zuletzt bearbeitet: 17.03.2010 22:00 Uhr
Text
Text
Bürger-Windrad bei Sessenreuth ist ein Erfolg
Gemeinderat | Energie-Experte Günter Beermann kündigt dem Markt Wirsberg erste Gewerbesteuerzahlungen an.
Wirsberg - "Strom aus Wind - eine Investition in unsere Zukunft", zu diesem Thema sprach Ingenieur Günter Beermann aus München im Gemeinderat Wirsberg und zeigte auf, wie sich eine Gemeinde selbst mit erneuerbarer Energie versorgen kann.
Beermann machte deutlich, dass die Nutzung der Windenergie für Wirsberg ein interessantes Thema ist und stellte die Bürgeranlage bei Sessenreuth als eine Erfolgsbilanz dar. Danach sind die Gewerbesteuerverlustvorträge aufgebraucht und die Marktgemeinde Wirsberg bekommt mit diesem Jahr erstmals aus dem Betrieb der Anlage eine Gewerbesteuer. Bürgermeister Hermann Anselstetter machte deutlich, dass man mit der Bürgeranlage die besten Erfahrungen gemacht habe und stellte fest, dass die Windenergie in Bayern und damit auch im Landkreis Kulmbach weiter auf dem Vormarsch sei.
Beermann nannte auch die Verursacher des Klimawandels in Deutschland. Demnach werden jährlich rund 841 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen; davon allein knapp 46 Prozent von der Energiewirtschaft. Die erneuerbaren Energien lieferten noch im Jahr 2008 15 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Den größten Anteil nahm hier die Windenergie ein, gefolgt von der Bioenergie. Europa habe mit der Richtlinie zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energie einen beispielhaften Schritt getan. Damit liegt erstmals ein europäisches Regelwerk vor, das alle Sektoren der erneuerbaren Energien umfasst. Die Richtlinie enthält zum ersten Mal in Europa rechtlich verbindliche Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energien für alle Mitgliedsstaaten: Bis 2020 müssen in Europa mindestens 20 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen.
Beermann sagte: "Bis 2020 sind es nur noch knapp zehn Jahre. Das geht nur, wenn die Windenergie einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Schon jetzt kommen 6,5 Prozent des gesamten deutschen Stroms aus der Windenergieerzeugung. Das Ausbaupotenzial liegt laut Umweltministerium bei 25 Prozent."
Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes Wind-Energie bedauerte, dass die Regierung von Oberfranken immer noch davon träume, Oberfranken von Windkraftanlagen möglichst freizuhalten und dafür als Instrument die Regionalplanung nutze. Als positives Praxisbeispiel nannte Beermann die Gemeinde Wildpoldsried - "ein Dorf mit Power", wie er es nannte - und mit der Bürgeranlage in Wirsberg machte Beermann deutlich, dass Windenergie und Tourismus nicht im Widerspruch stehen.
Danach ging Beermann auch auf die Voraussetzung weiterer geeigneter Standorte im Bereich der Gemeinde Wirsberg ein. Sein Büro habe bereits zwei Standorte in der Nähe der jetzigen Anlage bei Sessenreuth analysiert.
Diesen Artikel
|
|||||
Die neuesten Kommentare
Ȇbersicht Kulmbach-Land
Kampf gegen kranke Fettzellen
Im nächsten Gesundheitsvortrag der Frankenpost spricht der Spezialist Dr. Josef Stutz über das Lipödem, das vielen Frauen dicke Beine beschert. Auch Krampfadern sind ein Thema am Donnerstag, 16. Februar, 19 Uhr, in der Kulmbacher Stadthalle. »mehr
Ansturm auf das Hallenbad
Kulmbach - Die Kältewelle beschert dem Kulmbacher Hallenbad derzeit rekordverdächtige Besucherzahlen. Dort suchen die Ku... »mehr
Vorerst kein Geld für Umgehung...
Von der zusätzlichen Milliarde für Straßenbau bekommt Untersteinach nichts ab. Jetzt müssen die Bürger auf den Ministerb... »mehr
Im Einsatz auf der Ölschnitz...
Nach dem Einsatz vom Samstag in Zettlitz heißt es für das Technische Hilfswerk Kulmbach erneut Eis-Alarm. Einsatzort ist... »mehr
Das könnte Sie auch interessieren
Party
Nachrichten
Sport
Gelesen
Kommentiert
Bewertet
Prospekte aus der Region
Magazine
Umfrage














































