichel Holzspezi
    
    

Magazine

Wir in Wunsiedel Februar 2012
Nördliches Fichtelgebirge Ausgabe 4
Thüringen im Blick
Schlaglichter 2011
Gesundheitsführer Kulmbach
Gesundheitsführer Naila
Hochzeitsmagazin November 2011
Frankenreiter November
Börsenforum Oktober 2011
Leserreisen Oktober 2011
Berufsmagazin
Besser Bauen schöner Wohnen
5. Sechsämterland Holztage
Gesundheitsführer Hof 2011
Gesundheitsführer Münchberg
Gesundheitsführer Selb
Erfolgreiche Familienunternehmen
Bikers Guide
Gesundheitsführer Rehau
Gesundheitsführer Wunsiedel
    
Anzeige
Marktplatz und Bayreuther Woche
Logo Frankenwäldler
    

Umfrage

Lade TED
 
Die Umfrage wird geladen, bitte warten...
 

    
    

Mit roten Händen gegen Kindersoldaten

Mit knallroter Farbe die Hände anmalen: Das machten am Mittwoch eine Menge Politiker in Berlin. Die Politiker waren Abgeordnete des deutschen Parlaments - des Bundestages. »mehr
    
    

Die Sache mit den Beiträgen

Frage des Tages
Ein Leser fragt: "Warum muss ich für meine verstorbene Frau Krankenversicherungsbeiträge zahlen?" "Diese Frage stellen Bezieher einer Hinterbliebenenrente häufig", erklärt Rudolf Degelmann von der AOK Bezirksdirektion Hof auf Anfrage unserer Zeitung. »mehr
    
    

Webcams aus der Region 

Eine Vielzahl von Webcams, die von Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen installiert wurden, zeigen aktuelle Bilder aus der Region. »mehr
    
    

Die neuen Party-Pix vom Wochenende 

Fasching in Schönwald, HipHop-Party im Hofer H.1, 80er-Fete im Rockwerk - hier geht es zu den aktuellen Bildern vom Feier-Wochenende. »mehr
    
    

Börseninformationen